Sowjetunion II: 1953-1991

10.10.2014 | Von:
Susanne Schattenberg
Manuela Putz
Alexandra Oberländer
Ulrike Huhn

"Tauwetter" unter Nikita Chruschtschow

Space Race und Kalter Krieg

Der Kampf um Anerkennung als Supermacht

Es ist oft gesagt worden, Chruschtschows Außenpolitik sei ein Zick-Zack-Kurs ohne klare Linie gewesen. Um das rätselhaft-impulsive Verhalten des Nachfolgers Stalins zu erklären, beschäftigte der CIA 20 Psychologen, die den Ersten Sekretär als "hypomanisch" einstuften: emotional, hitzig und begeisterungsfähig, ein Workaholic, dem aber systematisches Denken schwerfiele. Dabei war Chruschtschows Außenpolitik ziemlich klar von drei Faktoren geprägt:
  • einem persönlichen Minderwertigkeitskomplex, da er weder einem intellektuellen Milieu entstammte noch Erfahrung in der Außenpolitik besaß. Hatte Stalin den Staatsmann gemimt, gefiel sich Chruschtschow auf dem internationalen Parkett allerdings durchaus in der Rolle des Proletariers, der das comme-il-faut des Westens teils parodierte, teils boykottierte und teils imitierte;
  • einem "sowjetischen" Minderwertigkeitskomplex, die UdSSR müsse beim Westen immer wieder einfordern, als gleichberechtigter Gesprächspartner, ernstzunehmender Gegner und hochgerüstete Atommacht behandelt zu werden;
  • dem Wunsch, einen dritten Weltkrieg um jeden Preis zu vermeiden und den USA zu beweisen, dass die neue Politik der "friedlichen Koexistenz", also die Tolerierung des anderen politischen Systems, ernst gemeint war. Chruschtschow machte sich Präsident Eisenhowers Rede vom April 1953 zur Leitlinie, der als Beweis für den Friedenswillen Taten statt Worte gefordert hatte. Alles, was Eisenhower angeregt hatte, setzte Chruschtschow um: 1955 unterzeichnete er den österreichischen Staatsvertrag, ließ die japanischen und deutschen Kriegsgefangenen frei, stimmte der Ernennung des neuen UNO-Generalsekretärs Dag Hammerskjöld (1905-1961) zu und beendete den Koreakrieg sowie den Ersten Indochinakrieg.

