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Entwicklung, Stand und Perspektiven der Biodiversität | Biodiversität | bpb.de

Biodiversität Editorial Warum Biodiversität schützen? Eine umweltethische Betrachtung - Essay Entwicklung, Stand und Perspektiven der Biodiversität Governance von Biodiversität. Herausforderungen in Deutschland und der Europäischen Union Citizen Science in der Biodiversitätsforschung Ökosystemleistungen. Zur Ökonomisierung der Biodiversität Streitfall Biodiversität. Konflikte verstehen und gestalten Vielfalt als Geschäftsmodell. Aufstieg und Niedergang der Biodiversität in der Landwirtschaft

Entwicklung, Stand und Perspektiven der Biodiversität

Sebastian T. Meyer

/ 17 Minuten zu lesen

Die biologische Vielfalt befindet sich in einer beispiellosen Krise, die Aussterberaten von Tier- und Pflanzenarten liegen weit über dem natürlichen Niveau. Hauptursache ist die intensive Art unserer Landnutzung. Der Verlust bedroht auch uns Menschen existenziell.

Die biologische Vielfalt unseres Planeten befindet sich in einer beispiellosen Krise. Wissenschaftliche Berichte zeichnen ein alarmierendes Bild. Der Weltbiodiversitätsrat IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) konstatiert, dass eine Million Arten vom Aussterben bedroht sind; die Aussterberaten liegen um ein Vielfaches über dem natürlichen Niveau. Dieser Verlust der biologischen Vielfalt hat auch für uns Menschen dramatische Folgen, wie die Biologin Katrin Böhning-Gaese und die Journalistin Friederike Bauer in ihrem Buch „Vom Verschwinden der Arten“ eindrücklich darlegen. In Deutschland sind nach der Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina etwa 70 Prozent der untersuchten Lebensräume in einem ungünstigen oder schlechten Zustand. Wie wir Land und Natur nutzen, ist die Hauptursache der Krise. Doch die Wissenschaft zeigt auch: Wir wissen, was getan werden muss, und wir haben die Mittel dazu. Das Zeitfenster für wirksames Handeln schließt sich jedoch. Und anders als beim Klimawandel gibt es für die Biodiversitätskrise keinen vergleichsweise einfachen Indikator wie den CO2-Gehalt der Atmosphäre. Das erschwert die Kommunikation – und dieses Problem wiederum beginnt schon bei der Definition.

Konzept und Dimensionen

Der Begriff „Biodiversität“ wurde erst 1988 vom Biologen Edward Wilson als Verschmelzung aus dem griechischen bios (Leben) und dem lateinischen diversitas (Vielfalt) geprägt. Doch die Vielfalt des Lebens ist komplexer, als es die eingängige Bezeichnung vermuten lässt. Traditionell wird Biodiversität auf drei Ebenen erfasst: Sie beschreibt erstens die Vielfalt der Ökosysteme – von tropischen Regenwäldern über Korallenriffe bis zu gemäßigten Grasländern; zweitens die Artenvielfalt von Pflanzen, Tieren, Pilzen und Mikroorganismen; und drittens die genetische Vielfalt innerhalb einzelner Arten.

Die Biodiversitätsforschung unterscheidet weitere Facetten. Neben der Artenzahl spielt deren relative Häufigkeit eine wichtige Rolle. Dominieren wenige häufige Arten, ist die Diversität niedriger, als wenn Individuen gleichmäßig auf Arten verteilt sind. Räumlich wird zwischen Artenvielfalt innerhalb einer einzelnen Lokalität (Alpha-Diversität) und Gesamtvielfalt einer Region (Gamma-Diversität) unterschieden. Zudem ist von Interesse, wie stark sich die Artenzusammensetzungen zwischen Lokalitäten unterscheiden (Beta-Diversität) – was besonders in heterogenen Regionen mit vielfältigen Lebensräumen der Fall ist.

Die funktionale Diversität erfasst, wie unterschiedlich die ökologischen Rollen der Arten sind. Zum Beispiel ist ein Grasland mit zehn Arten ähnlicher Wuchsform funktional ärmer als eines mit zehn Arten unterschiedlicher Wurzelsysteme und Blühzeitpunkte. Die phylogenetische Diversität misst, wie weit die evolutionären Verwandtschaftsverhältnisse zurückreichen. Diese Vielschichtigkeit in der Beschreibung von Biodiversität liegt in der Vielfalt der belebten Natur begründet.

