Virtuelle Influencer erscheinen immer wieder in den Feeds, oft ohne KI-Kennzeichnung. Dabei gibt es die Personen der Profile gar nicht. Die entsprechenden Social-Media-Accounts werden teilweise von Einzelpersonen betrieben.
Die einen posten synthetische Urlaubs-, Gym- und Produktfotos und verdienen über Werbeanzeigen Geld. Die anderen verbreiten sexualisierte Inhalte und verweisen auf Drittplattformen wie Patreon oder OnlyFans, wo ihre Inhalte hinter einer Bezahlschranke liegen.
Virtuelle und „KI-Influencer“ sind oft schwer zu erkennen:
Nicht bei allen Accounts wird klar gekennzeichnet, dass es sich nicht um einen Menschen handelt.
Teilweise werden in der Bio schwammige Bezeichnungen genutzt, z. B. „Kunstprojekt“ oder „Roboter“.
Irreführend ist, dass die virtuellen Influencerinnen und Influencer teilweise sogar mit einem blauem Haken verifiziert sind.
Beispiel „Larissa Wagt“
Der Account postete bis Mai 2025 KI-generierte Porträtfotos, immer wieder kombiniert mit politischen Bildunterschriften, die teilweise rechtspopulistische Narrative bedienten. Auch ein Lied mit dem Titel „Remigration“ wurde veröffentlicht. Der Account „Larissa Wagt“ gibt sich in der Bio auch als KI-generiert zu erkennen. Die Beiträge sind zudem mit der KI-Info von Meta markiert.
Aber ein Blick in die Kommentarspalte zeigt, dass ein Teil der Kommentatoren das nicht erkennt oder erkennen möchte. Wer den Account betreibt, ist nicht bekannt. Mehrere Beiträge legen eine Nähe des Accounts zum Compact-Magazin nahe. Darin tritt „Larissa“ als Praktikantin auf.