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Die Geschichte der FIFA-Fußballweltmeisterschaft

Fußball-WM Editorial Ein Land sieht rund – Essay Die Geschichte der FIFA-Fußballweltmeisterschaft Fußball und Völkerverständigung Fußball in der DDR Fußball unterm Hakenkreuz

Die Geschichte der FIFA-Fußballweltmeisterschaft

Dietrich Schulze-Marmeling

/ 20 Minuten zu lesen

Fußball ist die globalste aller Sportarten. Vergabe und Austragung des Turniers sind längst ein Politikum. Für das Austragungsland ist die WM von der Vergabe bis zum Abpfiff ein Schaufenster.

Einleitung

Fußball ist heute die globalste aller Sportarten, und auch die frühen Fußballnetzwerke zeigten bereits transnationalen Charakter. Viele der Fußballpioniere - Missionare und Vereinsgründer - waren Migranten: Zuerst sind natürlich die britischen Studenten, Kaufleute, Verwaltungsbeamte und Ingenieure zu nennen, die sich auf dem Kontinent oder in Südamerika für das Spiel engagierten. Fußball war Britanniens erfolgreichstes und dauerhaftestes Exportprodukt, doch viele der Klubs, die dank der Initiative von Briten, zumeist Engländern ins Leben gerufen wurden, waren multikulturelle Veranstaltungen, zu denen sich nicht nur britische Migranten einfanden.


Eine bedeutende Rolle bei der Verbreitung des Spiels auf dem europäischen Kontinent spielte die Schweiz, wo zahlreiche Briten lebten, welche die viel gepriesenen modernen Bildungseinrichtungen des Landes besuchten. Die Wiege des kontinentalen Fußballs stand in den Genfer Instituten La Chátelaine und Cháteau, wo das Spiel in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts von britischen Schülern eingeführt wurde.

Auch der deutsche Fußballpionier Walther Bensemann, Mitbegründer des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Gründer der Fußballfachzeitschrift "Kicker", besuchte zeitweise eine Schweizer Privatschule. Im Alter von zehn Jahren hatten ihn seine Eltern auf eine englische Schule in Montreux geschickt, wo Bensemann eine Begeisterung für alles entwickelte, was er für "typisch englisch" hielt. Im Vorfeld des Ersten Weltkriegs und im Zuge der Popularisierung des Spiels kam es dann zu seiner forcierten Nationalisierung. In der Existenz eines transnationalen Netzwerks einerseits und in der Nationalisierung des Spiels andererseits war bereits angelegt, was sich später zum Fußball-Weltturnier entwickeln sollte.

Europa trifft Südamerika

Nicht weniger als 198 Länder wollten beim FIFA World Cup 2006 in Deutschland dabei sein. Die regionale Verteilung der Interessenten gestaltete sich wie folgt: Europa 52, Afrika 51, Asien 39, Nord-, Mittelamerika und die Karibik 34, Ozeanien 12 und Südamerika 10. Die Anfänge der Fußballweltmeisterschaft gestalteten sich deutlich bescheidener. Zunächst einmal galt es, eine interkontinentale Brücke zwischen Europa und Südamerika zu etablieren, die noch heute die beiden Hauptpfeiler des Weltfußballs bilden.

Dass Südamerika neben Europa zur zweiten Säule des Weltfußballs avancierte, war eine Folge der intensiven britischen Handelsbeziehungen mit diesem Teil der Welt. In den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts betrug Südamerikas Anteil an den britischen Auslandsinvestitionen stattliche 20 Prozent. Besonders ausgeprägt war der britische Einfluss in Argentinien und Uruguay. Hier machten die großen britischen Kolonien die einheimische Bevölkerung mit den englischen "pastimes" Cricket, Rudern, Polo, Tennis und Fußball vertraut. In Buenos Aires, der ältesten Fußballkapitale des Kontinents, hoben 1867 die englischen Bürger Thomas Hogg, dessen Bruder James und William Herald mit dem Buenos Aires FC den ersten Fußballklub Südamerikas aus der Taufe. Bis 1906 war Englisch die offizielle Amtssprache der Argentine Football Association (AFA). Die Hispanisierung des Verbandsnamens zu Asociaciòn del Fútbol Argentino (AFA) erfolgte erst 1912. In Uruguay sorgten vor allem die in Montevideo angesiedelten britischen Bildungsinstitutionen für die Verbreitung des Spiels. Im Mai 1891 gründete William Leslie Pool, Lehrer an der English High School, den Albion Cricket Club, der ab 1893 auch eine Fußballsektion unterhielt. Viele der ersten Klubs formierten sich um britische Unternehmen und Fabriken in der Hauptstadt. Am 16. Mai 1901 bestritten Argentinien und Uruguay das erste Länderspiel gegeneinander, zugleich das erste Länderspiel außerhalb Großbritanniens, wo bereits 1872 auf dem West of Scotland Cricket Ground in Glasgow eine schottische und eine englische Auswahl aufeinander getroffen waren. 1883 trugen die britischen Verbände erstmals die britische Meisterschaft ("Home Championship") aus, das erste Länderturnier überhaupt, das 1984 eingestellt wurde.