Messung und globale Muster

Die Beschreibung und Quantifizierung der Vielfalt des Lebens gehören zu den ältesten Forschungsfragen der Biologie. Jedoch gibt es keinen Biodiversitätsfühler, den man einfach irgendwo hinhängen könnte. Die Erfassung erfolgt auch heute meist durch Zählen von Individuen und Bestimmen von Arten – ein aufwendiger, zeitintensiver Prozess. Zum Beispiel müssen Insekten über Wochen im Feld gesammelt, im Labor sortiert und von spezialisierten Taxonom*innen bestimmt werden, was mehrere Jahre dauern kann. Hinzu kommt, dass Fachleute rar sind. Viele Daten werden von Ehrenamtlichen gesammelt. Neue Technologien wie Kamerafallen mit KI-gestützter Bilderkennung oder DNA-Barcoding versprechen schnellere Erfassungen, stehen aber noch am Anfang ihrer Entwicklung.

Die schiere Menge an Arten macht es unmöglich, sie alle zu erfassen. Eine Strategie ist es, stellvertretend einzelne Artengruppen als Indikatoren zu untersuchen. Jedoch zeigt sich, dass Artenzahlen zwischen verschiedenen Gruppen nur schwach korrelieren. Erschwerend kommt hinzu, dass von den geschätzten 8,7 Millionen Arten bisher nur etwa ein Fünftel wissenschaftlich beschrieben ist.

Die globale Verteilung der Biodiversität zeigt ein ausgeprägtes Gefälle vom Äquator zu den Polen: Mit wenigen Ausnahmen nimmt der Artenreichtum von den Tropen zu den gemäßigten und polaren Breiten hin ab. Ein einziger Hektar tropischer Regenwald kann mehr Baumarten beherbergen als ganz Europa. Warum die Tropen so artenreich sind, ist nicht abschließend erforscht. Eine zentrale Hypothese ist die höhere Energieverfügbarkeit durch ganzjährig warmes, feuchtes Klima. Die relative Klimastabilität über evolutionäre Zeiträume ermöglichte zudem längere Perioden der Artenbildung ohne eiszeitbedingte Auslöschungen.

Die Erde lässt sich außerdem in unterschiedliche Floren- und Faunenreiche gliedern – großräumige Gebiete mit charakteristischer Artenzusammensetzung. Aufgrund ihrer langen, getrennten Evolution werden in diesen Faunenreichen ähnliche ökologische Funktionen oft von evolutionär weit entfernten Arten eingenommen. So nehmen Beuteltiere in Australien vergleichbare Rollen ein wie Plazentatiere auf anderen Kontinenten. Die evolutionäre Isolation macht die Ökosysteme jedoch anfällig für invasive Arten.

Der Naturschützer Norman Myers identifizierte vor 25 Jahren weltweit 36 Biodiversitäts-Hotspots, die prioritär geschützt werden sollten. Er definierte diese als Gebiete mit mindestens 1500 endemischen (also nur dort vorkommenden) Gefäßpflanzenarten, die mindestens 70 Prozent ihrer ursprünglichen Vegetation verloren haben. Die Hotspots – viele davon in den Tropen – bedecken weniger als 2,5 Prozent der Landfläche, beherbergen aber über die Hälfte aller Pflanzenarten und etwa 43 Prozent aller Wirbeltiere. Gerade ihre starke Degradierung macht sie besonders schutzbedürftig.

Auch Deutschland verfügt über eine bemerkenswerte Biodiversität: Etwa 48000 Tierarten und über 9500 Gefäßpflanzenarten sind bei uns heimisch. Besondere Bedeutung haben traditionell bewirtschaftete Kulturlandschaften wie extensiv genutzte Wiesen.

Warum ist Biodiversität wichtig?

Neben ethischen Argumenten für den Schutz von Biodiversität liefert das Konzept der Ökosystemdienstleistungen eine utilitäre Begründung. Demnach erbringt die Natur vielfältige Leistungen, die sich in vier Kategorien einteilen lassen: Bereitstellende Leistungen umfassen die direkte Versorgung mit Nahrung, Wasser, Holz und Fasern. Regulierende Leistungen sind die Klimaregulation, Wasserreinigung, Bestäubung und Erosionskontrolle. Kulturelle Leistungen reichen von Erholungswert über ästhetischen Genuss bis zu spiritueller Bedeutung. Unterstützende Leistungen schließlich – wie Bodenbildung, Nährstoffkreisläufe oder Primärproduktion – bilden die Basis für alle anderen. Zur existenziellen Bedeutung von Biodiversität als Grundlage dieser Ökosystemdienstleistungen resümieren Katrin Böhning-Gaese und Friederike Bauer: „Der Klimawandel entscheidet darüber, WIE wir leben – wie wir mit mehr Wirbelstürmen, größerer Trockenheit, neuen Krankheiten oder weniger produktivem Land zurechtkommen. Der Artenschwund entscheidet darüber, OB wir leben.“

