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Smarter ohne Smartphone?

Smarter ohne Smartphone? Checkpoint bpb - die Montagsgespräche vom 12.02.2018

Wie verändert die zunehmende Digitalisierung des Alltags unsere Gesellschaft, uns persönlich und welche Auswirkung hat sie auf unsere Gesundheit? Hier der Audio Mitschnitt einer Veranstaltung aus der Reihe "Checkpoint bpb - die Montagsgespräche" aus Februar 2018.

Inhalt

Vor kurzem haben sich besorgte Eltern in einem offenen Brief an Apple gewendet: sie forderten den Konzern dazu auf, sein Smartphone derart umzurüsten, dass Eltern die iPhone-Nutzung ihrer Kinder stärker kontrollieren könnten. Auch solle Apple mehr Mittel in Studien investieren, die sich mit dem Suchtpotenzial und anderen Nebenwirkungen der Smartphone-Nutzung beschäftigten. Die Besorgnis dieser Eltern kommt nicht von ungefähr und spiegelt wider, welche Auswirkungen des digitalen Überkonsums die Eltern auf ihre Kinder befürchten. Gleichzeitig müssen sie den Spagat zwischen Überkonsum und dem Abgehängtsein ihrer Kinder in digitalen Fähigkeiten bewältigen.

In Deutschland sind nach einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung immer mehr Jugendliche onlinesüchtig. Die Zahl hat sich binnen vier Jahren nahezu verdoppelt. Fast 300.000 Jugendliche und junge Erwachsene sind demnach abhängig von der Internetnutzung. Aber das Suchtpotenzial ist bekanntlich nicht nur für Kinder und Jugendliche allgegenwärtig. Das Phänomen ist in allen Altersschichten verbreitet und die gesamte Gesellschaft verändert sich durch die neue digitale Dauerverfügbarkeit. Stress und sozialer Druck sind nur einige der Auswirkungen dieser Entwicklung.

Was macht das Smartphone mit unserem Gehirn? Wie verändert es unser soziales Verhalten? Welche Rolle spielen digitale Medien in der Lebenswelt von Jugendlichen und Kindern? Wie verändert die Nutzung unsere Gesellschaft, unser Wesen, welche Kontrolle hat das Smartphone über unser Leben?

Diese und andere Fragen wollen wir mit Expertinnen und Experten und Ihnen diskutieren und herausfinden was die zunehmende Digitalisierung unseres Lebens durch Smartphones und soziale Medien überhaupt bedeutet.

Am 12. Februar 2018 diskutierten dazu bei Checkpoint bpb - die Montagsgespräche Dr. Claudia Lampert, Senior Postdoc Mediensozialisation & Gesundheitskommunikation am Hans Bredow Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg, Franca Parianen-Lesemann, Neurowissenschaftlerin am Helmholtz Institut der Utrecht University und Peter Lang, Peter Lang, Abteilungsleiter themen- und zielgruppenspezifische gesundheitliche Aufklärung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Moderiert wurde das Podium von Dr. Cornelius Adebahr.

Mehr Informationen

  • Redaktion: Sibel Özdemir (bpb)

  • Tonaufnahme: Oleg W. Stepanov

  • Produktion: 12.02.2018

  • Spieldauer: 117 Min.

  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung

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