In Südamerika erreichte der Fußball sehr frühzeitig ein sehr hohes Niveau, das auch die Europäer beeindruckte. Bereits 1916 wurde die erste Südamerikameisterschaft ausgetragen. Sieger des weltweit ersten Kontinental-Championats war Uruguay, das den Wettbewerb mit Argentinien bis 1949 dominierte. Eine Schlüsselstellung bezüglich der Errichtung einer interkontinentalen Fußballbrücke zwischen Europa und Amerika kommt den olympischen Fußballturnieren von 1924 und 1928 zu, die beide von Uruguay gewonnen wurden.

Vom Olympischen Turnier zur Fußballweltmeisterschaft

Die Idee einer Fußballweltmeisterschaft wurde erstmals 1905 vom Niederländer Anton Willem Hirschmann auf der zweiten Versammlung der Fédéracion Internationale de Football Association (FIFA) vorgetragen. Hirschmann hatte in Bern sogar schon einen Spielplan in der Tasche. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich erst zwölf nationale Verbände unter dem Dach des 1904 in Paris gegründeten Weltverbands. Hischmanns Enthusiasmus stieß auf wenig Resonanz.

Bei den Olympischen Spielen 1908 in London war erstmals auch Fußball im Programm. Sieger des ersten olympischen Fußballturniers war eine Auswahl Großbritanniens. Bei den folgenden Spielen 1912 in Stockholm konnten die Briten ihren Titel verteidigen. Der Erste Weltkrieg bereitete dann dem Internationalismus der FIFA-Macher ein jähes Ende. Auch die Spiele 1916, für die Berlin als Austragungsort vorgesehen war, fielen dem Krieg zum Opfer. Zwei Jahre zuvor hatte die FIFA das olympische Fußballturnier als "Amateur-Weltmeisterschaft" anerkannt. 1924 in Paris lag die Organisation des olympischen Turniers dann erstmals bei der FIFA. Die Veranstaltung geriet zu einem großen Erfolg. 22 Nationen nahmen teil, darunter mit Uruguay auch erstmals ein Team aus Südamerika. 1928 in Amsterdam waren außer dem Titelverteidiger Uruguay auch Argentinien und Chile zugegen.

Die Turniere von 1924 und 1928 dokumentierten die Möglichkeit einer eigenständigen Fußballweltmeisterschaft. Hinzu kam, dass Profis von der olympischen Veranstaltung ausgeschlossen waren, wenngleich eine Reihe südamerikanischer Kicker kaum den Status von Amateuren besaß. Bereits 1926 hatte der Franzose Henri Delaunay für die FIFA erklärt: "Der internationale Fußball kann nicht länger innerhalb der Beschränkung der Olympischen Spiele existieren; viele Länder, in denen der Professionalismus nun anerkannt und organisiert ist, können nicht länger durch ihre besten Spieler repräsentiert werden." Ein eigenständiges Fußball-Weltturnier sollte nun Profis und Amateure vereinen und einen Vergleich zwischen den tatsächlich stärksten Mannschaften ermöglichen.

Bescheidener Auftakt

Das erste WM-Turnier wurde 1930 in Uruguay angepfiffen. Die Südamerikaner erhielten den Zuschlag, weil die europäischen Interessenten mit dem (finanziellen) Engagement des uruguayischen Staates für das Weltturnier nicht konkurrieren wollten und konnten. Bereits das erste WM-Turnier besaß eine politische Dimension, korrespondierte es doch mit den Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeit Uruguays. Eigens für die WM ließ die Regierung in Montevideo das Estadio Centenario bauen. Bei der ersten Austragung waren Afrika und Asien noch nicht dabei, ebensowenig Ozeanien. Da ohnehin nur 13 Länder teilnahmen, durfte man auf eine Qualifikation verzichten. Von den zwölf Gästen wurden einige mehr oder weniger nach Südamerika getrieben. Zwei Monate vor dem Anpfiff des Turniers war noch kein europäisches Land gemeldet. Der Ausrichter sah sich bemüßigt, die Europäer mit der Übernahme von Reise- und Unterbringungskosten zu locken. Schließlich traten nur Rumänien, Belgien, Jugoslawien und Frankreich die lange Seereise an. Keines dieser Länder zählte zu den europäischen Topteams, und viele ihrer Auswahlspieler mussten auf Grund beruflicher Verpflichtungen daheim bleiben. Die erste WM war somit eine primär südamerikanische Veranstaltung. Im Finale blieben die Südamerikaner mit Gastgeber Uruguay und Argentinien unter sich. Es war die bereits 112. Begegnung zwischen der "Celeste" und der "Albiceleste". 93.000 Zuschauer im Estadio Centenario Montevideo sahen einen 4 : 2-Sieg des Gastgebers.

