Die Google-Suche liefert mehr KI-generierte Antworten und weniger Links. Lizenz: cc by-sa/4.0/deed.de
Die Google-Suche liefert mehr KI-generierte Antworten und weniger Links. Lizenz: cc by-sa/4.0/deed.de
Manche sehen in der KI-Offensive von Google das Ende des Internets, wie wir es kennen, andere lediglich eine Anpassung an die Bedürfnisse der Nutzenden. "Google Zero" bezeichnet das Phänomen, dass die Aufrufe von Websites seit der Einführung KI-generierter Zusammenfassungen bei der Suchmaschine zurückgegangen sind. Die funktioniert nicht mehr nur als Einstiegstor ins Internet per Linkliste, sondern beantwortet die Fragen der Nutzenden gleich selbst. So halten sie sich länger bei Google auf und haben einen geringeren Anreiz, die Originalquelle zu besuchen.
Kritik an der geplanten Änderung
Urheberrecht und Vergütung: Medienschaffende kritisieren, dass ihre Arbeit genutzt wird, ohne dass sie dafür vergütet werden.
Medienvielfalt: Wer eine Website betreibt, ist oftmals auf Klicks angewiesen, zum Beispiel, um sich über Werbung oder Abos zu finanzieren. Bleiben diese aus, könnten Medienanbieter ihre Angebote einstellen müssen oder auf Bezahlschranken setzen. Damit gäbe es weniger frei verfügbare Inhalte.
Intransparenz und Halluzinationen: Es ist unklar, warum die KI-Systeme welche Quellen nutzen. Ihre Antworten sind zudem häufig nicht korrekt.
Wer ist für Falschinformationen verantwortlich?
Bisher galt: Suchmaschinen haften laut Digital Services Act nicht für verlinkte Fremdinhalte (das sogenannte Haftungsprivileg).
Das neue Urteil: Das Landgericht München hat nun entschieden, dass KI-Zusammenfassungen als eigener Content gelten. Google wurde wegen falscher Behauptungen über einen Verlag verurteilt, auch wenn das Urteil noch nicht rechtskräftig ist.
Unterrichtsimpulse zu Google Zero
Reflexion: Wie nutzen Schülerinnen und Schüler Suchmaschinen? Welche Rolle spielen dabei die KI-generierten Antworten?
Diskussion: Welche gesellschaftlichen und demokratischen Implikationen hat die Änderung?
Recherche: Welche politischen Maßnahmen gibt es, um den Herausforderungen zu begegnen und die Medienvielfalt zu sichern?