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Defizit

Defizit Finanzierungssaldo

ein Fehlbetrag, der entsteht, wenn die im Haushaltsplan veranschlagten öffentlichen Ausgaben die regelmäßigen öffentlichen Einnahmen übersteigen. Dieser Finanzierungssaldo muss durch Kreditaufnahme ausgeglichen werden, wodurch sich die Interner Link: öffentlichen Schulden (siehe dort) erhöhen. Im Rahmen der Interner Link: Haushaltskonsolidierung (siehe dort) wird unterschieden in ein konjunkturelles Defizit, das sich bei einer wirtschaftlichen Erholung durch die Interner Link: Defizitfinanzierung automatisch wieder zurückbildet, und in ein strukturelles Defizit, das auch bei normaler Konjunktur dauerhaft bestehen bleibt.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

Fussnoten

Weitere Inhalte

Hintergrund aktuell

Wie der Haushalt Gesetz wird

Am Freitag (27. Juni 2014) entscheiden die Abgeordneten des Bundestags über den Haushaltsentwurf für das Jahr 2014. Ein Überblick über die Stationen des Entwurfs der Regierung auf dem Weg zum Gesetz.

Zahlen und Fakten

Öffentlicher Finanzierungssaldo

2009 und 2010 wurden Höchstwerte bei der laufenden Verschuldung erreicht (6,6 bzw. 6,4 % des BIP). Zwischen 2009 und 2017 reduzierte sich das Defizit in der EU-28 achtmal in Folge von 6,6 auf 1,0 %.

Zahlen und Fakten

Öffentlicher Schuldenstand

Vor allem Krisen wie die globale Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 oder die Corona-Pandemie seit 2020 führen zu einer Erhöhung der öffentlichen Schulden der Mitgliedstaaten der EU.

Zahlen und Fakten

Entwicklung der öffentlichen Finanzen

In fast allen Jahren zwischen 1950 und 2013 übertrafen die Ausgaben der öffentlichen Haushalte die Einnahmen. Jedoch wurde von 2014 bis 2019 sechsmal in Folge ein Finanzierungsüberschuss erzielt.