Die WM-Premiere veränderte das Klima im Weltfußball. Das Turnier stärkte den sportlichen Nationalismus, was die Attraktivität des Wettbewerbs erhöhte. Die Idee international organisierter Kräftevergleiche hatte sich durchgesetzt, wenngleich unter etwas anderen Vorzeichen als von den internationalistisch gesonnenen FIFA-Pionieren ursprünglich gedacht. Die WM bewirkte außerdem die Ausweitung des bis dahin weitgehend auf Europa beschränkten internationalen Spielermarktes und forcierte den Exodus südamerikanischer Akteure in Richtung Europa. Des Weiteren markierte das Turnier den Beginn eines internationalen Sporttourismus.

Auch die folgenden Turniere 1934 (Italien) und 1938 (Frankreich) waren eher Regionalturniere, bei denen das Teilnehmerfeld und der sportliche Verlauf nun von europäischen Teams dominiert wurde. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg gewann der interkontinentale Charakter des Turniers an Bedeutung, auch befördert durch Entwicklungen im Transportwesen wie der zivilen Luftfahrt.

Die WM 1950 in Brasilien geriet zum ersten wirklichen "Interkonti-Turnier". Europa war mit sechs Ländern vertreten, darunter nun auch erstmals das "Fußball-Mutterland" England, das dem WM-Projekt bis dahin die kalte Schulter gezeigt hatte. Auch die USA waren dabei und sorgten mit einem historischen Sieg über England (1 : 0) für eine handfeste Sensation. Mit seiner Politik der "splendid isolation" hatte England, das sich bis dahin als der "wahre Weltmeister" betrachtet hatte, den Anschluss an die Entwicklung des Weltfußballs verloren. Die brasilianische Regierung und die Stadt Rio de Janeiro hatten für das Turnier das größte Stadion der Welt bauen lassen. Zum letzten Spiel der Finalrunde waren 199.854 Zuschauer in das Maracana-Stadion gekommen, um den neuen Weltmeister Brasilien zu feiern. Stattdessen wurden sie Zeugen einer der größten Niederlagen in der Fußballgeschichte des heutigen Rekordweltmeisters. Dem Gastgeber genügte bereits ein Remis gegen den härtesten Widersacher Uruguay, doch am Ende hatte die "Celeste" mit 2 : 1 die Nase vorn. Die Brasilianer spielten zwar den schönsten Fußball auf dem Subkontinent, aber in taktischer Hinsicht waren ihnen die "europäischer" agierenden Uruguayer überlegen.

"Wunder von Bern" und "Wembley-Tor"

Afrika, Asien und Ozeanien blieben auch bei den folgenden Turnieren weitgehend unberücksichtigt, wenngleich 1954 in der Schweiz mit Südkorea zum zweiten Mal ein asiatischer Vertreter auftauchte. In der Schweiz gewann mit Deutschland zum ersten und bis heute einzigen Mal ein Außenseiter das Turnier. Im Berner Wankdorfstadion, in dem das Team von Trainer Sepp Herberger de facto ein Heimspiel absolvierte, verwandelten Fritz Walter und Co. vor 60.000 Zuschauern einen 0 : 2-Rückstand gegen die hoch favorisierten Ungarn in einen 3 : 2-Sieg. Kein anderer sportlicher Triumph der deutschen Nationalelf wurde so "politisiert" wie das so genannte "Wunder von Bern". Dabei agierte die offizielle Politik eher zurückhaltend: Beim Finale waren weder der Kanzler noch irgendein Bundesminister zugegen. Auch nach dem Abpfiff begab sich kein hochrangiger Politiker nach München, um die Weltmeister zu empfangen. Die offizielle Politik wurde von der öffentlichen Rezeption überrascht, die politischen und gesellschaftlichen Implikationen wurden vom offiziellen Bonn nur mit erheblicher Verspätung zur Kenntnis genommen und dann offenbar als eher unangenehm empfunden. Die massive Politisierung des Sports durch die Nationalsozialisten hatte die Nähe von Politik und Sport diskreditiert.

1966 war endlich das "Mutterland des Fußballs" Austragungsort einer Weltmeisterschaft. Für die Engländer war es erst die vierte Endrundenteilnahme. Die Qualifikation fand ohne Afrika statt. Da die FIFA-Führung Afrika und Asien nur einen gemeinsamen Platz zugestand, boykottieren 15 zunächst gemeldete afrikanische Länder die Veranstaltung. Südafrika wollte teilnehmen, wurde aber aufgrund seiner Politik der Apartheid von der FIFA ignoriert. Im Finale kam es zum "Klassiker" England gegen Deutschland, das vor 96.924 Zuschauern im Wembleystadion - unter ihnen die Queen - durch das berühmteste und umstrittenste Tor der WM-Geschichte entschieden wurde. Sein Schütze hieß Geoffrey Hurst, der noch zwei weitere Treffer zum 4 : 2-Sieg der Engländer beisteuerte. Es bleibt spekulativ, ob Schiedsrichter Gottfried Dienst aus der Schweiz das "dritte Tor" auch in einer anderen Arena gegeben hätte. Im Lande des Verlierers haderte man vor allem mit dem russischen Linienrichter. So schrieb Robert Becker im "Kicker" nicht ohne politischen Unterton: "Ein russischer Linienrichter schenkte England die Fußball-Weltmeisterschaft (...). Die Hauptschuld an diesem traurigen Ende, an diesem Skandal, den das Spiel nicht verdient hatte, trägt der Fußball-Weltverband FIFA. Sie hat bei der Ansetzung der Schieds- und Linienrichter ohne jedes Fingerspitzengefühl reagiert, schlimmer noch: ohne Sachverstand (...). Ausgerechnet ein Russe! Nachdem wir die UdSSR im Halbfinale elimiert und sie dabei einen Spieler durch Platzverweis verloren hatten." Das offizielle Bonn reagierte angesichts der sich anbahnenden Ost-West-Entspannungspolitik gelassen. Bundespräsident Heinrich Lübke überraschte die Nationalspieler bei einem Empfang sogar mit einer Version des Geschehens, die nicht einmal in England Zustimmung fand und für die es auch filmdokumentarisch keinerlei Bestätigung gibt: "Der Ball war drin! Ich habe den Ball im deutschen Tor liegen gesehen."

