Organisation der Erdöl exportierenden Länder (OPEC)

[engl.: Organization of Petroleum Exporting Countries] Die OPEC wurde 1960 vom Iran, Irak, von Kuwait, Saudi-Arabien und Venezuela mit dem Ziel gegründet, höhere Gewinne für die erdölexportierenden Länder sowie eine Stabilisierung der Preise auf hohem Niveau für Rohöl zu erreichen (Sitz seit 1965 Wien). Weitere Beitrittsländer: Katar (1961), Indonesien (1962–2008, 2015–2016), Libyen (1962), Abu Dhabi (1967/seit 1974 Vereinigte Arabische Emirate), Algerien (1969), Nigeria (1971), Ecuador (1973, von 1992–2007 suspendiert), Gabun (1973–1995, Wiedereintritt 2016), Angola (2007) und Äquatorialguinea (2017).

Die OPEC galt als erfolgreiches Rohstoffkartell. Gründe für den abnehmenden Einfluss sind a) das größere Erdölangebot aus Nicht-OPEC-Staaten, b) die nationalen und z. T. kriegerischen Spannungen zwischen den OPEC-Mitgliedern und c) die abnehmende Ölabhängigkeit der Industriestaaten (Zunahme alternativer Energiequellen, z. B. erneuerbarer Energien).

Siehe auch:
Erneuerbare Energien
Kartell

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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