Wie die Funktionsfähigkeit von Ökosystemen von ihrer Artenvielfalt abhängt, wird in Biodiversitätsexperimenten untersucht. Eines der international umfangreichsten Experimente ist das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierte Jena-Experiment. Hierfür wurden unterschiedlich artenreiche Graslandflächen angelegt – von Monokulturen bis zu Mischungen von 60 unterschiedlichen Arten – und ihre Leistungen verglichen. Die Ergebnisse sind eindeutig: Artenreichere Graslandgemeinschaften produzieren mehr Biomasse, nutzen Ressourcen effizienter, sind stabiler gegenüber Umweltschwankungen, beherbergen diversere Tiergemeinschaften, akkumulieren mehr Kohlenstoff im Boden und erbringen insgesamt eine größere Vielfalt an Ökosystemfunktionen gleichzeitig. Bemerkenswert ist, dass der Produktivitätsgewinn an Biomasse durch höhere Artenzahl ähnlich groß sein kann wie durch Intensivierung der Bewirtschaftung, etwa durch Düngung.

Der zentrale Mechanismus hinter diesen Biodiversitätseffekten ist Komplementarität. Arten unterscheiden sich in funktionellen Eigenschaften, was zu unterschiedlichen Beiträgen im Ökosystem führt. Zum Beispiel konkurrieren Pflanzen unterschiedlicher Arten mit unterschiedlichen Wurzeltiefen weniger stark um Bodennährstoffe und erschließen gemeinsam ein größeres Bodenvolumen als Pflanzen der gleichen Art, die alle in gleicher Tiefe wurzeln. Auch Pflanzen, die zu verschiedenen Zeiten wachsen oder unterschiedliche Nährstoffe bevorzugen, ergänzen sich. Diese „Teamarbeit“ macht artenreiche Gemeinschaften produktiver als Monokulturen.

Bestandsaufnahme

Dass Arten aussterben, ist ein natürlicher Prozess. Im Laufe der Erdgeschichte sind mindestens 99 Prozent aller jemals existierenden Arten wieder verschwunden. Doch das aktuelle Tempo des Artensterbens ist alles andere als natürlich. Die Journalistin Elizabeth Kolbert schrieb 2014 vom „sechsten Massenaussterben“ der Erdgeschichte; für ihr Buch wurde sie mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet. Die vorherigen fünf Massenaussterben wurden durch Katastrophen wie Meteoriteneinschläge oder massive Vulkanausbrüche ausgelöst. Das aktuelle Massenaussterben hat eine andere Ursache: den Menschen.

Die Zahlen sind alarmierend. Die natürliche Hintergrundrate des Aussterbens liegt bezogen auf eine Million Arten bei unter einer Art pro Jahr. Die aktuellen Raten liegen mindestens zehn- bis hundertfach, nach einzelnen Quellen sogar tausendfach, über dieser natürlichen Rate. Der Weltbiodiversitätsrat IPBES schätzt, dass von den rund zehn Millionen Arten auf der Erde etwa eine Million – also zehn Prozent – akut vom Aussterben bedroht sind. Die natürlichen Ökosysteme sind weltweit bereits um etwa die Hälfte zurückgegangen und nur noch zu etwa einem Viertel vom Menschen weitgehend unberührt.

Das Problem beschränkt sich nicht nur auf das komplette Verschwinden von Arten. Mindestens ebenso besorgniserregend ist der dramatische Rückgang der Populationsgrößen. Die Umweltorganisation WWF dokumentiert, dass die beobachteten Wirbeltierbestände zwischen 1970 und 2020 im Durchschnitt um 73 Prozent geschrumpft sind. Besonders dramatisch ist der Rückgang bei Insekten. Die sogenannte Krefeld-Studie, bei der ehrenamtliche Forschende über 27 Jahre hinweg Insekten in nordrhein-westfälischen Schutzgebieten erfassten, dokumentierte einen Rückgang der Insektenbiomasse um 76 Prozent. Studien in den Biodiversitätsexploratorien – drei intensiv untersuchten Regionen in Deutschland – belegen, dass neben der Biomasse auch die Arten- und die Individuenzahl der Insekten in Grasländern und Wäldern zwischen 2008 und 2017 deutlich zurückgingen.

