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Die drei Sektoren der beruflichen Bildung

Die drei Sektoren der beruflichen Bildung werden in ihren Abläufen, Besonderheiten und Funktionen vorgestellt und erklärt. In der Mehrzahl der Länder Europas ist der Lernort berufsbildende Schule als das öffentlich-rechtlich standardisierte Angebot der Berufsausbildung am häufigsten verbreitet. In Deutschland gibt es die erfolgreiche und beliebte duale Berufsausbildung, eine Kombination aus betrieblichem und schulischem Lernort. Des weiteren gibt es auch Schulberufssysteme wie zum Beispiel Berufsfachschulen und das Übergangssystem, welches in den vergangenen drei Jahrzehnten an Bedeutung gewann.

Lehrwerkstadt der GLW in Siegburg

Die drei Sektoren der beruflichen Bildung – Einleitung

Traditionell dominiert in der Mehrzahl der Länder Europas der Lernort Berufsbildende Schule das öffentlich-rechtlich standardisierte Angebot der Berufsausbildung. In Deutschland ist es die duale Berufsausbildung, eine Kombination aus betrieblichem und schulischem Lernort. Daneben entwickelte sich auch ein Schulberufssystem, in dem Berufsfachschulen eigenständig Ausbildungsgänge anbieten und durchführen. Als dritte Säule der Berufsausbildung kann das Übergangssystem genannt werden, das in den vergangenen drei Jahrzehnten an Bedeutung gewann.

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Schreinerwerkstatt der Don-Bosco-Berufsschule in Würzburg. Die Don-Bosco-Berufsschule unterrichtet Berufsschüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf und bietet dafür maßgeschneiderte Stundenpläne.

Kathrin Schultheis, Stefan Sell

Die drei Sektoren der beruflichen Bildung – Duales System

Das duale System ist das gefragteste Modell der Berufsausbildung. Im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule werden den Auszubildenden Kenntnisse vermittelt. Sie stehen dabei in einem vertraglich geregelten Ausbildungsverhältnis und werden in einem Beruf ausgebildet, der ebenfalls vertraglich festgelegt ist. Die Ausbildungsinhalte sind bundesweit einheitlich. Jährlich werden in Deutschland über eine halbe Million junge Menschen in dualen Ausbildungsverhältnissen ausgebildet.

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Hebammenausbildung in der Medizinischen Berufsfachschule an der Universität Leipzig

Die drei Sektoren der beruflichen Bildung – Schulberufssystem

Das Schulberufssystem bietet eine Vielzahl von überwiegend theoretisch ausgerichteten Ausbildungsgängen an. Während der Berufsausbildung sind die Schülerinnen und Schüler nicht vertraglich an Ausbildungsbetriebe gebunden, sie erhalten daher auch keine Ausbildungsvergütung. Praktische Ausbildungsinhalte werden in schuleigenen Praxislabors oder im Rahmen von Praktika in Betrieben vermittelt. Einige Ausbildungsberufe können ausschließlich im Schulberufssystem erlernt werden, andere werden aber auch parallel zu den Angeboten des dualen Systems durchgeführt. Die schulische Berufsausbildung unterliegt landesrechtlichen Bestimmungen und ist daher nur in Teilbereichen bundesweit einheitlich organisiert.

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Arbeitslose Jugendliche lernen in berufsbildenden Maßnahmen, wie hier im Ökologischen Bildungszentrum Lasker Höfe,  wichtiges Know-How für die Zukunft. Foto: AP

Kathrin Schultheis, Stefan Sell

Die drei Sektoren der beruflichen Bildung – Übergangssystem

Unter dem Begriff des Übergangssystems werden Bildungsgänge zusammengefasst, die zu keinem berufsqualifizierenden Abschluss führen, sondern auf eine Chancenverbesserung der Teilnehmenden ausgerichtet sind: Sie sollen nach erfolgreicher Beendigung des Ausbildungsganges bessere Chancen zur Aufnahme einer dualen oder schulischen Berufsausbildung haben.

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