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Atlas des Arabischen Frühlings – die Video-Edition.

Atlas des Arabischen Frühlings

Fast zehn Jahre nach Beginn der Proteste und Umstürze in vielen arabischen Ländern ist es an der Zeit, eine Bilanz zu ziehen: Was ist in den Jahren des Arabischen Frühlings passiert, wie sieht es in Nordafrika und in Nahost in der Folge aus?

#Prolog: Younes auf den Spuren des Arabischen Frühlings

Younes Al-Amayra, Mitglied des Satire-Kollektivs "Die Datteltäter" und Moderator dieser Video-Edition, stellt sich kurz vor, bevor die Entdeckungsreise zu den Hintergründen des Arabischen Frühlings in den folgenden Kapiteln beginnt. Was ist passiert und welche Auswirkungen sind bis heute zu spüren?

Gemeinsam mit den Autorinnen und Autoren des Magazins "zenith" hat sich Younes Al-Amayra, Mitglied des Satirekollektivs "Die Datteltäter", auf eine Spurensuche begeben. Sie nehmen die Umbrüche in Tunesien, Libyen, Syrien, Ägypten und ihren Nachbarländern unter die Lupe und sprechen mit Expertinnen und Experten sowie Akteurinnen und Akteuren, um die Entwicklungen in der Region besser zu verstehen. Dabei beschäftigen sie sich auch mit den überregionalen Folgen – von Demokratisierung und Machtwechsel über Bürgerkriege bis hin zu Fluchtbewegungen. Die Veränderungen, die mit dem Arabischen Frühling ihren Anfang nahmen, haben tiefe Spuren hinterlassen. In zehn Episoden werden die historischen Umbrüche erfahrbar. Und es zeigt sich auch, wie stark Europa mit der arabischen Welt in Verbindung steht.

Bei Fragen und Feedback zum Projekt freuen wir uns über Rückmeldungen an: adaf@bpb.de

Veröffentlichungstermine

04.11.2019: Folge 1 - Eine Region im Aufbruch
08.11.2019: Folge 2 - Revolution und Rückfall
15.11.2019: Folge 3 - Stabilität und Gewalt
18.11.2019: Folge 4 - Flucht
22.11.2019: Folge 5 - Europas Dilemma
29.11.2019: Folge 6 - Geopolitik
06.12.2019: Folge 7 - Islam und Islamismus
13.12.2019: Folge 8 - Frauen und Männer
20.12.2019: Folge 9 - Jugend

Credits

Leitung: Daniel Gerlach (V.i.S.d.P.), Florian Guckelsberger
Regie: Florian Guckelsberger
Regie-Assistenz: Leo Wigger
Producer: Riza-Rocco Avsar
Drehbuch: Moritz Behrendt, Robert Chatterjee, Asiem El-Difraoui, Yasemin Ergin, Daniel Gerlach, Laura Ginzel, Florian Guckelsberger
Moderation: Younes Al-Amayra, Gülcan Çetin
Kamera: Tobias Kaufmann (DOP), Wolfgang Gaube, Marc Hennicke
Kamerabühne: Franz Gottschalk
Schnitt: Riza-Rocco Avsar, Moritz Feucht
Schnitt-Assistenz: Victoria Kremer
Licht: Richard Nitsche
Ton: Erik Koschnik, Paul Paulum
Musik: Sebastian Meyerholz
Grafik: Julian Braun
Farbkorrektur: Kai Eiermann
Maske: Sarah Marx
Ausstattung: Max Hehr
Archiv: Associated Press, Sebastian Backhaus, Philipp Breu, Bundesregierung, Bundeswehr, Daniel Gerlach, Florian Guckelsberger, Marcel Mettelsiefen, The Mosireen Collective, Stian Overdahl, Rajiv Raman, Royal Air Force, Sea Watch, Carsten Stormer
Moderationstraining: Helen Wild
Inhaltliche Beratung: Lobna Jamal, Benjamin Weiß, bpb
Produktverantwortung: Hildegard Bremer, Dr. Miriam Shabafrouz, bpb
Produktion: Bundeszentrale für politische Bildung, Deutscher Levante Verlag GmbH

Disclaimer

Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar. Für die inhaltlichen Aussagen tragen die Autoren, Produzenten und Interviewpartner die Verantwortung. Beachten Sie bitte auch unser weiteres Print- sowie unser Online- und Veranstaltungsangebot. Dort finden sich weiterführende, ergänzende wie kontroverse Standpunkte zum Thema dieser Filme.

Alle Folgen der Video-Reihe

#Prolog: Younes auf den Spuren des Arabischen Frühlings

Atlas des arabischen Frühlings – die Video Edition

Younes Al-Amayra, Mitglied des Satire-Kollektivs "Die Datteltäter" und Moderator dieser Video-Edition, stellt sich kurz vor, bevor die Entdeckungsreise zu den Hintergründen des Arabischen Frühlings in den folgenden Kapiteln beginnt. Was ist passiert und welche Auswirkungen sind bis heute zu spüren?

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#1 - Eine Region im Aufbruch: Wie der Arabische Frühling alles verändert hat

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Fieberträume von Freiheit ergreifen die arabische Welt im Januar 2011. Der Frühling ist da, hoffen viele. Endlich bewegt sich etwas. Regime fallen, Kriege beginnen. Ein Teil der alten Ordnung zerbricht. Sie hinterlässt Chaos. Es entstehen aber auch freie Räume. Der Arabische Frühling: Das Ende einer Ära. Für die einen ist es ein Neubeginn, für die anderen eine gescheiterte Revolution. In jedem Fall ist vieles nicht mehr so, wie vorher.

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#2 - Revolution und Rückfall: Das Ende der Hoffnung?