Erbost waren aber nicht nur einige deutsche Medien ("Bild": "Schiedsrichter Dienst soll sich sein Leben lang vor ganz Deutschland schämen!"), sondern auch die Südamerikaner. Argentinien und Uruguay waren am Viertelfinale an England bzw. Deutschland gescheitert. Während bei der Begegnung Argentinien gegen England ein deutscher Schiedsrichter das Spiel leitete, übernahm diese Aufgabe beim Spiel Uruguay gegen Deutschland ein Engländer. In den beiden Begegnungen wurden gegen die Südamerikaner insgesamt drei Platzverweise ausgesprochen, und Englands Siegtreffer fiel aus abseitsverdächtiger Position. Die Südamerikaner vermuteten ein europäisches Komplott. Argentiniens Elf wurde bei ihrer Rückkehr in die Heimat demonstrativ vom Junta-General Juan Carlos Ongania empfangen. Die Tageszeitung "Crónica" titelte: "Zunächst stahlen uns die Engländer die Malvinen, und nun auch noch den World Cup." FIFA-Präsident Stanley Rous wurde sogar als "zweiter Hitler" denunziert.

Havelange kontra Rous

Am 8. Juli 1966 wurde die Bundesrepublik seitens der FIFA offiziell mit der Ausrichtung des WM-Turniers 1974 beauftragt. Das Votum fiel einstimmig aus. Am 16. April 1966 war der bayerischen Landeshauptstadt München bereits der Zuschlag für die Olympischen Sommerspiele 1972 erteilt worden. Das Jahr 1966 bedeutete somit für die bundesdeutsche Sportdiplomatie einen Durchbruch. 21 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der nationalsozialistischen Herrschaft wurde die Bundesrepublik für würdig befunden, die beiden bedeutendsten internationalen Sportveranstaltungen auszutragen. Das von Spielern des FC Bayern München dominierte DFB-Team zählte zu den Favoriten auf den Titel und wusste den Heimvorteil zu nutzen. Im Finale wurden die Niederlande vor 77.833 Zuschauern im Münchener Olympiastadion mit 2 : 1 besiegt. Die Begegnung geriet zum Auftakt einer intensiven und mit politischer Begleitmusik ausgestatteten Fußballrivalität zwischen den Nachbarländern.

1974 wurde Afrika durch Zaire vertreten, Asien musste sich um einen Platz mit Ozeanien streiten, das sich schließlich mit Australien durchsetzte. Dritter im Bunde der "Kleinen" war Haiti, das sich in Nord- und Mittelamerika und der Karibik-Zone qualifiziert hatte. Die Bilanz der drei Underdogs: ein Remis, acht Niederlagen, 2 : 33 Tore. Die "Kleinen" waren 1974 noch wirklich "klein", die "Großen" noch tatsächlich "groß".

Trotz der unveränderten Dominanz von Europäern und Südamerikanern markierte das Turnier in Deutschland einen Wendepunkt in der Geschichte der FIFA und des Weltturniers. Denn im Vorfeld der Veranstaltung wählte der in Frankfurt/M. tagende FIFA-Kongress mit dem Brasilianer Joao Havelange erstmals einen Nicht-Europäer an die Spitze des Weltverbands. Gegenkandidat war der amtierende Präsident Sir Stanley Rous. Verkörperte der Engländer aus dem öffentlichen Dienst noch den klassischen Fußballfunktionär, dem es nicht zuletzt um die Bewahrung des englischen Einflusses im Weltfußball ging, so gerierte sich Havelange als dynamischer, global denkender und agierender Fußball-Unternehmer. Havelanges Wahlkampf führte ihn durch 86 Länder, wobei er nicht nur die Stimmen Südamerikas, sondern auch Afrikas und Asiens einheimste. Der Brasilianer versprach den "Fußball-Entwicklungsländern" eine Verdoppelung der nicht-amerikanischen, nicht-europäischen Präsenz beim Weltturnier, Hilfe beim Bau und der Modernisierung von Stadien, technische und medizinische Unterstützung sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität des dortigen Fußballs. Realisieren ließen sich diese Versprechen nur mit Hilfe von internationalen Konzernen wie Coca Cola, die nun im Windschatten des von Havelange betriebenen FIFA-Expansionismus neue Märkte durchdrangen und Imageverbesserung betrieben. Unter Havelange steuerte der Weltverband in die moderne Welt des Sponsorentums.