Quellentext

Wettkampf um das Weltall

[...] Es war die Sowjetunion, die 1957 mit Sputnik 1 den ersten künstlichen Erdtrabanten und 1961 mit Juri Gagarin den ersten Menschen auf eine Umlaufbahn brachte. Auch zum Mond waren automatische Satelliten bereits erfolgreich geflogen. In der Raketentechnik hatte die Sowjetunion vor den USA einen in Jahren zu messenden Vorsprung.
Zum Kriegsende war der Ausgangspunkt noch gleich gewesen. "Weder wir noch die Amerikaner oder die Engländer waren im Jahre 1945 in der Lage, Flüssigkeitsraketentriebwerke größer als mit einem Schub von 1,5 Tonnen zu bauen", schreibt der sowjetische Konstrukteur Boris Tschertok in seinen Memoiren. Die Deutschen dagegen hatten für die V-2 ein Triebwerk mit 27 Tonnen Schub zur Verfügung: das Aggregat 4. Nach dem Untergang des Hitlerregimes "erbeuteten" die Amerikaner 400 der wichtigsten deutschen Konstrukteure, die Dokumentationen und Forschungsberichte und im thüringischen KZ Mittelbau Dora mehr als 100 einsatzfähige V-2-Raketen.
Als die sowjetische Besatzungsmacht Monate später Thüringen übernahm, blieb ihren Spezialisten nichts, als "jeden Dreckhaufen zu durchstöbern, um irgendwelche Überbleibsel der Raketendokumentation aufzuspüren", berichtet Tschertok. Doch er gibt zu, dass auch die Sowjetunion wertvolle Beute machte. Die Amerikaner brachten die deutschen Köpfe unter Kontrolle, die Sowjets die deutschen Hände. Die V-2 war nicht nur in unmenschlicher Zwangsarbeit von Tausenden Häftlingen zusammengebaut worden, sondern auch von mehr als 3000 hochqualifizierten Ingenieuren und Handwerkern verschiedenster Spezialisierungen, die zum Kriegsende im thüringischen Bleicherode und in umliegenden Ortschaften konzentriert worden waren. An ihnen zeigten die Amerikaner kaum Interesse.
Die sowjetischen Experten umso mehr. Was wie eine Notlösung aussah, erwies sich als entscheidender Vorteil. Die USA brauchten lange, um die Mechaniker auszubilden, die die Ideen der deutschen Spitzenkonstrukteure umsetzen konnten. Dagegen arbeitete die Mannschaft des sowjetischen Chefkonstrukteurs Sergej Koroljow bis Oktober 1946 gemeinsam mit den Deutschen in Bleicherode. Dann erhielt er den Ruf zur Rückkehr, die Deutschen wurden in einer Nacht-und-Nebel-Aktion in die Sowjetunion deportiert und bis in die 50er-Jahre nördlich von Moskau auf einer Insel in der Waldai-Region interniert. Für den Vorsprung, den die Sowjetunion Anfang der 60er-Jahre errungen hatte, hatten die Deutschen am Ende einen Beitrag erbracht, der bis heute noch immer nicht ausreichend gewürdigt ist.
Daran zu erinnern, schmälert die Leistungen des genialen Konstrukteurs und Organisators Koroljow nicht. Seine detaillierten Pläne für einen bemannten Flug zum Mond hatte er bereits im Juni 1960 vorgelegt – und war abgeblitzt. Ein Umdenken der sowjetischen Führung setzte erst 1963 ein, und es dauerte ein weiteres halbes Jahr, bis das Zentralkomitee mit seiner geheimen Resolution 655/268 grünes Licht für ein Mondprogramm gab. Als Ziel wird darin proklamiert, ein Kosmonaut müsse vor einem Astronauten den Mond betreten. Parteichef Nikita Chruschtschow machte das Projekt zu seiner persönlichen Angelegenheit. [...]
1964 lagen schließlich drei Pläne für eine Mondlandung auf dem Tisch. Die sowjetische Führung entschied sich nicht eindeutig, sie erteilte zwei Aufträge: einen an Koroljows Büro und einen an seinen erbitterten Konkurrenten, Wladimir Tschelomei. Dessen Konzept schien drei Vorteile zu haben. Zum einen war es wesentlich billiger und einfacher als die Vorstellungen Koroljows. Tschelomei wollte mit ein und derselben Rakete zum Mond fliegen, ihn umrunden und wieder auf der Erde landen.
Koroljows Plan dagegen glich dem Konzept, das die Amerikaner dann erfolgreich verwirklichen sollten. Es sah ein technisch anspruchsvolles Zusammenspiel zwischen Trägerrakete, Transportraumschiff und Landeapparat, von Rendezvouz- und Kopplungsmanövern in Umlaufbahnen um Erde und Mond vor. Auch den Kosmonauten, der als Erster den Mond betreten sollte, hatte sich das Team um den Konstrukteur bereits ausersehen. Als Alexej Leonow im März 1965 als erster Mensch aus einem Raumschiff ins freie All ausstieg, war dies keineswegs wegen des Prestiges und Rekordes. Es war der erste praktische Test, wie Menschen außerhalb einer starren hermetischen Kapsel in Vakuum und Kälte überleben können. [...]
Hinter den Kulissen tobte ein Kampf um Macht und Einfluss, den Tschertok und Koroljows Tochter Natalja in ihren Erinnerungen umfänglich schildern. Tschelomeis Superrakete kam über Studien nicht hinaus. Das von ihm projektierte System war zu schwach für einen Mondflug. Es dauerte mehr als ein Jahr, bis sich Koroljow durchgesetzt hatte. Ein Zeitverlust, der nicht mehr aufzuholen war. Die Sowjetunion war inzwischen eine andere geworden. Auf den Parteichef Chruschtschow war 1964 Leonid Breschnew gefolgt, den die erste Mondlandung wesentlich weniger interessierte als die Überlegenheit der Sowjetunion bei den nuklearen Interkontinentalraketen. Ein Trägersystem für superschwere Lasten wie Koroljows N-1 brauchte er dafür nicht.
Doch der entwickelte sein Projekt trotz chronischer finanzieller Engpässe weiter bis zu seinem plötzlichen Tod im Januar 1966. Ohne die Autorität dieses außergewöhnlichen Menschen aber geriet das sowjetische Mondprogramm völlig ins Trudeln. Als dann 1969 alle Tests mit der Trägerrakete N-1 in Fehlstarts endeten, war das Rennen längst verloren. Am 21. Juli 1969 hatte der erste Mensch den Mond betreten. Es war nicht Leonow, sondern Neil Armstrong, ein Amerikaner.
Fünf Jahre später ließen beide Supermächte ihre Programme auslaufen. [...]. Das Erbe Koroljows aber fliegt seit 50 Jahren und bis heute unerreicht erfolgreich: die Sojus-Kapsel und ihre Trägerrakete.

