Beleuchteter Reichstag

Zeitgeschichte/Zeitgeschehen

Die deutsche Nachkriegsgeschichte zeigt deutlich den Kontrast der Funktion und Praxis von Medien in demokratischen und in diktatorischen Gesellschaften: Versuchte der spätere Chefkommentator des DDR-Fernsehens bereits in Westdeutschland, den Hörfunk zur Erziehung zu nutzen, so steuerten die SED-Generalsekretäre den Rundfunk oder griffen selbst in die Medienpraxis ein. Westdeutsche Korrespondenten wurden kujoniert. Das Informationsmonopol der SED. durchbrach der Piratensender "Radio Glasnost". Seit der friedlichen Revolution hat die Presse in Ostdeutschland die Funktion der "vierten Gewalt" übernommen; sie trägt aber noch immer am Erbe des SED-Pressemonopols. Parallelen in der Entwicklung ostdeutscher und westdeutscher Medien finden sich nicht erst seit 1990 auf dem Zeitungsmarkt, sondern bereits in den 1950er-Jahren im Hörfunk.

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Christoph Hilgert

Auf der Suche nach dem jugendlichen Hörer

Seit den 1920er-Jahren haben die deutschen Radiosender Programmangebote für Jugendliche entwickelt. Insbesondere die 1950er-/60er-Jahre können als "programmgeschichtliche Sattelzeit" bezeichnet werden. Damals wandte der Hörfunk sich verstärkt jugendlichen Zielgruppen zu.

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Gunter Holzweißig

Karl-Eduard von Schnitzlers Gastspiel beim NWDR

Der Chef-Propagandist des DDR-Fernsehens, Karl-Eduard von Schnitzler, hat über sein Wirken in der Nachkriegszeit Legenden gestreut. Sein Weg begann beim NWDR, brachte ihn in Tuchfühlung mit der KPD wie auch mit Axel Springer und führte Schnitzler schließlich zum ostdeutschen Rundfunk.

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Anke Fiedler/Michael Meyen

Generalchefredakteure?

Die SED-Generalsekretäre Ulbricht und Honecker griffen mehr oder minder massiv in die Arbeit der DDR-Medien ein. Wenig bekannt ist allerdings, in welcher Weise und in welchem Maße sie dies taten. Und die Gründe, warum beide sich als "General-Chefredakteure" betätigten, sind umstritten.

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Lothar Loewe am 24. Dezember 1976 bei seiner Ankunft in West-Berlin, nachdem er aus der DDR ausgewiesen wurde.

Sabrina Wendling

Die Einflussnahme des MfS
auf den ARD-Korrespondenten
Lothar Loewe

Als erster ARD-Korrespondent in der DDR sorgte Lothar Loewe 1975 für Aufruhr. Er ließ sich weder durch die Journalistenverordnung noch durch die Staatssicherheit bevormunden. Ende 1976 wurde Loewe wegen eines Kommentars zum Schießbefehl an der DDR-Grenze ausgewiesen.

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Jacqueline Boysen

"Radio Glasnost – außer Kontrolle"

Seit 1987 versorgte "Radio Glasnost" Hörer in Ost-Berlin mit Musik und Informationen aus dem "Untergrund" der DDR. Der Sender informierte über oppositionelle Aktivitäten, diskutierte politische Entwicklungen und gab Tipps zu staatlichen Normen in der DDR.

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Stefan Matysiak

Auf einmal gab es Pressefreiheit

Die friedliche Revolution 1989 stürzte auch das Pressemonopol der Staatspartei in der DDR. Befreit aus der Vormundschaft der SED suchten viele Zeitungen die Kooperation mit westdeutschen Verlagen. Die Treuhandprivatisierungen änderten die Presselandschaft im Osten nochmals gewaltig.

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Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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NEU: Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei, Betriebskampfgruppen und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen, Demokratie und Reisefreiheit eintraten - und sich mit Kerzen, Worten und Zivilcourage gegen die Staatsmacht durchsetzten. Ein filmischer Überblick.

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Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausstellung + Film

Die Mauer. Sie steht wieder!

Was wäre, wenn die Mauer Berlin erneut halbieren würde? 30 Jahre nach dem Mauerfall erinnert das Deutschland Archiv der bpb mit 30 Bildmontagen und einem Film von Alexander Kupsch an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Tag in der Geschichte

  • 4. Juni 1947
    Die von der SMAD eingesetzte Deutsche Wirtschaftskommission (DWK) koordiniert zentral die Arbeit der Landesverwaltungen und hat u. a. die Reparationslieferungen zu gewährleisten. Seit dem 12. 2. 1948 wird die DWK eine De-facto-Regierung, da ihr... Weiter
  • 4. Juni 1947
    Die »Niedersächsische Landespartei«, aus der Welfenbewegung hervorgegangen, nennt sich fortan »Deutsche Partei« (DP). Sie verficht konservative nationale Grundüberzeugungen, das Recht auf die Heimat und erstrebt eine »gottgewollte sittliche« Staats- und... Weiter
  • 4. Juni 1947
    Zur DWK und ihren Aufgaben: 4. 6. 1947. Weiter
  • 4. Juni 1964
    Bund und Länder streben im Verwaltungsabkommen zur Förderung von Wissenschaft und Forschung gemeinsam den Ausbau der Universitäten und Hochschulen an und teilen sich die Kosten des Zuschussbedarfes für Forschungseinrichtungen. Weiter
  • 3./4. Juni 1999
    Auf dem Kölner EU-Gipfel beschließen die 15 Staats- und Regierungschefs eine »Gemeinsame Strategie für Russland«. Sie soll Russland, das als wesentlicher Bestandteil der Zukunft Europas gilt, politisch und marktwirtschaftlich stabilisieren helfen. Die... Weiter