Bei den afrikanischen FIFA-Mitgliedern hatte Rous auf Grund seiner Anlehnung an das weiße Fußball-Establishment Südafrikas einen schweren Stand. Der afrikanische Regionalverband Confédération Africaine de Football (CAF) hatte die Football Association of South Africa (FASA), die den Fußball des Landes nach den Vorgaben des Apartheid-Systems organisierte, 1958 ausgeschlossen, nachdem die FASA sich geweigert hatte, beim African Cup ein Team mit Spielern unterschiedlicher Hautfarbe aufzubieten. Rous vertrat indes die Auffassung, dass sich die FASA lediglich nach den Sitten und Gesetzen Südafrikas richte und die FIFA sich nicht in die inneren Angelegenheiten des Landes einmischen dürfe. Havelange forderte hingegen, dass die FASA ihre Apartheidpolitik beenden müsse. Auf dem FIFA-Kongress 1976 in Montreal erfolgte dann tatsächlich der Ausschluss Südafrikas. Auch mit der "sozialistischen Welt" hatte es sich Rous verdorben. Grund war ein für Ende September 1973 anberaumtes Qualifikationsspiel zwischen Chile und der UdSSR im chilenischen Nationalstadion zu Santiago, in dem die Militärjunta nach dem Sturz der demokratisch gewählten Regierung Allende Tausende von "Verdächtigen" gefangengehalten und gefoltert hatte. Die UdSSR verweigerte sich dem Spielort und bat um eine Verlegung der Begegnung in eine andere Arena, doch die FIFA lehnte ab. Am 21. November 1973 wurde das Spiel tatsächlich angepfiffen, allerdings ohne sowjetische Beteiligung. Die Chilenen schoben den Ball in das leere gegnerische Tor. Da kein Gegner auf dem Feld stand, der den Toranstoß hätte ausführen können, wurde das "Spiel" abgebrochen und mit 2 : 0 für die Südamerikaner gewertet, die dann nach Deutschland fahren durften.

Derweil hatte die Zahl der FIFA-Mitglieder drastisch zugenommen - eine Entwicklung, der auch das WM-Turnier Rechnung tragen musste. Zum Zeitpunkt der WM 1974 bildeten die Länder außerhalb der traditionellen WM-Säulen Europa und Lateinamerika bereits die Mehrheit der FIFA-Mitglieder.

Auf dem Weg zum globalen Event

Für das WM-Turnier 1982 in Spanien wurden erstmals 24 anstatt 16 Endrundenplätze vergeben, für die sich 105 Länder bewarben. Die Ausweitung erfolgte, um Asien und Afrika feste Plätze zu garantieren - allerdings nicht auf Kosten der europäischen und südamerikanischen Präsenz. Die WM in Spanien geriet zur Geburtsstunde des "hässlichen Fußball-Deutschen": Zunächst gab es eine peinliche Auftaktniederlage gegen Algerien, der ein deutsch-österreichischer Pakt gegen das Dritte-Welt-Land folgte. In Gijon war die DFB-Elf bereits nach elf Minuten in Führung gegangen. Die verbleibenden 79 Minuten verbrachten beide Teams damit, den Ball hin- und herzuschieben, denn mit diesem Spielstand waren sowohl Deutsche wie Österreicher - auf Kosten Algeriens - in der 2. Finalrunde. Der Imageschaden war riesig. "Le Figaro" sprach von "Lumpen und Idioten", und "Liberation" schrieb: "Wenn die Algerier heute Rassismus rufen, haben sie nicht ganz unrecht." Die spanische Zeitung "El Commercio" behandelte das Spiel als Betrug und platzierte den Spielbericht folgerichtig im Polizeibericht ihrer Ausgabe.

Und es sollte noch schlimmer kommen: Im Halbfinale traf Deutschland auf Frankreich. Die Elf von Bundestrainer Jupp Derwall zeigte das einzige richtig gute Spiel bei dieser WM und gewann schließlich im Elfmeterschießen. Trotzdem verband sich mit diesem Spiel ein weiterer, nachhaltiger Verlust an Reputation - verursacht durch das brutale Foul von Torwart Toni Schumacher am Franzosen Patrick Battiston, die folgende Reaktion des Übeltäters: "Unter Profis gibt es kein Mitgefühl. Sagt ihm, ich zahle ihm die Jacketkronen" und die Nicht-Reaktion des DFB. An diesem Abend in Sevilla erwarben sich die Deutschen den Ruf eines "Bösewichts des Weltfußballs". Vor dem WM-Finale, das Deutschland mit 1 : 3 gegen Italien verlor, veröffentlichte "El País" ein Foto von Paul Breitner, der nur noch als "Banditenführer" tituliert wurde, und Uli Stielike mit der Bildzeile: "Zwei hässliche Deutsche."