Am Keilberg bei Regensburg, wo Schmetterlingsbegeisterte seit 1854 Falter erfassen, lässt sich belegen, dass die Anfänge des Artenschwunds bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen – in die Zeit der Agrarrevolution. Solche langen Zeitreihen sind jedoch selten. Ein grundsätzliches Problem der Biodiversitätsforschung ist, dass weit zurückreichende Daten oft nicht verfügbar sind. Erste systematische Erhebungen wurden häufig zu Zeiten durchgeführt, als bereits ein erheblicher Diversitätsverlust stattgefunden hatte. Dies führt zum Problem der shifting baselines: Jede Generation nimmt den Zustand der Natur, den sie in ihrer Jugend erlebt hat, als Normalzustand wahr – selbst wenn dieser gegenüber früheren Zuständen bereits deutlich verarmt ist. Scheinbare Erholungen der Biodiversität relativieren sich, wenn man sie mit historischen statt mit jüngeren Referenzwerten vergleicht.

Gibt es auch positive Entwicklungen? Aktuelle Analysen deuten darauf hin, dass sich die globalen Aussterberaten etwas verlangsamt haben könnten, und lokale Erfolge zeigen, dass Erholung möglich ist. Renaturierungsprojekte können degradierte Flächen wiederbeleben, Schutzgebiete ermöglichen die Rückkehr verschwundener Arten, und gezielte Artenschutzprogramme haben manche Spezies vor dem Aussterben bewahrt. Solche Lichtblicke ändern jedoch nichts am globalen Trend: Die Biodiversität schwindet schneller, als Schutzmaßnahmen sie wiederherstellen können.

Ursachen der Biodiversitätskrise

Der IPBES identifiziert fünf Haupttreiber des Artensterbens: Veränderungen der Land- und Meernutzung, direkte Ausbeutung von Organismen, Klimawandel, Umweltverschmutzung und invasive gebietsfremde Arten (Abbildung). Diese Faktoren wirken nicht isoliert, sondern verstärken sich oftmals gegenseitig. Ihre relative Bedeutung variiert je nach Region und Ökosystem, doch ein Faktor dominiert global: die Landnutzung. Bereits im Jahr 2000 belegte ein Team um den Ökologen Osvaldo Sala mit einer einflussreichen Studie, dass Landnutzungsänderungen der wichtigste Treiber sind. Neuere Analysen zeigen, dass Übernutzung durch Überfischung oder Abholzung, landwirtschaftliche Expansion und Urbanisierung die meisten bedrohten Wirbeltierarten gefährden. Die Dimension wird an den globalen Entwaldungsraten deutlich: 2024 gingen weltweit rund 8,1 Millionen Hektar Wald verloren – das entspricht der Zerstörung von 18 Fußballfeldern pro Minute.

Landnutzungsänderungen bedeuten primär Flächenverbrauch und Verlust von Lebensräumen. In Deutschland wuchs die Siedlungs- und Verkehrsfläche zwischen 2020 und 2023 durchschnittlich um 51 Hektar pro Tag. Jeder Quadratmeter, der versiegelt wird, geht als Lebensraum verloren. Doch während versiegelte Flächen knapp 15 Prozent Deutschlands einnehmen, hat die Landwirtschaft mit über 50 Prozent der Fläche noch gravierendere Effekte auf die Biodiversität.

Die Ursachen für den Rückgang der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft liegen im Wesentlichen in Veränderungen der Nutzungsweise, der Nutzungsintensität und der Struktur der Landschaft. Getrieben durch Mechanisierung und Technisierung der Landwirtschaft wurden Flurstücke vergrößert und geometrisch vereinheitlicht – eine Entwicklung, die durch Flurbereinigungen und Gebietsreformen vorangetrieben wurde. Dies war mit einer massiven Reduktion von Strukturelementen verbunden. Baumreihen, Hecken und Feldgehölze, Steinhaufen oder lose Steinmauern, extensiv bewirtschaftete Randstreifen und Geländestufen verschwanden aus der Landschaft. Wildtiere, aber auch Pflanzen, verlieren in strukturärmeren Landschaften ihren Lebensraum.

Neben dem Verlust an Strukturvielfalt spielt die Intensität der Landnutzung eine zentrale Rolle für den Biodiversitätsverlust, insbesondere durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Düngung. Denn Düngung führt zu vermehrtem Wachstum, insbesondere von starkwüchsigen Arten. Diese sind dann meist konkurrenzstark und verdrängen andere Arten. So nahmen etwa in den intensiv genutzten Ackerlandschaften Mittel- und Norddeutschlands die Ackerwildkräuter von den 1950er/60er Jahren bis 2009 im Mittel um 23 Prozent ab. Um die landwirtschaftlichen Erträge zu erhöhen, wurden Böden seit Mitte des 20. Jahrhunderts großflächig mineralisch gedüngt und ihr Wasserhaushalt verändert. In Regionen mit hohem Viehbestand führte zudem die Notwendigkeit, Gülle zu entsorgen, zu weiterer Überdüngung. In Grasländern spielen neben der Düngung auch die Mahdhäufigkeit und Beweidungsdichte eine Rolle beim Rückgang der Pflanzendiversität. Seit der Jahrtausendwende treten die ökologischen Folgen der intensiven Landwirtschaft wie ausgelaugte Böden, Verunreinigung von Gewässern und Biodiversitätsverlust immer deutlicher zutage.

