Meine Merkliste Geteilte Merkliste

Interview mit Tunç Okan über seinen Film "Otobüs"

Interview mit Tunç Okan über seinen Film "Otobüs"

von: Tilman Baumgärtel

Der türkischstämmige Regisseur Tunç Okan berichtet von der Entstehung seines in Deutschland gedrehten Films "Otobüs", der Zusammenarbeit mit Laiendarsteller/-innen und den Reaktionen auf seinen Film.

Inhalt

Das Interview mit Tunç Okan entstand anlässlich der Retrospektive In deutscher Gesellschaft. Passagen-Werke ausländischer Filmemacher*innen 1962-1992 in Zusammenarbeit mit dem Zeughauskino / Deutsches Historisches Museum. Kuratoren der Filmreihe waren Tilman Baumgärtel und Tobias Hering.

In "Otobüs" fährt ein Schleuser eine Gruppe von illegalen Arbeitsmigranten im titelgebenden Autobus aus der Türkei nach Stockholm und lässt sie mitten in der Innenstadt ohne Geld und ohne Pässe sitzen. Während der Schleuser in Hamburg auf der Reeperbahn mit Prostituierten seinen Lohn verprasst, warten seine Passagiere geduldig auf seine Rückkehr. Der Hunger zwingt sie schließlich, den Bus zu verlassen. Was als Komödie beginnt, führt zu immer schrecklicheren und schließlich komplett surrealen Begegnungen mit dem ihnen unbekannten Land. Die Odyssee der türkischen Arbeiter endet mit geplatzten Träumen und dem Verlust aller Mittel. Regisseur Tunç Okan arbeitet hauptberuflich als Kieferchirurg und hat die meisten seiner Filme selbst produziert und finanziert.

Mehr Informationen

  • Kamera und Schnitt: Oleg W. Stepanov, Redaktion: Katrin Willmann und Eva Flügel

  • Produktion: September 2018

  • Spieldauer: 8 Min.

  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung

Lizenzhinweise

Dieser Text und Medieninhalt sind unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 3.0 DE - Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland" veröffentlicht. Autor/-in: Tilman Baumgärtel für bpb.de

Sie dürfen den Text unter Nennung der Lizenz CC BY-NC-ND 3.0 DE und des/der Autors/-in teilen.

Dossier zur Thematik

Dossier

In deutscher Gesellschaft

Das Dossier gibt ein Bild davon, wie Filmemacher*innen in der Vergangenheit die Perspektive des "Gastes" eingenommen und ihre Erfahrungen mit Deutschland, Ost und West, filmisch umgesetzt haben.