Aufbruch zu neuen Ufern

Obwohl die spielerische Qualität eher mager ausfiel, avancierte das WM-Turnier 1990 in Italien zu einem Markstein in der Geschichte des Fußballs. Europas Land des Sports schlechthin, in dem der Fußball zu keinem Zeitpunkt primär ein Arbeitersport gewesen war und das Spiel schon frühzeitig das Interesse von Kulturschaffenden und Industriekapitänen mobilisiert hatte, präsentierte die WM in einer Form, die für jeden zugänglich war - ungeachtet der Geschlechtszugehörigkeit und des sozialen Status. Das Weltturnier entwickelte sich nun vom bloßen Sportereignis zum bunten Fußball-Festival, für das sich weit mehr Menschen interessierten, als sich normalerweise zum Fußball bekannten. Die Stadien waren modern und komfortabel, für das kulturelle Begleitprogramm sorgten keine Blaskapellen, sondern Pavarotti und Co.

1994 war mit den USA erstmals ein so genanntes "Fußball-Entwicklungsland" Austragungsort einer WM. Die Populärkultur des 20. Jahrhunderts war amerikanisch, oder sie blieb provinziell - mit der großen Ausnahme des Fußballs. Der Profifußball konnte sich nur dort etablieren, wo er die Herzen der Industriearbeiter eroberte. In den USA war dies aber nicht der Fall. Nicht Fußball, sondern Baseball stieg hier zum nationalen Zeitvertreib auf. Baseball besaß den Vorteil einer amerikanischen Erfindung, während Soccer als Spiel der Kolonialherren galt. Die Entwicklung des Fußballs entschied sich im Jahre 1873, als die Studenten der Harvard-Universität Soccer als "weichlich" und "unamerikanisch" verwarfen und sich für Rugby entschieden. Andere Universitäten folgten dem Beispiel. In anderen Ländern wäre dies kein Hindernis für die Ausbreitung von Soccer gewesen, doch in den USA bildeten (und bilden) die Schulen und Universitäten die Basis für den Profisport. Entgegen europäischer Skepsis geriet die WM im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" zu einem Erfolg. Im Schnitt pilgerten 68.991 Bürger in die riesigen Arenen - der mit Abstand höchste Zuschauerzuspruch in der Geschichte des Turniers. In spielerischer Hinsicht war das Turnier zumindest nicht schlechter als das in Italien 1990, wenngleich erstmals ein Finale torlos endete, sodass der Weltmeister per Elfmeterschießen ermittelt werden musste. In diesem behielt Brasilien gegen Italien vor 94.949 Zuschauern im Rose Bowl zu Pasadena die Oberhand und ist seither alleiniger Rekordweltmeister.

Aus 24 werden 32

Von einem Weltturnier lässt sich eigentlich mit Fug und Recht erst seit Frankreich 1998 sprechen. Die Zahl der Endrundenteilnehmer wurde weiter erhöht, von 24 auf 32. Neun der Endrundenteilnehmer kamen aus Afrika (5) und Asien (4). Brasilien ging als Favorit in das Turnier, unterlag aber im Finale dem Gastgeber vor 80.000 Zuschauern im Pariser Stade de France, dem damals teuersten Stadion der Welt, klar mit 0 : 3. Die Franzosen konnten noch einen weiteren Titel verbuchen, denn die Équipe tricolore war wohl der "multikulturellste" Sieger der WM-Geschichte. Aus den Nationalfarben "bleu-blanc-rouge" wurde über Nacht und für einen kurzen Moment der französischen Geschichte "noir-blanc-beur" - schwarz, weiß und die dunkle Tönung der maghrebinischen Einwanderer. Die siegreiche Équipe tricolore wurde zum Symbol eines neuen Republikanismus und der Überlegenheit republikanischer Werte. Für Staatspräsident Jacques Chirac hatte "Frankreich seine Seele wiedergefunden". Der Schriftsteller Jean d'Ormesson von der Académie française konstatierte, Fußball sei das "konstitutive Element - vielleicht das einzige - eines neuen Gesellschaftsvertrags".

Die Organisation des Turniers dokumentierte das gestiegene Interesse der Politik am nationalen und internationalen Fußball. Bis dahin war die Ausrichtung des Weltturniers - von Italien 1934 abgesehen - primär eine Angelegenheit der Verbände gewesen. Die Regierung rief eine Délégué intermininistériel à la Coupe du Monde (DICOM) ins Leben, welche die Beziehungen zwischen dem Staat, dem Organisationskomitee des französischen Fußballverbands (Comité français d'organisation de la Coupe du Monde/CFO), den Städten sowie den regionalen und lokalen Autoritäten zu koordinieren hatte. DICOM war direkt dem Büro des Premierministers unterstellt. CFO wurde von Jacques Lambert, einem hochrangigen Staatsdiener geleitet.

