Im Fediverse gibt es keine Werbung und Datenschutz wird großgeschrieben. Außerdem ist es möglich, eigene Plattformen zu erstellen – zum Beispiel zum Austausch im Kollegium. Unter Hashtags wie "#FediLZ", "#Bildung" oder "#OER" kann man sich bereits gewachsenen Bildungscommunities anschließen.
Social Media ohne Algorithmus
Netzwerke ohne Algorithmen gibt es im Fediverse. Lizenz: cc by-sa/4.0/deed.de
Netzwerke ohne Algorithmen gibt es im Fediverse. Lizenz: cc by-sa/4.0/deed.de
Die bekanntesten Netzwerke sind Mastodon wie X für Mikroblogging, PeerTube wie YouTube für Videos, Pixelfed wie Pinterest für Fotos und Friendica wie Facebook als soziales Netzwerk. Das Besondere am Fediverse: Es gibt keine Algorithmen.
Auf Social Media werden oft polarisierende und emotionalisierende Beiträge vom Plattform-Algorithmus bevorzugt ausgespielt. Im Fediverse findet keine Priorisierung statt. Beiträge werden, wie am Anfang der sozialen Netzwerke, chronologisch angezeigt. Dadurch dass es keine Algorithmen gibt, ist eine größere Eigeninitiative gefragt. Mitglieder müssen Accounts erst aktiv folgen und sich mit den Plattformen bekannt machen, bevor sie sie richtig nutzen können. Auch Reichweite entsteht langsamer als auf kommerziellen Plattformen.
Chancen für die politische Bildung
Rüdiger Fries ist Bildungsreferent bei der Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes und Verwalter der Mastodon-Instanz bildung.social. Für ihn ist das Fediverse ein "pluraler, offener Kommunikationsraum", der konstruktive Diskussionen und eine sachliche politische Auseinandersetzung fördert.
In seinem
Das Fediverse für Lehrkräfte
Artikel: Externer Link: "Das Fediverse als Lerntool" von Nele Hirsch
Die Bildungswissenschaftlerin fasst die Vorteile des Fediverse für die Bildungscommunity zusammen.Hashtag: #FediLZ
Unter "#FediLZ", kurz für Fediverse Lehrerzimmer, kann man sich mit Kolleginnen und Kollegen austauschen - wie in einem digitalen Lehrerzimmer.Server: Externer Link: Bildung.social
Bildung.social ist ein Server auf Mastodon "für alle, die gerne über Bildung unter den Bedingungen der digitalen Transformation diskutieren oder gemeinsam Projekte entwickeln wollen."