Inhaltsbeschreibung
Geburt, Krankheit oder Tod werfen grundsätzliche Fragen auf. Oft sind diese zugleich emotional herausfordernd und ethisch heikel. Dies gilt umso mehr, als der medizinische Fortschritt Behandlungsmöglichkeiten verändert, ethische Prinzipien berührt und damit in bestimmten Lebenslagen Entscheidungen erschweren kann. Welche Mittel etwa können und dürfen genutzt werden, um Menschen den Wunsch nach einem Kind zu erfüllen, und welche Entscheidungsfreiheit darf werdenden Eltern – zum Beispiel bei absehbaren Behinderungen des Kindes – eingeräumt werden? Welche neuen Chancen und Risiken bringen die Diagnose- und Therapiemöglichkeiten von Anwendungen der Künstlichen Intelligenz mit sich? Vor welche medizinischen und ethischen Fragen stellen uns unheilbare Krankheiten – sowohl bei Menschen, die selbst über ihre Behandlung und ihr Lebensende bestimmen können und wollen, aber auch bei denjenigen, bei denen es ohne jedes familiäre Umfeld zu handeln gilt? Welche Rolle können und sollen Ärztinnen und Ärzte, Pflegende und Angehörige in solchen Lagen einnehmen?
Die Medizinerin und Medizinethikerin Alena Buyx schildert an vielen Beispielen, wie unvermittelt und drängend derlei Situationen über uns hereinbrechen und einen Umgang damit erzwingen können und wie schwierig etwa die Abwägung für oder gegen eine Therapie sein kann. Sie wirbt dafür, sich frühzeitig, informiert und bewusst mit den eigenen Vorstellungen darüber auseinanderzusetzen, wie eine medizinisch wie ethisch gute Behandlung und Begleitung gewährleistet werden soll, wenn das eigene Leben oder das unserer Angehörigen durch Krankheit bedroht ist oder zu Ende geht.