Trotz der negativen Schlagzeilen, für die deutsche Hooligans zu Beginn des Turniers sorgten, repräsentierte die WM 1998 eher einen Trend hin zu einem Familienereignis und weg von kriegerischen Männlichkeitsritualen. Das Turnier wurde auch als "Vollversammlung der Menschheit" charakterisiert. Statistisch besehen hatte sich jeder der 5,7 Milliarden Erdenbewohner sechsmal in die TV-Berichterstattung eingeschaltet. In spielerischer Hinsicht verzeichnete das Turnier erstmals seit 1974 wieder einen Aufwärtstrend. Die Experten registrierten die internationale Ausbreitung des Kurzpassspiels und eine Verbesserung hinsichtlich Athletik und Technik.

Die WM 2002 bedeutete gleich in dreifacher Hinsicht eine Premiere. Erstmals wurde das Turnier in zwei Ländern ausgetragen: Südkorea und Japan. Außerdem war erstmals bei einer Endrunde auch China vertreten, das lange Zeit in Isolation und Selbstisolation verharrt hatte. Der FIFA-Expansionismus und der Fußball haben bei der Rückkehr des Riesenreichs ins globale politische und ökonomische Netzwerk eine nicht unbedeutende Rolle gespielt.

In Sachen Spielkultur bedeutete das Turnier gegenüber Frankreich 1998 eher einen Rückschritt. Es dominierte "Team-Spirit". Fast alle Trainer predigten die Bedeutung des Kollektivs, Individualisten hatten einen schweren Stand. Zugleich gestaltete sich das Turnier so spannend wie keine WM zuvor, auch bedingt durch das Versagen vieler "Großer". Lediglich Brasilien mit seinem riesigen Spielerpotenzial wusste das Problem der Überbelastung zu kompensieren. Im Jahr der WM 2006 kicken 5.000 Brasilianer in fremden Ligen. Allein 2005 wurden 804 ins Ausland transferiert. Ansonsten befanden sich in Asien unter den "letzten Vier" mit Deutschland, Südkorea und der Türkei nur Teams, mit denen man nicht gerechnet hatte.

Im Finale trafen mit Brasilien und Deutschland die beiden Länder mit den meisten WM-Endrunden- (17 bzw. 15) und WM-Finalteilnahmen (jeweils 7) aufeinander, wobei die favorisierte "Seleçao" mit 2 : 0 die Oberhand behielt. Es war merkwürdigerweise die erste WM-Begegnung zwischen diesen beiden Ländern überhaupt. Im Kontrast zum Verhalten der offiziellen Politik beim "Wunder von Bern" lieferten sich 48 Jahre später die wahlkämpfenden Politiker Gerhard Schröder (SPD) und Edmund Stoiber (CSU) einen Wettlauf um die Gunst der Nationalmannschaft und ihrer Fans. Beide hatten einst selbst Fußball gespielt, und ihre Sozialisation war auch durch Ereignisse wie Wankdorf 1954 und Wembley 1966 geprägt worden.

Globalisierung

"Globalisierung" war eines der am häufigsten strapazierten Schlagwörter bei der WM 2002. 361 der 736 für das Turnier gemeldeten Kicker verdienten ihr Geld bei ausländischen Arbeitgebern, die in der Regel in Europa beheimatet waren. Von den 32 teilnehmenden Teams kamen zwar nur 15 aus Europa, aber 31 von ihnen hatten in Europa kickende Nationalspieler in ihren Reihen. Das ökonomische Zentrum des Weltfußballs lag unverändert in Europa.

Die Länder Asiens und Afrikas sind längst keine "Prügelknaben" des Weltfußballs mehr. Die globale Professionalisierung hat das Leistungsgefälle verringert. "Kleine" Länder verbesserten ihre Infrastruktur, und ihre besten Spieler verdingen sich in den europäischen Ligen. Doch der große sportliche Durchbruch lässt noch auf sich warten, wofür im Falle Afrikas insbesondere organisatorische und finanzielle Gründe eine Rolle spielen. Bis unter die "letzten Vier" schaffte es von den asiatischen und afrikanischen Teilnehmern bislang nur Südkorea während der WM 2002, wobei die Bedingungen, unter denen dies dem WM-Gastgeber gelang, kaum wiederholbar sind.

Von den 34 Mannschaften, die ein WM-Finale erreichten, kamen 21 aus Europa und 13 aus Südamerika. Aus Europa waren dies Deutschland (7), Italien (5), die Niederlande (2), Tschechoslowakei (2), Ungarn (2), Schweden (1), Frankreich (1) und England (1), aus Südamerika Brasilien (7), Argentinien (4) und Uruguay (2). Neunmal kam der Weltmeister aus Südamerika (Brasilien 5, Argentinien 2, Uruguay 2), achtmal aus Europa (Deutschland 3, Italien 3, Frankreich 1, England 1). Kam es zum direkten Duell zwischen Europa und Südamerika, was erstmals beim sechsten Turnier 1958 in Schweden der Fall war, so ging der Titel siebenmal in den Süden und nur zweimal in den Norden. Brasilien errang seine fünf Titel gegen europäische Herausforderer. Nur zweimal gewann ein Land ein Finale auf des Gegners Kontinent. 1958 besiegte Brasilien Gastgeber Schweden in Stockholm mit 5 : 2. Auch bei der WM 2002 kam der Sieger nicht vom austragenden Kontinent.