Der Einsatz von Pestiziden gegen Unkraut, Pilze, Schnecken und Insekten ist ein weiterer Haupttreiber der Effekte von Landwirtschaft, wie eine europaweite Studie im Weizenanbau exemplarisch für Ackerwildkräuter, Laufkäfer und Vögel zeigt. Obwohl ihre schädliche Wirkung auf Nichtzielorganismen wissenschaftlich gut belegt ist, wurden in Deutschland zwischen 2012 und 2021 immer mehr Insektizide eingesetzt. Dabei bleibt die Wirkung der Pestizide nicht auf ihren Einsatzort beschränkt. Ihre Rückstände können in Deutschlands Luft mittlerweile überall nachgewiesen werden – auch in Naturschutzgebieten. Bei der Untersuchung von Grasländern zeigte sich etwa, dass für den Rückgang der Insektendiversität der Anteil des umgebenden Ackerlandes entscheidend ist.

Der Klimawandel wirkt als zusätzlicher Stressfaktor, der bestehende Belastungen verschärft. Noch ist er zwar nicht der global dominante Treiber der Biodiversitätskrise – dies ist weiterhin die Landnutzung –, mit fortschreitender Erderwärmung könnte er es aber werden. Invasive gebietsfremde Arten schließlich verdrängen heimische Spezies durch Konkurrenz, eingeschleppte Krankheiten oder als neue Fressfeinde (Prädation). Der Verlust von Lebensräumen erleichtert oft ihre Ausbreitung, da gestörte Ökosysteme weniger widerstandsfähig gegen Eindringlinge sind.

Die unterschiedlichen Treiber und ihre Wechselwirkungen verdeutlichen, dass effektiver Biodiversitätsschutz mehrere Ursachen gleichzeitig angehen muss. Einzelmaßnahmen greifen zu kurz, wenn grundlegende Faktoren wie die Art und Intensität unserer Landnutzung unverändert bleiben.

Folgen des Biodiversitätsverlusts

Die Folgen des Biodiversitätsverlusts sind für viele Menschen noch nicht unmittelbar sichtbar – und gerade darin liegt eine Gefahr. Der Prozess vollzieht sich schleichend, er ist „mehr ein stilles Sterben“. Besonders problematisch ist das Phänomen der „Ökosystemdienstleistungsschuld“: Die vollen Folgen des heutigen Biodiversitätsverlusts werden oft erst mit erheblicher Verzögerung sichtbar. Ökologische Prozesse können Jahre oder Jahrzehnte benötigen, um auf veränderte Artenzusammensetzungen zu reagieren. Was heute stabil erscheint, kann bereits in seiner Funktionsfähigkeit beeinträchtigt sein, und die bereits sichtbaren Effekte sind möglicherweise nur die Spitze des Eisbergs.

Insekten bilden die Nahrungsgrundlage für unzählige Vögel, Fledermäuse, Amphibien und andere Tiere. Ihr Rückgang erschüttert Nahrungsnetze fundamental und kann Kaskadeneffekte auslösen. Beim sekundären Aussterben verschwinden Arten als Folge des Verschwindens anderer Arten. In Nordamerika und Europa leben heute bereits drastisch weniger Vögel als noch 1970, nicht zuletzt wegen der schwindenden Insektenpopulationen, die ihre Nahrungsgrundlage sind.

Ein dramatisches Beispiel der Auswirkungen bereits einzelner drastisch dezimierter Arten liefert Indien, wo innerhalb weniger Jahre über 99 Prozent der Geier starben – mehr als 40 Millionen Vögel. Die Ursache war das Schmerzmittel Diclofenac, das Rindern verabreicht worden war; ihr Fleisch war für die Aasfresser nun tödlich. In der Folge kam es zu einer explosionsartigen Vermehrung streunender Hunde, drastisch steigenden Tollwutfällen und verseuchten Gewässern durch verwesende Kadaver. Derartige Kettenreaktionen auf einen einzelnen Verlust lassen sich im Vorhinein kaum abschätzen.