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Zum Jahreswechsel 2010/2011 schaut die Welt auf die arabischen Staaten. Millionen Araber ziehen auf die Straße. Sie protestieren gegen steigende Preise, politische Unterdrückung und Korruption. Kaum ein Land in der Region, das nicht erschüttert wird. Und so unterschiedlich die Protestrufe in Tunesien, Ägypten oder Syrien auch klangen. Sie hatten etwas gemein: die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

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#3 - Stabilität und Gewalt: Die Ruhe vor dem Sturm

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Arabische Diktatoren gaben westlichen Regierungen ein verführerisches Versprechen: Wir halten den Laden zusammen, wir garantieren Stabilität. Der Arabische Frühling beendete zwar fast überall die Herrschaft der alten Garde, doch die Freude der Demonstrierenden währte oft nur kurz. Regime, die die Proteste überdauern – oft unter Einsatz heftiger Gewalt gegen die Protestierenden – verfallen in alte Muster. Manche Nachfolger gestürzter Herrscher, wie etwa Ägyptens Präsident Abdel Fattah as-Sisi, gehen zunehmend so hart gegen die Opposition vor, dass viele sich die Zeit vor der Revolution zurückwünschen. Aus Widerspruch wurde Hochverrat, der Polizeistaat kehrte zurück.

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#4 - Flucht: Was kommt da auf die Nachbarländer und auf Europa zu?

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Ein trauriger Rekord: Die Vereinten Nationen schätzen, dass Ende 2018 weltweit über 70 Millionen Menschen auf der Flucht waren oder ihre Heimat verlassen mussten, weil sie dort nicht mehr leben konnten. Viele Menschen zieht es nach Europa: aus Afrika, aber auch aus dem Nahen Osten. Der Exodus hat mehrere Ursachen: Krieg, Repression, die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen. Die Flüchtenden haben unterschiedliche Motive, aber Entscheidendes gemein: Auf der Flucht sind sie schwach, liefern sich anderen aus, müssen alles auf eine Karte setzen. Und mit ihrem Schicksal wird auch Politik gemacht.

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#5 - Europas Dilemma: Was gehen uns Revolution und Krieg an?

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2011 greifen Staaten der NATO unter amerikanischer, britischer und französischer Führung in Libyen ein. Der Einsatz verfolgt zwei Ziele: Das Gaddafi-Regime auszuschalten und die blutige Niederschlagung eines Aufstands zu stoppen. Die Staaten unterstützen so eine Revolution, die bereits in vollem Gang ist. Doch in der Folge des Eingreifens versinkt Libyen in einem Bürgerkrieg, da es keiner Seite gelingt, die Kontrolle über das zersplitterte Land zu erringen. Später, in Syrien, wollen die westlichen Staaten dieses Risiko nicht eingehen. Dort werden Aufständische zwar unterstützt, eine Militäroperation gegen Assad bleibt aber aus. Dafür mischt sich diesmal Russland ein, auf Seiten des Regimes. Was also soll Europa tun: Eingreifen? Zuschauen? Der Arabische Frühling stellt den Kontinent vor ein Dilemma. Klar ist nur: Was im Nahen Osten passiert, betrifft Europa unmittelbar – und umgekehrt.

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#6 - Geopolitik: Wie viel Einmischung hält der Nahe Osten aus?

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Freund oder Feind, Terrorist oder Freiheitskämpfer? Politik ist immer eine Frage der Perspektive. Wer immer sich von außen in der Region des Nahen und Mittleren Ostens und Nordafrika einmischt – ob nun Russland, die USA oder auch andere – riskiert, sich die Finger zu verbrennen.

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#7 - Islam und Islamismus: Wie viel Glaube verträgt die Revolution?

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Eines sollte der Arabische Frühling aus Sicht vieler Demonstrierenden nicht werden: eine islamische Revolution. Mit den politischen Umbrüchen seit 2011 geht auch ein Kampf im innerislamischen Diskurs einher: Es geht darum, wer bestimmt, was Musliminnen und Muslime glauben – und welche Rolle die Religion im politischen Leben spielen darf.

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#8 - Frauen und Männer: Was haben Emanzipation und Revolution gemein?

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Frauen haben in der arabischen Welt nichts zu sagen? Von wegen. Schon lange vor dem Arabischen Frühling begann die Emanzipation der Frauen. Vor allem in den liberaleren Großstädten der Region machen sie Politik, leben wirtschaftlich unabhängig und strömen an die Universitäten. Die Umbrüche ab 2011 haben diesen Trend verstärkt.

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#9 - Jugend: Wie tickt sie in der arabischen Welt?

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Vor allem junge Menschen gingen während des Arabischen Frühlings auf die Straße. Sie forderten Demokratie, aber auch Jobs. Nach den Umbrüchen sind die meisten enttäuscht, denn viele finden nach wie vor keine Arbeit oder arbeiten weiterhin unter prekären Bedingungen. Sie haben Krieg und Repression erlebt und spielen mit dem Gedanken, sich anderswo eine Zukunft aufzubauen. Ist der Arabische Frühling aus Sicht der Jugend gescheitert?

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Auf die Proteste, Aufstände und Revolutionen im arabischen Raum folgten vielerorts repressive Regime oder Bürgerkriege. Ist der Arabische Frühling also gescheitert? Der Atlas liefert mit Texten, Karten, Bildstrecken und Infografiken einen Überblick über die jüngste Vergangenheit und Gegenwart der Region.

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Auf die Proteste, Aufstände und Revolutionen im arabischen Raum folgten vielerorts repressive Regime oder Bürgerkriege. Ist der Arabische Frühling also gescheitert? Der Atlas liefert mit Texten, Karten, Bildstrecken und Infografiken einen Überblick über die jüngste Vergangenheit und Gegenwart der Region.Weiter...

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