Seit sich Ende des 19. Jahrhunderts das Erzählen in bewegten Bildern herausbildete, haben Filme immer wieder Bezug auf den Bereich der Politik genommen. Sei es explizit auf Vorgänge im Politikbetrieb oder, weitaus öfter, implizit auf das Zusammenleben von Gemeinschaften. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat die Verbreitung über Streaming-Dienste den Zugang zu einer großen Bandbreite audiovisueller Inhalte erleichtert, die politische Themen aufgreifen und reflektieren. Sie werden dadurch selbst Teil politischer Diskurse.
Über filmische Mittel wie Drehbuch, Schauspiel, Set-Design, Kamera und Postproduktion liefern Filme zugespitzte Darstellungen politischer Systeme und Entscheidungen. Häufig nah an aktuellen Debatten oder gar visionär – so tragen die popkulturell relevanten Werke zur politischen Auseinandersetzung und Meinungsbildung bei. Dieser Artikel gibt eine Orientierung zu Politik im Film und greift dazu exemplarisch historische Eckpunkte und aktuelle Schlüsselbeispiele, vor allem im Bereich des US-amerikanischen Hollywoodkinos und des deutschen Films, auf.
Politik im Film – von Anfang an präsent
Bereits einer der ersten auf Leinwand projizierten Filme enthält eine politische Komponente: Als die Brüder Auguste und Louis Lumière im Dezember 1895 in Paris zehn Kurzfilme auf ihrem neu erfundenen Kinematografen präsentieren, bietet der Film „Arbeiter verlassen die Lumière-Werke“ einen kurzen sozialpolitischen Blick auf die Arbeiterschaft um die Wende zum 20. Jahrhundert. Im weiteren Verlauf der Filmgeschichte behandeln zahlreiche Produktionen unabhängig vom Genre politische Themen. Fragen des gemeinschaftlichen Handelns, der Machtverhältnisse sowie deren Auswirkungen eignen sich gut für spannungsgeladene Erzählformen und Konfliktdynamiken. Bei komplexeren Darstellungen können politische Filme jedoch als sperrig wahrgenommen werden.
Schon in der Stummfilmära, als Filme noch mit Zwischentiteln und gestischer Überzeichnung arbeiten, entstehen Klassiker mit deutlichen politischen Aussagen. Deutsche Stummfilme, die in der Weimarer Republik durch Kritik an der Gesellschaftsordnung auffallen, sind etwa: „Die freudlose Gasse“ (1925, Georg Wilhelm Pabst), das ein provokatives Sittengemälde der Neuen Sachlichkeit entwirft, oder die expressionistische Science-Fiction-Parabel „Metropolis“, die unter der Regie von Fritz Lang 1927 ein monumentales Statement gegen die Ungerechtigkeit der Klassengesellschaft setzt.
International lassen sich in der Stummfilmzeit zwei Filme hervorheben, die sich durch eine bemerkenswerte Verquickung von politischer Propaganda und ästhetischer Innovation auszeichnen: Sergei Eisensteins „Panzerkreuzer Potemkin“ glorifiziert 1925 mit Attraktionsmontage die zwanzig Jahre vorausgegangene, gescheiterte Russische Revolution von 1905, während David Wark Griffiths „Die Geburt einer Nation“ 1915 den Amerikanischen Bürgerkrieg im Sinne einer rassistischen Ku-Klux-Klan-Heroisierung inszeniert. Eine filmästhetisch vermittelte, inzwischen mit Ton ausgestattete, politische Manipulation erfährt wenige Jahre später eine Zuspitzung in den Propagandafilmen des Nationalsozialismus – etwa Leni Riefenstahls „Triumph des Willens“ von 1935.