Die intensive Landwirtschaft hat vielerorts wilde Bestäuber wie Wildbienen stark dezimiert. Gleichzeitig hängen gut 17 Prozent der globalen Ernte von Bestäubung durch Tiere ab. Dafür werden Honigbienen eingesetzt. Doch selbst diese domestizierten Bestäuber überleben kaum. Das Beispiel der USA zeigt, wie eine zentrale Ökosystemdienstleistung industriell ersetzt werden muss, wenn natürliche Systeme kollabieren: Inzwischen werden Zehntausende kommerzieller Bienenvölker quer durchs Land auf Plantagen gefahren. Transport und Pestizidbelastung stressen die Tiere und machen sie anfälliger für Krankheiten. Die Verluste sind dramatisch – zwischen Juni 2024 und Januar 2025 starben in den USA 62 Prozent aller kommerziellen Bienenvölker. Fachleute warnen, dass diese Form der industrialisierten Bestäubung nicht dauerhaft aufrechtzuerhalten ist. Zudem konkurrieren die eingesetzten Honigbienen mit den verbliebenen wilden Bestäubern um Nahrung und verstärken deren Rückgang zusätzlich.

Die ökonomische Dimension der Biodiversitätskrise ist enorm. Nach Berechnungen des Weltwirtschaftsforums sind 55 Prozent der gesamten globalen Wirtschaftsleistung direkt auf Ökosystemleistungen und Naturressourcen angewiesen und daher gefährdet. Fünf der zehn größten Risiken für das nächste Jahrzehnt fallen in die Kategorie Umwelt, mit Biodiversitätsverlust auf Platz zwei. Die Schwierigkeit, Kipppunkte vorherzusagen, macht die Situation besonders prekär. Ökosysteme können lange stabil erscheinen, während sie sich einem kritischen Schwellenwert nähern – und dann abrupt kollabieren.

Was muss geschehen? Ansatzpunkte und Perspektiven

Noch lässt sich der Trend des Biodiversitätsverlusts umkehren. Dies bedarf jedoch einer beispiellosen Anstrengung, wie modellierte Zukunftsszenarien zeigen. Im Business-as-usual-Szenario setzt sich der Biodiversitätsverlust unvermindert fort. Durch ambitionierte Naturschutzmaßnahmen wie die Ausdehnung von Schutzgebieten oder die großflächige Wiederherstellung degradierter Ökosysteme lässt sich die Kurve zwar abflachen, aber nicht umkehren. Die Lösung liegt in einer integrierten Strategie, die drei Ansätze kombiniert: Erstens ist verstärkter Naturschutz notwendig – nicht nur durch mehr Schutzgebiete, sondern auch durch deren effektivere Verwaltung und die Wiederherstellung von 4 bis 15 Millionen Quadratkilometern degradierter Flächen bis 2050. Zweitens braucht es eine nachhaltigere Produktion durch Ertragssteigerungen auf bereits genutzten Flächen und fairen Handel. Drittens muss sich unser Konsum verändern – durch Halbierung der Lebensmittelverschwendung und Reduktion des Verbrauchs tierischer Produkte. Laut der Modellierung ließen sich auf diese Weise bis 2050 mehr als zwei Drittel der sonst zu erwartenden Biodiversitätsverluste verhindern und die Trends tatsächlich umkehren.

Wenn integrierte Strategien notwendig sind, tragen alle Bereiche der Gesellschaft eine Verantwortung – Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und letztlich jede*r Einzelne. Noch fristet das Thema ein Schattendasein, aber es gehört mitten hinein in die politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung. Biodiversität darf nicht als Luxus gelten, sondern als das, was sie tatsächlich ist: unsere Lebensgrundlage und damit schiere Notwendigkeit. Dafür muss die Politik Rahmenbedingungen schaffen. Beim Weltnaturgipfel in Montreal 2022 einigten sich 196 Staaten auf konkrete Ziele bis 2030: Unter anderem sollen 30 Prozent der Erdoberfläche an Land und im Meer unter Schutz gestellt, invasive Arten und Pestizidrisiken halbiert und naturschädliche Subventionen jährlich um 500 Milliarden US-Dollar reduziert werden. Die Vereinten Nationen beziffern die derzeitige Unterfinanzierung für den globalen Naturschutz auf 700 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Die Unterzeichnerstaaten haben sich verpflichtet, diese Ziele in nationale Strategien zu überführen. Sanktionen gibt es jedoch nicht – umso wichtiger sind öffentlicher Druck und Vorbilder.