Frank Herold, "Die Tragik des großen Kosmos-Eroberers", in: Frankfurter Rundschau vom 9./10. März 2013


Wettlauf im Weltraum

Kalter Krieg bedeutete keineswegs, dass sich die beiden Atommächte nur ein Wettrüsten lieferten. Der Widerstreit der Ideologien bedeutete, dass auf allen Gebieten darum gewetteifert wurde, welches System das bessere sei: in der Kultur, im Sozialwesen, in der Frauenemanzipation und vor allem in der Technologie. Dabei ging es nicht nur darum, der Überlegene, sondern auch der Erste zu sein. Nachdem die USA zuerst die Atom- und Wasserstoffbombe entwickelt hatten, konzentrierten Stalin und Chruschtschow die sowjetischen Ressourcen auf die Raketentechnologie. So gelang es den sowjetischen Raketenkonstrukteuren im Oktober 1957, mit einer Langstreckenrakete den Satelliten Sputnik, eine piepsende Metallkugel, in den Orbit zu schießen. Endlich lag die UdSSR vor den USA, ein Erfolg für die Sowjetunion, ein Schock für die westliche Welt. Als die Sowjetunion mit Juri Gagarin (1934-1968) im April 1961 auch den ersten Mann im Weltall feiern konnte, war Chruschtschows Triumph im In- und Ausland perfekt. Endlich löste die Sowjetunion ein, was sie stets versprochen hatte: der fortschrittlichste Staat der Welt zu sein. Während sich in der Sowjetunion ein Kosmos-Kult entwickelte, mit dem Chruschtschow seine Herrschaft legitimierte, erklärte US-Präsident John F. Kennedy (1917-1963) den Wettlauf auf den Mond für eröffnet. Diesmal gewannen die USA: Nachdem die Amerikaner 1968 den Mond umrundet und 1969 auf ihm gelandet waren, wurde das sowjetische Mondprogramm ein- und auf Raumstationen umgestellt.

Entspannung und neue "Eiszeit"