Geschichte erzählen, Gesellschaft reflektieren
Auch im deutschen Nachkriegskino entstehen Filme mit starkem politischen Bezug. Werke wie „Die Ehe der Maria Braun“ (1979, Rainer Werner Fassbinder) oder „Die Blechtrommel“ (1979, Volker Schlöndorff) setzen sich kritisch mit der deutschen Geschichte und Gesellschaft auseinander. In den USA bringt das sogenannte Golden Age of Hollywood zwischen den 1930er- und 1960er-Jahren mehrere politisch geprägte Filmklassiker hervor. Filme wie „Gone with the Wind“ (dt. Titel: „Vom Winde verweht“, 1939, Victor Fleming), „Citizen Kane“ (1941, Orson Welles), „On the Waterfront“ (dt. Titel: „Die Faust im Nacken“, 1954, Elia Kazan) oder „Lawrence of Arabia“ (dt. Titel: „Lawrence von Arabien“, 1962, David Lean) verarbeiten historische und gesellschaftliche Konflikte oft mit deutlich politischer Dimension. In den Folgejahrzehnten widmen sich Filme zentralen Ereignissen der Zeitgeschichte: Beispielsweise thematisiert „Platoon“ (1986, Oliver Stone) den Vietnamkrieg, während „All the President’s Men“ (dt. Titel: „Die Unbestechlichen“, 1976, Alan J. Pakula) die Aufarbeitung der Watergate-Affäre dokumentiert und dabei das Misstrauen gegenüber politischen Institutionen reflektiert.
Kalter Krieg und Kino der Konfrontation
Die Zeit des Kalten Krieges (1945 bis 1989) spiegelt sich in filmpolitischen Konfrontationen zwischen den USA und der Sowjetunion. Eine Schlüsselrolle spielt dabei das Actionkino mit Blockbuster-Reihen wie „Rocky“ (1976–2023), „Rambo“ (1982–2019), „Terminator“ (1984–2019) oder „Star Wars“ (1977–2019). In ihnen werden Machtverhältnisse, Feindbilder und Heldennarrative verhandelt.
Auch andere Filmgenres dienen als Räume für politische Reflexion: Der Western thematisiert gesellschaftliche Ordnungen und Gerechtigkeitsfragen, etwa in: „The Man Who Shot Liberty Valance“ (dt. Titel: „Der Mann, der Liberty Valance erschoß“, USA, 1962, John Ford) oder „Der Gehetzte der Sierra Madre“ (Italien/Spanien, 1966, Sergio Sollima). Kriegsfilme greifen immer wieder historische Konflikte auf – bis hin zu neueren Werken wie „Dunkirk“ (Großbritannien/USA/Frankreich/Niederlande, 2017, Christopher Nolan), „1917“ (USA, 2019, Sam Mendes) oder „Im Westen nichts Neues“ (Deutschland/USA/Großbritannien, 2022, Edward Berger) – zum letztgenannten Film hat Monika Weiß vertiefende Informationen in dem Artikel
Das Genre der Politsatire setzt auf starke Überzeichnung und Ironie, um politische Missstände offenzulegen. Das Themenspektrum erstreckt sich von der Nationalsozialismussatire „Der große Diktator“ (USA, 1940, Charlie Chaplin) über die Sex-Skandal-Komödie „Wag the Dog“ (dt. Titel: „Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt“, USA, 1997, Barry Levinson) bis hin zur Klimawandelparodie „Don’t Look Up“ (USA, 2021, Adam McKay).
Auch viel beachtete Filme wie „Parasite“ (Südkorea, 2019, Bong Joon-ho) oder „Triangle of Sadness“ (Schweden/Deutschland/Frankreich, 2022, Ruben Östlund) thematisieren soziale Ungleichheit und Machtverhältnisse mit einer Mischung aus schwarzem Humor, eskalierender Dramatik und gesellschaftlicher Zuspitzung.