Die Notwendigkeit breiter gesellschaftlicher Mobilisierung zeigt sich auch in historischer Perspektive: Bereits 1992 appellierten über 1700 Wissenschaftler*innen – darunter die Mehrheit der lebenden Nobelpreisträger*innen – in ihrem „World Scientists’ Warning to Humanity“ an die Menschheit, die Umweltzerstörung einzudämmen. Sie warnten eindringlich vor Ozonabbau, Süßwasserknappheit, Waldverlust, Biodiversitätszerstörung und Klimawandel. Die Bilanz nach 25 Jahren war ernüchternd: Mit Ausnahme der stabilisierten Ozonschicht hatte sich die Lage bei nahezu allen Indikatoren verschlechtert. 2017 folgte deshalb eine zweite Warnung – diesmal unterzeichnet von mehr als 15000 Wissenschaftler*innen aus 184 Ländern. Die Botschaft ist unmissverständlich: Wissenschaftliche Evidenz allein genügt nicht. Vielmehr bedarf es zivilgesellschaftlichen Drucks, politischer Führung und grundlegender Verhaltensänderungen auf individueller wie institutioneller Ebene.

Dass Erholung möglich ist, zeigen Erfolge wie die Rückkehr von Storch, Biber und Luchs nach Deutschland. Doch solche Lichtblicke ändern nichts am besorgniserregenden globalen Trend. Alle gesellschaftlichen Bereiche müssen nun entschieden handeln – Politik und (Land-)Wirtschaft, Naturschutz und Verbraucher*innen. Das Wissen ist vorhanden, die Technologien existieren. Die Zeit drängt. Je länger wirksame Maßnahmen aufgeschoben werden, desto schwieriger und teurer wird die Umkehr der Trends.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Vgl. IPBES, The Global Assessment Report on Biodiversity and Ecosystem Services. Summary for Policymakers, Bonn 2019.

  2. Vgl. Friederike Bauer/Katrin Böhning-Gaese, Vom Verschwinden der Arten. Der Kampf um die Zukunft der Menschheit, Stuttgart 2023.

  3. Vgl. Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina/Acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften/Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, Biodiversität und Management von Agrarlandschaften. Umfassendes Handeln ist jetzt wichtig, Halle/S. 2020.

  4. Edward Wilson, Biodiversity, Washington, D.C. 1988.

  5. Vgl. Andy Purvis/Andy Hector, Getting the Measure of Biodiversity, in: Nature 6783/2000, S. 212–219.

  6. Zur Rolle von Citizen Science siehe den Beitrag von Christoph Bleidorn in dieser Ausgabe (Anm. d. Red.).

  7. Vgl. Theresa Palm/Lina Moreno/Julia Schubert, Weißt du, wie viel’ Falter flattern, in: Süddeutsche Zeitung (SZ), 13.9.2025, S. 32f.

  8. Vgl. Peter B. Pearman/Darius Weber, Common Species Determine Richness Patterns in Biodiversity Indicator Taxa, in: Biological Conservation 1–2/2007, S. 109–119.

  9. Camilo Mora et al., How Many Species Are There on Earth and in the Ocean?, in: PLoS Biology 8/2011, Art. e1001127.

  10. Vgl. Helmut Hillebrand, On the Generality of the Latitudinal Diversity Gradient, in: The American Naturalist 2/2004, S. 192–211.

  11. Vgl. Barry Cox, The Biogeographic Regions Reconsidered, in: Journal of Biogeography 4/2001, S. 511–523.

  12. Vgl. Norman Myers et al., Biodiversity Hotspots for Conservation Priorities, in: Nature 6772/2000, S. 853–858.

  13. Vgl. Wolfgang Völkl/Wolfgang W. Weisser/Stefan Hotes, Biodiversität in Deutschland – ein kurzer Überblick, in: Stefan Hotes/Volkmar Wolters (Hrsg.), Fokus Biodiversität. Wie Biodiversität in der Kulturlandschaft erhalten und nachhaltig genutzt werden kann, München 2010, S. 65–74.

  14. Vgl. Millennium Ecosystem Assessment, Ecosystems and Human Well-Being. Biodiversity Synthesis, Washington, D.C. 2005. Zu ethischen Argumenten siehe auch den Beitrag von Uta Eser in dieser Ausgabe, zu Ökosystemdienstleistungen den Beitrag von Bernd Hansjürgens (Anm. d. Red.).

  15. Bauer/Böhning-Gaese (Anm. 2), S. 26.

  16. Vgl. Wolfgang W. Weisser et al., Biodiversity Effects on Ecosystem Functioning in a 15-Year Grassland Experiment: Patterns, Mechanisms, and Open Questions, in: Basic and Applied Ecology 23/2017, S. 1–73; siehe auch Externer Link: https://www.the-jena-experiment.de.

