Dsa Bild zeigt ein Hinweisschild an einem abgesperrten Düsseldorfer Spielplatz mit der Aufschrift "gesund bleiben". Wegen der Verbreitung des Corona-Virus sind Bürgerinnen und Bürger bis auf weiteres aufgefordert Sozialkontakte zu meiden.

9.7.2020

Die Corona-Krise und ihre Folgen

Ausgewählte Links aus der Sicherheitspolitischen Presseschau

Links vom 29.06.2020

"Europe’s pandemic politics: How the virus has changed the public’s worldview"

Ivan Krastev und Mark Leonard haben in diesem Policy Brief die Auswirkungen der Coronakrise auf die politischen Anschauungen der europäischen Öffentlichkeit analysiert. In der Zusammenfassung stellen sie fest: "As covid-19 raged, speculation grew that the crisis would restrengthen public support for the state; faith in experts; and both pro- and anti-Europeanism. New research reveals these all to be illusions. Instead, the crisis has revolutionised citizens’ perceptions of global order – scrambling the distinctions between nationalism and globalism. One group – the DIYers – sees a nineteenth-century world of every nation for itself; the New Cold Warriors hear echoes of the twentieth century and look to Trump’s America to defend them from China; the Strategic Sovereigntists foresee a twenty-first-century world of blocs and regions. This last group are the largest and represent a new form of pro-European who believe Europe will need to support its own sovereignty through joint foreign policy, control of external borders, and relocalised production. This moment represents a new opportunity for European cooperation – but the continent’s leaders must make the case carefully to avoid provoking a backlash of reintensfied Euroscepticism. Rather than a 'Hamilton moment' of proto-federalisation, we are instead living through a 'Milward moment' of strong nation state identities searching for protection in a dangerous world." (European Council on Foreign Relations vom 24.06.2020) https://kurz.bpb.de/p33

"Ein Staat, dem die Bürger nicht mehr vertrauen, ist am Ende – nähern wir uns diesem Zustand?"

Thomas Sören Hoffmann empfiehlt eine Beschäftigung mit dem deutschen Philosophen Hegel, um eine Entfremdung zwischen Bürger und Staat, wie sie sich zum Teil in der Coronakrise offenbart habe, verstehen zu lernen. "Das eigentliche, vielleicht das historische Problem des Corona-Jahrs 2020, auf das uns Hegel aufmerksam machen kann, liegt (...) in der Frage: Inwieweit waren die aus sanitären Gründen in vielen Ländern verfügten Aufhebungen der Grundrechte bzw. der Möglichkeit ihres Gebrauchs wirklich durch die Rechtsvernunft selbst gedeckt, inwieweit waren sie das nicht, also arbiträr? Inwieweit ging es – kurz gesagt – um das Recht selbst, inwieweit um etwas anderes? Wenn aber um etwas anderes: Was war dieses andere? Und war es mit dem Zutrauen, aus dem alle Staatlichkeit lebt, vereinbar?" (Neue Zürcher Zeitung vom 29.06.2020) https://kurz.bpb.de/p3g


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