Verheißung und Warnung: Utopie und Dystopie im Film
Das Motiv der Utopie, das auf Thomas Morus’ philosophische „Utopia“-Vision einer idealen Gesellschaft von 1516 zurückgeht, reicht filmisch vom Gegenwartskino bis zu frühen ideologischen Entwürfen. Im experimentellen Stummfilm „Man with a Movie Camera“ von 1929 führt der sowjetische Filmemacher Dziga Vertov alltägliche Aufnahmen aus Moskau, Kiew und Odessa zum Wunschbild einer idealen, revolutionären Gesellschaft zusammen. Eine neuere Utopie-Darstellung findet sich im Film „Good Bye, Lenin!“ (Deutschland, 2003, Wolfgang Becker). Die Tragikomödie verarbeitet ein zentrales Kapitel deutscher Geschichte, indem sie den politischen Umbruch der deutschen Wiedervereinigung in ein Erzählexperiment übersetzt. In diesem gaukelt der Protagonist Alex Kerner (Daniel Brühl) seiner aus dem Koma erwachten Mutter das Fortbestehen der DDR vor. Das Publikum lernt zu verstehen, dass es die utopische Idee der DDR nie real gegeben hat.
Quer durch die Kinogeschichte integrieren Filme utopische Motive. Meist liefern diese jedoch eine spannungsreiche Vorlage für dystopische Enthüllungen. Sei es die futuristische Idylle in „Logan’s Run“ (dt. Titel: „Flucht ins 23. Jahrhundert“, USA, 1976, Michael Anderson), die auf dreißig Lebensjahre beschränkt bleibt, sei es die Paradiesverheißung am Traumstrand von „The Beach“ (USA/Großbritannien, 2000, Danny Boyle), bei der eine diktatorisch geführte Kommune in einem gewaltsamen Konflikt ihr Ende findet, oder auch die scheinbar harmonische, an die 1950er-Jahre angelehnte Wüstengemeinschaft in „Don’t Worry Darling“ (USA, 2022, Olivia Wilde), die eigentlich auf eine Umkehrung von Frauenrechten abzielt. Das Kippen utopischer Modelle ins Gegenteil sensibilisiert das Publikum für das Hinterfragen oberflächlicher Verheißungen und schult ein kritisches politisches Bewusstsein. Populistische Fassaden können leichter entlarvt werden.
In der Filmgeschichte reicht auch die dystopische Erzählform zurück in die Stummfilmzeit. Damals rückte etwa der expressionistische Monumentalfilm „Metropolis“ anhand des Szenarios einer durchtechnisierten Klassengesellschaft die soziale Ungleichheit der Zeit ins Zentrum. Als Klassiker des dystopischen Kinos gelten außerdem die apokalyptische Action-Saga „Mad Max“ (Australien, 1979–2024, George Miller) sowie die beiden Überwachungsstaat-Visionen „Nineteen Eighty-Four“ (Großbritannien, 1984, Michael Radford) und „Brazil“ (Großbritannien, 1985, Terry Gilliam). Inzwischen sind Dystopien ein fester Bestandteil des Blockbuster-Kinos. Filme wie „Matrix“ (USA, 1999/2003/2021, The Wachowskis), „V for Vendetta“ (dt. Titel: „V wie Vendetta“, USA/Großbritannien/Deutschland, 2005, James McTeigue), „In Time“ (dt. Titel: „In Time – Deine Zeit läuft ab“, USA, 2011, Andrew Niccol), „Dune“ (USA, 2021/2024, Denis Villeneuve) oder „The Hunger Games“ (dt. Titel: „Tribute von Panem“, USA, 2012, Gary Ross; 2013/2014/2015/2023, Francis Lawrence) verknüpfen spektakuläre Bilder mit politischen Themen wie Überwachung, Ungleichheit, Machtmissbrauch oder Klimakrise. Dystopische Filme fungieren dabei als Projektionsflächen für gesellschaftliche Ängste und als Warnung vor möglichen Zukünften.
