Meine Merkliste Geteilte Merkliste

Editorial

Europawahl 2014 Editorial Warum ich dieses Mal wählen gehe Europa braucht einen neuen Traum Rechtsaußen, die Große Rezession und die Europawahlen 2014 Europäische Großbaustellen Was für die EU auf dem Spiel steht Demokratie durch Kritik: Wider die EU-Skepsis #EP2014: Europawahlkampf im Netz Majdan: Die andere Europawahl?

Editorial

Johannes Piepenbrink

/ 2 Minuten zu lesen

Vom 22. bis 25. Mai 2014 sind die Bürgerinnen und Bürger der 28 EU-Länder aufgerufen, ein neues Europäisches Parlament zu wählen. Das diesjährige Votum ist aus mehreren Gründen besonders spannend, hat Europa seit der Wahl 2009 doch ereignisreiche Jahre erlebt. Insbesondere die Maßnahmen zur Bekämpfung andauernder Finanz-, Wirtschafts-, Währungs- und Schuldenkrisen haben den Zusammenhalt der EU und die Solidarität ihrer Mitglieder auf eine harte Probe gestellt.

Die Krisen scheinen insbesondere denjenigen Kräften in die Karten gespielt zu haben, die der Union und ihrer Erweiterung oder Vertiefung sowie der gemeinsamen Währung ohnehin skeptisch gegenüberstehen. Ob sich der Zuwachs an medialer Aufmerksamkeit für Populisten und Euroskeptiker auch spürbar im Wahlergebnis widerspiegeln wird, hängt nicht zuletzt von der Wahlbeteiligung ab, die bei Europawahlen traditionell gering ausfällt. Die jüngst beschlossene Beseitigung der Dreiprozenthürde durch das Bundesverfassungsgericht dürfte jedoch manche Anhängerin und manchen Anhänger kleinerer Parteien zusätzlich motivieren, zur Wahl zu gehen – was wiederum die größeren Parteien, die erstmals mit europäischen Spitzenkandidaten antreten, zu einem engagierten Wahlkampf ermuntern sollte. Denn mit Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags wird der Wahlausgang erstmals auch für die Nachfolge des Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso entscheidende Bedeutung haben.

Während sich viele Bürgerinnen und Bürger kaum für die Europawahl begeistern können, wurde vor den Toren der EU eine wichtige Wahl erkämpft: Zeitgleich mit der Europawahl soll in der Ukraine am 25. Mai ein neuer Präsident gewählt werden. Die dortigen Ereignisse zeigen aufs Neue, dass freiheitlich-demokratische Verhältnisse keine naturgegebenen Selbstverständlichkeiten sind.

Weitere Inhalte

Europawahl

Sitzverteilung im Europäischen Parlament 2014

Bei der Europawahl 2014 erlangte die Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten) 221 der insgesamt 751 Sitze im EU-Parlament. Die Progressive Allianz der Sozialdemokratien erhielt 191…

Europawahl

Stimmengewichtung und Sitzverteilung in den Ländern

Die Anzahl der Abgeordneten eines EU-Mitgliedslands im Europäischen Parlament (EP) ist nicht direkt proportional zu seiner Bevölkerungsgröße. "Degressiv proportionale Repräsentation" heißt die…

Europawahlen

Solidarunion auf Weltniveau?

Die Europäische Union (EU) wird sich in den nächsten Jahren großen Herausforderungen stellen müssen. Besonders drängt das Management der verschiedenen Krisen, seien es Finanzen, Flüchtlinge oder…

Europawahlen

Geschichte der Europawahlen

Seit 1952 gibt es eine parlamentarische Versammlung auf europäischer Ebene, seit 1979 wird diese direkt von den EU-Bürgern gewählt. Nicht nur für die Wähler bedeutete dies ein Umdenken, sondern…

Europawahlen

Die Finanzierung des Europawahlkampfs

Ein Europa, viele Nationalstaaten – auch mit Blick auf die Finanzierung des Europawahlkampfes zeigt sich, dass die Finanzvorschriften von Land zu Land sehr unterschiedlich geregelt sind. Prinzipiell…

Europawahlen

Wie wählt Europa 2019?

In allen Mitgliedsländern werden die Abgeordneten des Europaparlaments nach Verhältniswahl gewählt. Doch die Ausgestaltung der Wahl ist in den Ländern verschieden, etwa hinsichtlich der…