Während sich Chruschtschow einerseits um eine Entspannung mit dem Westen bemühte und dafür eine rege Reisetätigkeit entwickelte, griff er andererseits immer wieder zu extremen Maßnahmen, wenn er sich von den USA nicht respektiert fühlte. Allerdings gibt es auch die Annahme, dass er sich zu vielen Aktionen von denjenigen Präsidiumsmitgliedern drängen ließ, die den Entspannungskurs gegenüber dem Westen ablehnten. Im November 1958 verkündete er das sogenannte Berlin-Ultimatum: eine Note an die drei Westmächte, mit der er den Viermächte-Status Berlins infrage stellte und verlangte, West-Berlin solle entmilitarisierte "Freie Stadt" werden, andernfalls wolle die Sowjetunion ihre Rechte an Berlin auf die DDR übertragen. Einerseits war das ein abrupter Wechsel im Tonfall, andererseits tat Chruschtschow nichts, als die West-Alliierten das Ultimatum ungerührt verstreichen ließen. 1959 war der Höhepunkt der Entspannung und von Chruschtschows Diplomatie, als er auf Einladung Eisenhowers zehn Tage lang die USA bereiste. Doch schon ein Jahr später kam es zum Eklat, als im Mai 1960 die sowjetische Luftabwehr ein U2-Aufklärungsflugzeug der USA über sowjetischem Territorium abschoss und Chruschtschow daraufhin das Gipfeltreffen in Paris platzen ließ. Er lud Eisenhower wieder aus, fuhr aber selbst ungeladen im September 1960 nach New York, wo er sich bei der UNO-Vollversammlung so provozieren ließ, dass er mit seinem Schuh auf sein Pult schlug. Chruschtschow hoffte nun auf den neuen US-Präsidenten Kennedy, mit dem er im Juni 1961 ein Treffen in Wien vereinbarte, aber keine gemeinsame Sprache finden konnte. Unter dem Druck der DDR-Führung folgte jetzt die verspätete Reaktion auf das verstrichene Berlin-Ultimatum: Chruschtschow stimmte dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 zu.

Konflikt mit China, die "entkolonialisierte Welt" und die Kuba-Krise

Unter Chruschtschow erwuchs der Sowjetunion ein anderer Konkurrent, mit dem sie um den besseren Weg zum Sozialismus wetteiferte: China verurteilte die Entstalinisierungspolitik und war immer weniger bereit, die Führungsrolle der Sowjetunion in der sozialistischen Welt anzuerkennen. Unterstützte die Sowjetunion in den 1950er-Jahren China noch massiv mit Wirtschafts- und Militärhilfen, zog Chruschtschow 1960 auch auf Grund eines persönlichen Zerwürfnisses mit Mao Tse-tung (1893-1976) sämtliche Berater und Hilfen ab. Gleichzeitig versuchte die Partei- und Staatsführung unter Chruschtschow, ihren Einflussbereich auf Länder in Südamerika, Afrika und Südostasien auszudehnen, um im Wettstreit mit den USA einerseits und China andererseits die Überlegenheit des sowjetischen Systems zu beweisen. Grund für das Engagement in der "entkolonialisierten Welt" waren weniger geostrategische Erwägungen als das Prestige der Sowjetunion. Wenn Sozialismus für ein menschenwürdiges Leben ohne Ausbeutung stand, dann mussten das auch die 17 afrikanischen Staaten sehen, die 1960 in die Unabhängigkeit entlassen wurden. Doch die Idee, mit Indonesien in Asien und Guinea in Afrika Modellstaaten für die sowjetische Zivilisation zu schaffen, scheiterte kläglich an der mangelnden Kooperation der jeweiligen Herrscher, die aber bereitwillig finanzielle Hilfe annahmen.

