Die Familie gilt als kleinste Einheit der Gesellschaft. Teil 4 der Reihe „Soziale Gerechtigkeit und Generationen“ widmet sich den Familienleistungen.
📚 Grundbegriffe
Familienleistungen wie Elterngeld, Kindergeld und staatlich geförderte Kinderbetreuung sollen Familien finanziell entlasten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern.
Familienpolitik kann unterschiedliche Ziele verfolgen, z. B. die Geburtenrate zu steigern, die Erwerbstätigkeit von Eltern zu unterstützen oder die Familie als staatliche Institution zu stärken.
Welche Familienmodelle der Staat unterstützt, hängt von seinen Zielen und gesellschaftlichen Werten ab – und hat sich über die Jahre immer wieder verändert.
📈 Situation in Deutschland (Dtl.)
Heute fördern Familienleistungen stärker als früher die Erwerbs- und Erziehungsarbeit beider Elternteile, das Betreuungsangebot für Kinder ist gewachsen.
Die Kosten für öffentliche Kinderbetreuung legen die Gemeinden selbst fest. Vielerorts werden das Alter der Kinder, der Betreuungsumfang und das Einkommen der Eltern berücksichtigt.
Seit Jahren steigt der Anteil der Väter, die nach der Geburt zu Hause bleiben und Elterngeld beziehen. Dennoch nehmen fast 3x so viele Frauen diese Leistung in Anspruch – im Schnitt für 14,9 Monate, ca. 4x so lang wie Väter.
💬 Diskussion
Aufgrund der Sparpläne der Bundesregierung diskutiert die schwarz-rote Koalition u.a. über eine Kürzung des Elterngeldes.
Finanzminister Klingbeil (SPD) schlägt die Abschaffung des Ehegattensplittings und einen Ausbau der Kinderbetreuung vor, um besonders Frauen zu mehr Vollzeitarbeit zu bewegen.
Die Geburtenrate in Dtl. ist in den letzten Jahren gesunken – mit durchschnittlich 1,35 Kindern pro Frau lag sie 2024 auf dem niedrigsten Stand seit 1946.
➡️ Unsere Übersicht zur Reihe: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3114
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