Politthriller: Spannung, Macht und Manipulation
Als besonders politische Gattung gilt der Politthriller. Er verknüpft eine in der realen Welt verankerte politische, wirtschaftliche und mediale Konstellation mit einem Spannungsbogen aus Action- und Verschwörungselementen. Während dieses Genre in der Zeit des Kalten Krieges mit Filmen wie „The Manchurian Candidate“ (dt. Titel: „Botschafter der Angst“, USA, 1962, John Frankenheimer) eine Hochzeit erlebt, bleibt es auch danach besonders im Hollywoodkino präsent – etwa mit „Enemy of the State“ (dt. Titel: „Der Staatsfeind Nr. 1“, USA, 1998, Tony Scott) oder „State of Play“ (dt. Titel: „State of Play – Stand der Dinge“, USA, 2009, Kevin Macdonald). In der Post-9/11-Ära erlebt der Politthriller eine neue Intensität mit Filmen wie „Zero Dark Thirty“ (USA, 2012, Kathryn Bigelow) oder der „Has Fallen“-Reihe (USA, 2013, Antoine Fuqua; USA/Großbritannien/Bulgarien, 2016, Babak Najafi; USA, 2019, Ric Roman Waugh). Ein aktuelles Beispiel ist der Thriller „Reality“ (USA, 2023, Tina Satter), der den realen Verhörmitschnitt der Whistleblowerin Reality Winner verfilmt. Die junge Geheimdienstmitarbeiterin hatte geheime Informationen über russische Einflussnahmen auf die US-Präsidentschaftswahl 2016 an die Presse weitergegeben. Der Film thematisiert dabei Fragen von staatlicher Überwachung, Informationsfreiheit und der Bedrohung demokratischer Prozesse durch Geheimhaltung.
Im deutschen Kino erreichte das Genre mit „Das Leben der Anderen“ (2006, Florian Henckel von Donnersmarck) einen besonderen Höhepunkt. Der international viel beachtete Politthriller reflektiert die rigide Überwachungspraxis des Staatssicherheitsdienstes in der DDR.
Im digitalen Raum werden solche Filme nicht nur rezipiert, sondern zunehmend auch kontextualisiert. Plattformen wie Externer Link: Letterboxd, ein soziales Netzwerk zum Austausch über Filme, ermöglichen es Nutzer*innen, Werke zu bewerten, zu kommentieren oder in thematischen Listen zu bündeln. Filme mit politischer oder popkultureller Relevanz tauchen hier häufig in neuen Zusammenhängen auf, was nicht nur individuelle Lesarten sichtbar macht, sondern auch dazu beiträgt, dass Klassiker wieder verstärkt in den Fokus rücken. Zudem zeigt die Plattform an, wo die Filme aktuell im Streaming verfügbar sind, was ihre Sichtbarkeit und Zugänglichkeit zusätzlich beeinflusst.
Filme als Zeitzeugen – Macht, Protest und Erinnerung
Über den Blick in die Vergangenheit kommentieren Filme aktuelle politische Entwicklungen. Nah dran am gegenwärtigen Politikbetrieb bewegen sich Filmbiografien (auch Biopics genannt) über das Leben einflussreicher Politiker*innen. Etwa zu folgenden drei US-Präsidenten erschienen Biopics: „W.“ (dt. Titel: „W. – Ein missverstandenes Leben“, USA, 2008, Oliver Stone) über den 43. Präsidenten George W. Bush und „Barry“ (USA, 2016, Vikram Gandhi) über seinen Nachfolger Barack Obama. Auch über Donald Trump gibt es eine kontroverse Filmbiografie – „The Apprentice“ von Ali Abbasi wurde noch vor Beginn des Wahlkampfs 2024 veröffentlicht.
