30 Jahre Deutsche Einheit Mehr erfahren
bpb-Publikationen

Schriftenreihe (Bd. 10557)

Dekoloniale Rechtskritik und Rechtspraxis

Dekoloniale Rechtskritik und Rechtspraxis

Die Entwicklung des internationalen Rechts ist eng mit der Annexion außereuropäischer Gebiete verknüpft – und damit auch mit der systematischen Unterdrückung und Entrechtung der dort lebenden Menschen. Karina Theurer und Wolfgang Kaleck verbinden in ihrem Band theoretische Ansätze mit der Praxis.

4,50 € zzgl. Versandkosten (ab 1 kg Versandgewicht)
Achtung! Verlängerung der Lieferzeiten
Aufgrund eines erhöhten Bestellaufkommens verzögern sich die Bearbeitungszeiten um ca. 2-3 Werktage.
Lieferzeit in Deutschland: ca. 1 bis 7 Werktage (Details)
Lieferzeit ins Ausland: ca. 5 bis 63 Werktage (Details)

   in den Warenkorb

Inhalt

Die Entwicklung des internationalen Rechts ist eng mit der Annexion außereuropäischer Gebiete verknüpft – und damit auch mit der systematischen Unterdrückung und Entrechtung der dort lebenden Menschen. Bis heute, so Wolfgang Kaleck und Karina Theurer, seien koloniale Machtstrukturen im Recht enthalten und legitimierten dadurch auch gegenwärtige Situationen von Ausbeutung und Ungleichheit. Kaleck und Theurer verbinden in ihrem Band theoretische Ansätze mit der Praxis und beziehen auch die Perspektiven von Aktivistinnen und Anwälten ein. Deutlich wird: Gewalt und Willkür der Kolonialisierung wurde seit dem 16. Jahrhundert im internationalen Recht formell legitimiert und dadurch als Unrecht "unsichtbar". Eine Aufarbeitung der Kolonialvergangenheit und das Sichtbarmachen der rassistischen Spuren, die diese im Recht hinterlassen hat, sei für eine langfristige Dekolonialisierung des Rechts daher dringend notwendig.



Herausgeber: Karina Theurer / Wolfgang Kaleck, Seiten: 374, Erscheinungsdatum: 02.11.2020, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10557