Die Zukunft des Turniers

Bei der Europameisterschaft 2004 gab es bei einer geringeren Anzahl von Spielen weitaus mehr "erstklassige" Spiele zu sehen als bei der WM 2002, was in der größeren Leistungsdichte bzw. der gegenüber Weltmeisterschaften deutlich geringeren Zahl krasser Außenseiter begründet liegt. Die Ausweitung der WM-Teilnehmerzahl auf 32 bzw. die Entwicklung des Turniers zu einer "globalen Veranstaltung" implizierte zwangsläufig einen gewissen sportlichen Niveauverlust. Mit Angola, Togo, Elfenbeinküste, Ghana, Trinidad & Tobago, der Ukraine und Serbien-Montenegro (die beiden letztgenannten Ländern waren allerdings bereits zuvor im Gewand der UdSSR bzw. Jugoslawiens vertreten) werden sieben Neulinge zum Turnier nach Deutschland reisen. Der "beste Fußball" wird heute ohnehin in der global vermarkteten europäischen Champions League gespielt.

Als mediales Event bleibt der World Cup indes unverändert die Nummer eins des Fußballs wie des Sports überhaupt. Vergabe und Austragung des Turniers sind längst ein Politikum. Die WM 2006 wurde in einer konzertierten Aktion von Politik, Wirtschaft und Fußballverband nach Deutschland geholt, bei der die Bundesregierung auch ihre außenpolitischen und außenwirtschaftlichen Beziehungen spielen ließ. Die WM ist ein Schaufenster, in dem sich das Austragungsland vom Zeitpunkt der Vergabe des Turniers bis zu seinem Abpfiff einem globalen Publikum präsentieren und sich diesem gegenüber gegebenenfalls neu definieren darf. Entsprechend sind auch die rührigen Bemühungen der offiziellen Stellen im Vorfeld des Turniers zu sehen, am Image der Bundesrepublik und seiner Bürger zu feilen - gemäß dem offiziellen Motto: "Die Welt zu Gast bei Freunden".

Fussnoten

Fußnoten

  1. Vgl. Pierre Lanfranchi/Matthew Taylor, Moving with the Ball. The Migration of Professional Footballers, Oxford-New York 2001.

  2. Vgl. Fabian Brändle/Christian Koller (Hrsg.), Die Geschichte der "Nati", Göttingen 2006 (i.E.).

  3. Vgl. Bernd Beyer, Walther Bensemann - ein internationaler Pionier, in: Dietrich Schulze-Marmeling (Hrsg.), Davidstern und Lederball. Die Geschichte der Juden im deutschen und internationalen Fußball, Göttingen 2004, S. 82 - 100.

  4. Vgl. Tony Mason, Passion of the People? Football in South America, London 1995.

  5. Vgl. FIFA 1904-2004. 100 Jahre Weltfußball, Göttingen 2004.

  6. Dietrich Schulze-Marmeling/Hubert Dahlkamp, Die Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft 1930-2006, Göttingen 2006, S. 26f.

  7. Vgl. Folke Havekost/Volker Stahl, Fußballweltmeisterschaft 1930 Uruguay, Kassel 2004.

  8. Vgl. zur Entwicklung des englischen Fußballs und des Spiels insgesamt die brillante Studie von Willy Meisl, Soccer Revolution, London 1955.

  9. Vgl. Arthur Heinrich, 3 : 2 für Deutschland. Die Gründung der Bundesrepublik im Wankdorf-Stadion zu Bern, Göttingen 2004.

  10. Dietrich Schulze-Marmeling (Hrsg.), Die Geschichte der Fußballnationalmannschaft, Göttingen 2004, S. 204f.

  11. Helmut Schön, Immer am Ball, München 1970, S. 250.

  12. Vgl. D. Schulze-Marmeling/H. Dahlkamp (Anm. 6), S. 183 - 189.

  13. Vgl. zur Geschichte der deutsch-niederländischen Fußballkonkurrenz: Dietrich Schulze-Marmeling, "Wir haben die Fahrräder wieder", in: ders. (Anm. 10), S. 371 - 388; Simon Kuiper, Football Against The Enemy, London 1994, S. 4 - 15.

  14. Vgl. John Sugden/Alan Tomlinson, Great Ball Of Fire. How Big Money is Hijacking World Football, Edinburgh-London 1999.

  15. Vgl. D. Schulze-Marmeling (Anm. 10), S. 314 - 322.

  16. Vgl. Andrei S. Markovits/Steven L. Hellermann, Im Abseits. Fußball in der amerikanischen Sportkultur, Hamburg 2002.

  17. Vgl. Hugh Dauncey/Geoff Hare (Ed.), France and the 1998 World Cup. The National Impact of a World Sporting Event, London 1999.

  18. Vgl. David Winner, Chaos, in: Mark Perryman, Going Oriental. Football After World Cup 2002, Edinburgh 2002, S. 49 - 56.

  19. Vgl. Jens Glüsing/Jörg Kramer, Sprungbrett zurück, in: Spiegel, (2006) 11, S. 82f.

geb. 1956; freier Autor und Lektor.
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