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Parlamentarismus

1) P. bezeichnet eine Herrschaftsordnung, in deren Zentrum ein vom Volk gewähltes Parlament (Volksvertretung) steht, das über wesentliche Zuständigkeiten im politischen Entscheidungsprozess verfügt, insb. a) für die Gesetzgebung zuständig ist ( gesetzgebende Gewalt), b) über Einnahmen und Ausgaben des Staates gesetzlich verfügt (Budgetrecht) und c) die Auswahl und Kontrolle der Regierung besorgt.

2) P. bezeichnet historisch eine Bewegung, die sich für die Durchsetzung der Bürgerrechte und die Ausweitung der Souveränität des Volks im Rahmen einer Volksvertretung gegenüber dem (absoluten oder feudalen) Herrscher einsetzte.

Siehe auch:
Parlament
Gesetzgebende Gewalt
Staat
Regierung
Bürgerrechte
Souveränität

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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