Mitarbeiter der bpb beim 55-jährigen Jubiläum im Jahr 2007. Foto: Volker Lannert

Der Heimatdienst

Zwei Mal im Monat gab die "Reichszentrale für Heimatdienst" das Heft "Der Heimatdienst“ heraus, das über politische Sachfragen und Hintergründe informieren sollte. Zu den Autoren zählten größtenteils Wissenschaftler, Politiker und Funktionäre.Die Macher des Heftes waren bemüht, die politischen Zusammenhänge mit "zeichnerischen Mitteln“ zu veranschaulichen. Poltische Inhalte sollten für jedermann verständlich werden.Themenschwerpunkte waren u. a. Wirtschaftspolitik und die Auswirkungen des Versailler Vertrages. Die Reichszentrale betonte die fatalen Folgen der hohen Reparationszahlungen und setzte sich für eine Revision des "Versailler Diktats" ein.Häufig wurde auch der Sport thematisiert. Das kann nicht verwundern: Sport war in der Weimarer Republik politisch besetzt. Der Arbeiter-Turn- und Sportbund hielt im Sinne der "Verbrüderung der Arbeiterklasse“ eigene "Arbeiterolympiaden“ ab, die Kommunisten hatten ihre "Spartakiade“ und die Nationalisten organisierten sich in Wehrsportgruppen.Sport galt als "Charakterschule“, wie der Sportfunktionär Karl Diem in der Ausgabe vom 15. Januar 1926 schrieb. Außerdem, so Diem, könnten "Leibesübungen“ dem deutschen Volk zu alter Stärke verhelfen: "...zu einem politischen und kulturellen Aufstieg kann nur ein körperlich urgesundes Volk gelangen. Seit dem Kriege sind wir das nicht mehr, Leibesübungen können uns wieder dazu machen."



Nichts weniger als Erziehung zur Demokratie sollte die 1952 neu gegründete "Bundeszentrale für den Heimatdienst" sein. Als Behörde des Bundesinnenministeriums wollte und sollte sie die Demokratie festigen und einen europäischen Gedanken vermitteln und stärken. Noch heute gilt die "Bundeszentrale für politische Bildung" als wichtiges Werkzeug bei der Arbeit an der "Daueraufgabe Demokratie"

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