Insgesamt lenken Historienfilme die Aufmerksamkeit auf gegenwärtige politische Missstände. Als Spiegel rassistischer Strömungen in den USA lässt sich der Film „Selma“ (USA, 2014, Ava DuVernay) verstehen. Der Film thematisiert die Bürgerrechtsbewegung der 1960er-Jahre und schildert den Selma-Montgomery-Marsch, der schließlich zur Verabschiedung des Voting Rights Act im Jahr 1965 führt, wodurch die Zuschauenden den Übergang von einer Beschränkung hin zu einer Gewährung von Grundrechten nachvollziehen können. Vor dem US-Wahlkampf im Herbst 2020 kritisiert das Drama „The Trial of the Chicago 7“ (USA, 2020, Aaron Sorkin) im Gerichtsverfahren gegen eine Gruppe von Vietnamkrieg-Demonstrant*innen gefährliche Tendenzen von staatlicher Repression gegenüber friedlichem Protest. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 reagierte das US-Kino mit einer Reihe von Verarbeitungsversuchen – etwa „United 93“ (dt. Titel: „Flug 93“, USA, 2006, Paul Greengrass), „World Trade Center“ (USA/Deutschland/Großbritannien, 2006, Oliver Stone) oder „Reign Over Me“ (dt. Titel: „Die Liebe in mir“, USA, 2007, Mike Binder). Eine noch differenziertere Auseinandersetzung mit 9/11 erfolgte allerdings in Serienformaten, wie der Artikel „
Auch andere zeithistorische Einschnitte fanden ihren filmischen Widerhall: Der Arabische Frühling bildet den Hintergrund für Filme wie „The Square“ (dt. Titel: „The Square – Der Platz“, Ägypten/USA, 2013, Jehane Noujaim), der den Protest auf dem Tahrir-Platz dokumentiert. Die Black-Lives-Matter-Bewegung und rassistische Polizeigewalt in den USA sind Thema in „Till“ (dt. Titel: „Till – Kampf um die Wahrheit“, USA, 2022, Chinonye Chukwu) oder „Queen & Slim“ (USA, 2019, Melina Matsoukas). Die Migrationsbewegungen seit 2015 werden unter anderem in „Styx“ (Deutschland/Österreich, 2018, Wolfgang Fischer), „Mediterranea“ (Italien/Frankreich/Deutschland/USA/Katar, 2015, Jonas Carpignano) oder „Flee“ (Dänemark/Frankreich/Schweden/Norwegen, 2021, Jonas Poher Rasmussen) aufgegriffen.
Auch die Proteste gegen autoritäre Regime finden filmischen Ausdruck: „No Bears“ (Iran, 2022, Jafar Panahi) thematisiert Überwachung und Repression in der Islamischen Republik, während „Welcome to Chechnya“ (USA, 2020, David France) die Gewalt gegen LGBTIQ*-Menschen in der russischen Teilrepublik dokumentiert. Die Corona-Pandemie findet in „The Bubble“ (USA, 2022, Judd Apatow) satirischen Ausdruck und der russische Angriffskrieg auf die Ukraine wird bereits in dokumentarischen Produktionen wie „20 Tage in Mariupol“ (Ukraine/USA, 2023, Mstyslav Chernov) reflektiert. Ein weiteres Beispiel für politisches Dokumentarfilmschaffen ist „No Other Land“ (Palästina/Norwegen, 2024, Basel Adra, Hamdan Ballal, Yuval Abraham, Rachel Szor), das von der Lage im Westjordanland erzählt. Diese filmischen Reaktionen auf globale Krisen zeigen, wie politisches Kino weltweit Formen des Erinnerns und Begreifens schafft.
Ob dokumentarisch oder fiktional erzählt: Filme reagieren auf gesellschaftliche Umbrüche, verarbeiten kollektive Erfahrungen und verhandeln Machtverhältnisse, soziale Konflikte und Vorstellungen von Gerechtigkeit über symbolische Bildsprache, dramatische Zuspitzungen oder biografische Erzählformen. Ob als Thriller, Satire oder Historienfilm, Bezüge zur Gegenwart sind häufig präsent, selbst wenn die Handlung in der Vergangenheit oder in fiktiven Welten angesiedelt ist. Diese filmischen Erzählräume eröffnen Möglichkeiten zur politischen Reflexion – im Kino, im Unterricht und im digitalen Raum. Denn im Streaming-Zeitalter, in dem Filme dauerhaft verfügbar und jederzeit abrufbar sind, verändert sich auch ihr pädagogisches Potenzial. Zugleich sind sie jedoch nicht automatisch zugänglicher, da viele Inhalte auf geschlossenen Bezahlplattformen liegen, die sich zunehmend differenzieren. Mehr Information zum Videostreaming-Markt gibt es in