Wesentlich erfolgreicher war dagegen die Zusammenarbeit mit Kuba, das sich unter Fidel Castro (*1926) nach der Revolution 1959 mit der Bitte um Unterstützung an die Sowjetunion wandte. Für Chruschtschow bedeutete das eine Einladung in den "Vorgarten" der USA. Es gab eine Reihe von Gründen, warum er im Sommer 1962 heimlich Raketen nach Kuba verschiffen ließ: um Kuba vor einer zweiten US-Invasion zu schützen, um die USA zu einem Einlenken in der Berlin-Frage zu bewegen, um das eigene Prestige in der kommunistischen Welt zu steigern und um das militärische Gleichgewicht wiederherzustellen. Als die USA die Raketenstationen im Oktober entdeckten, führte das zur Kuba-Krise, dem dramatischen Höhepunkt der neuen Eiszeit mit den USA. Die Eskalation konnte durch Krisendiplomatie erst in letzter Minute verhindert werden. Chruschtschow musste alle Raketen wieder abziehen, aber auch die USA entfernten ihre Raketenstellungen aus der Türkei. Die Kuba-Krise war nicht nur der Höhepunkt des Kalten Krieges, sondern auch ein Wendepunkt. Angesichts eines drohenden Dritten Weltkrieges richteten die beiden Supermächte den sogenannten heißen Draht ein, eine direkte Telefonverbindung zwischen Moskau und Washington für Krisenfälle. Die Kuba-Krise gab zudem wichtige Impulse für Abkommen über Atomteststopps und Rüstungskontrollen. Leitend in der Außenpolitik war nun weniger, die andere Macht zu übertrumpfen, als das fragile Gleichgewicht zu erhalten.

Quellentext

Die Kuba-Krise – Chruschtschow erinnert sich

Wir waren sicher, daß die Amerikaner sich niemals mit der Existenz von Castros Kuba abfinden würden. Sie fürchteten ebenso sehr, wie wir es erhofften, daß ein sozialistisches Kuba möglicherweise ein Magnet werden würde, der den Sozialismus für andere lateinamerikanische Länder anziehend machte. Welche Politik sollten wir selbst angesichts der ständigen Drohung einer amerikanischen Intervention in der Karibischen See einschlagen? […] Wir waren verpflichtet, alles zu tun, was in unserer Macht stand, um Kubas Existenz als sozialistisches Land und als praktisches Beispiel für die anderen Länder Lateinamerikas zu schützen. Es war mir klar, daß wir Kuba sehr wohl verlieren könnten, falls wir nicht einige entscheidende Schritte zu seiner Verteidigung unternahmen. […] Wir mußten ein greifbares und wirksames Abschreckungsmittel schaffen gegen eine amerikanische Einmischung in der Karibischen See. Aber was für eins? Die logische Antwort waren Raketen. […] Während meines Besuches in Bulgarien kam mir der Gedanke, auf Kuba Raketen mit nuklearen Sprengköpfen zu installieren und ihre Anwesenheit dort vor den Vereinigten Staaten so lange geheimzuhalten, bis es für sie zu spät war, etwas dagegen zu unternehmen. […]
Abgesehen davon, daß sie Kuba geschützt hätten, würden unsere Raketen das hergestellt haben, was der Westen gerne das "Gleichgewicht der Kräfte" nennt. Die Amerikaner hatten unser Land mit Militärstützpunkten umgeben und bedrohten uns mit nuklearen Waffen, und jetzt würden sie erfahren, wie einem zumute ist, wenn feindliche Raketen auf einen gerichtet sind; wir würden nichts weiter tun, als ihnen ein bisschen von ihrer eigenen Medizin zu verabreichen. […]
Es war, gelinde gesagt, eine interessante und herausfordernde Situation gewesen. Die beiden mächtigsten Nationen der Welt waren zum Kampf gegeneinander angetreten, jede mit dem Finger auf dem Knopf. Man hatte gedacht, daß ein Krieg unvermeidlich war. Aber beide Seiten zeigten, daß selbst die dringlichste Meinungsverschiedenheit durch einen Kompromiß gelöst werden kann, wenn der Wunsch, einen Krieg zu vermeiden, stark genug ist. Und ein Kompromiß hinsichtlich Kubas wurde tatsächlich gefunden. […] Doch war es ein großer Sieg für uns, daß wir in der Lage gewesen waren, Kennedy das Versprechen abzuringen, daß weder Amerika noch einer seiner Verbündeten Kuba angreifen werde. […] Indem wir die Welt an den Rand eines Atomkrieges brachten, gewannen wir ein sozialistisches Kuba. [...]

Strobe Talbott (Hg.), Chruschtschow erinnert sich, ins Deutsche übertragen von Margaret Carroux u. a., Reinbek bei Hamburg 1971, Seite 492 ff.