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Extremismus im Gaming | Ausgewählte Beiträge von Instagram | bpb.de

Extremismus im Gaming Werkstatt recherchiert

/ 2 Minuten zu lesen

Wenn Gaming-Plattformen ihre Richtlinien nicht selbst durchsetzen, kommen häufig unbezahlte Moderatorinnen und Moderatoren zum Einsatz. Welche Rolle spielt ehrenamtliches Community-Management im Gaming?

Ehrenamtliches Community-Management unterstützt demokratische Werte. (© RDNE Stock project / Pexels)

Auf Gaming-Plattformen wie Roblox, Steam, Discord oder Twitch versuchen auch extremistische Akteure Foren und Chats als Agitationsfläche zu nutzen – eine laute Minderheit in der Gaming-Szene. Wenn die Plattformen ihre eigenen Richtlinien nicht durchsetzen, kann aktives Community-Management genau dort ansetzen, um demokratische Werte im digitalen Alltag zu verteidigen und Schutzräume zu schaffen. Das Externer Link: Community Support Network und der Externer Link: Good Gaming Support bieten dabei Unterstützung an.

Das Community Support Network

Laut der Stiftung Digitale Spielkultur entstehen resiliente Online-Communitys nicht von selbst. Sie benötigten engagierte Moderierende, die demokratische Werte im digitalen Alltag etablieren. Community-Management sei ein junges, oft ehrenamtliches Feld. Dessen Verantwortung für sichere, demokratische Räume sowie der hohe zeitliche und emotionale Druck würden von den Moderierenden jedoch häufig unterschätzt.

Zitat

Unabhängig von der konkreten Plattform sind Gaming-Communites Räume, in denen Millionen Menschen Orientierung und Sozialisierung erfahren. […] Dieser Grundgedanke von Community Management als moderne, gelebte demokratische Praxis ist lange zu kurz gekommen.

Nandita Wegehaupt Stiftung Digitale Spielekultur

Um digitale Räume resilienter zu machen, bietet das Community Support Network der Stiftung Digitale Spielekultur eine Workshop-Reihe, Coachings, Austauschkanäle sowie Bildungsmaterialien für Moderierende an.

Der Good Gaming Support

Extremistinnen und Extremisten machten zwar nur einen kleinen Teil der Gamerinnen und Gamer aus, nutzten jedoch laut Mick Prinz von der Amadeu Antonio Stiftung unmoderierte Orte und das Ausbleiben von Gegenrede gezielt aus, um den Ton anzugeben. Wo Plattformbetreiber ihre eigenen Guidelines nicht konsequent durchsetzten, schützten teilweise freiwillige Moderatorinnen und Moderatoren auf Twitch oder Discord die Userinnen und User vor Menschenfeindlichkeit.

Zitat

Gerade wenn große Plattformen wenig moderieren und eigene Guidelines nicht umsetzen, sind es die Community-Managerinnen und -Manager, die gegen Hass und Diskriminierung einstehen! […] Meist ohne Bezahlung und völlig freiwillig übernehmen sie die Aufgabe, die Plattformen nicht priorisieren.

Mick Prinz Amadeu Antonio Stiftung

Pädagoginnen und Pädagogen sowie Communities benötigten konkrete Beratung, wie man sich gegen Hass wehre und für diskriminierungsarme Kommunikation sorge – hier setze das Beratungsprojekt Good Gaming Support der Amadeu Antonio Stiftung an.

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