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Cover Info aktuell Verschwörungserzählungen

3.11.2020

Einstieg

Mit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie im zeitigen Frühjahr 2020 gelangte ein Thema zu Öffentlichkeitswirksamkeit, das seither anscheinend omnipräsent ist: Verschwörungserzählungen. Anfangs erschien es so, als seien die teils krude wirkenden Narrative plötzlich aus dem Nichts gekommen. Aber sie zogen ihre Kreise und schnell wurde klar: Mittlerweile betrifft das Thema viele Menschen persönlich. Viele erleben dass Menschen in ihrem eigenen Umfeld an Dinge glauben, die irrational scheinen, und wissen dann nicht, wie sie reagieren sollen.
Wichtig ist: Verschwörungserzählungen sind allerdings kein Phänomen der Pandemie. Auch vor Covid-19 war der Glaube an mächtige Eliten, die scheinbar im Geheimen böse Machenschaften planen, weit verbreitet. Und ein Blick in die Geschichte zeigt: Schon seit vielen Jahrhunderten werden Er-klärungen für gesellschaftliche Ereignisse gesucht und Schuldige ausgemacht. Ob im antiken Rom, im Mittelalter oder eben heutzutage in sozialen Netzwerken: Verschwörungserzählungen kursieren und haben eine gefährliche Ansteckungskraft.


Mediathek

"Wem nützt das?"

Erzählungen über Verschwörungen und geheime Mächte, die das Volk im Hintergrund beherrschen, finden sich seit dem Aufkommen der Sozialen Medien verstärkt und spätestens seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie massenhaft. Oft wird sich in der Berichterstattung darüber auf die meist krude und manchmal auch belustigend wirkenden Erzählungen konzentriert, es wird ein Kabinett des Skurrilen dargestellt, ohne auf den eigentlichen Kern und die Gefahren von Verschwörungserzählungen einzugehen.

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