  17. Zur Rolle von Monokulturen siehe auch den Beitrag von Frank Uekötter in dieser Ausgabe (Anm. d. Red.).

  18. Vgl. Elizabeth Kolbert, The Sixth Extinction. An Unnatural History, New York 2014.

  19. Vgl. Bauer/Böhning-Gaese (Anm. 2), S. 17.

  20. Vgl. IPBES (Anm. 1).

  21. Vgl. World Wide Fund for Nature, Living Planet Report 2024, Berlin 2024.

  22. Vgl. Caspar A. Hallmann et al., More than 75 Percent Decline over 27 Years in Total Flying Insect Biomass in Protected Areas, in: PLoS One 10/2017, Art. e0185809.

  23. Vgl. Sebastian Seibold et al., Arthropod Decline in Grasslands and Forests is Associated with Landscape-Level Drivers, in: Nature 7780/2019, S. 671–674.

  24. Vgl. Palm/Moreno/Schubert (Anm. 7).

  25. Vgl. Sarah K. Papworth et al., Evidence for Shifting Baseline Syndrome in Conservation, in: Conservation Letters 2/2009, S. 93–100.

  26. Vgl. Kristen E. Saban/John J. Wiens, Unpacking the Extinction Crisis: Rates, Patterns and Causes of Recent Extinctions in Plants and Animals, in: Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences 2057/2025, Art. 20251717.

  27. Vgl. IPBES (Anm. 1).

  28. Vgl. Osvaldo E. Sala et al., Global Biodiversity Scenarios for the Year 2100, in: Science 5459/2000, S. 1770–1774.

  29. Vgl. Sean L. Maxwell et al., The Ravages of Guns, Nets and Bulldozers, in: Nature 7615/2016, S. 143–145.

  30. Vgl. Forest Declaration Assessment Partners, Summary for Policymakers: Forest Declaration Assessment 2025, Oktober 2025, Externer Link: https://forestdeclaration.org.

  31. Vgl. Heinrich-Böll-Stiftung/Bund für Umwelt und Naturschutz/TMG – Think Tank for Sustainability, Bodenatlas. Daten und Fakten über eine lebenswichtige Ressource, Berlin 2024.

  32. Vgl. Leopoldina et al. (Anm. 3).

  33. Vgl. ebd., S. 24.

  34. Vgl. ebd., S. 27, S. 33.

  35. Vgl. Nico Blüthgen et al., A Quantitative Index of Land-Use Intensity in Grasslands: Integrating Mowing, Grazing and Fertilization, in: Basic and Applied Ecology 3/2012, S. 207–220.

  36. Vgl. Flavia Geiger et al., Persistent Negative Effects of Pesticides on Biodiversity and Biological Control Potential on European Farmland, in: Basic and Applied Ecology 2/2010, S. 97–105.

  37. Vgl. Palm/Moreno/Schubert (Anm. 7).

  38. Vgl. Maren Kruse-Plaß et al., Pesticides and Pesticide-Related Products in Ambient Air in Germany, in: Environmental Sciences Europe 33/2021, Art. 114.

  39. Vgl. Seibold et al. (Anm. 23).

  40. Vgl. Maxwell et al. (Anm. 29).

  41. Vgl. Petr Pyšek et al., Scientists’ Warning on Invasive Alien Species, in: Biological Reviews 6/2020, S. 1511–1534.

  42. Bauer/Böhning-Gaese (Anm. 2), S. 12.

  43. Vgl. Kenneth V. Rosenberg et al., Decline of the North American Avifauna, in: Science 6461/2019, S. 120–124; Fiona Burns et al., Abundance Decline in the Avifauna of the European Union Reveals Cross-Continental Similarities in Biodiversity Change, in: Ecology and Evolution 23/2021, S. 16647–16660.

  44. Vgl. Bauer/Böhning-Gaese (Anm. 2), S. 27f.

  45. Vgl. Boris Herrmann/Hanno Charisius/Gregor Scheu, Ausgebrummt, in: SZ, 30.10.2025, S. 34.

  46. Vgl. World Economic Forum, Global Risk Report 2025, Cologny 2025.

  47. Vgl. David Leclère et al., Bending the Curve of Terrestrial Biodiversity Needs an Integrated Strategy, in: Nature 7826/2020, S. 551–556.

  48. Vgl. ebd.

  49. Vgl. Bauer/Böhning-Gaese (Anm. 2), S. 24–26.

  50. Vgl. ebd., S. 153f.

  51. Vgl. William J. Ripple et al., World Scientists’ Warning to Humanity: A Second Notice, in: Bioscience 12/2017, S. 1026–1028.

  52. Vgl. Dominik Zarychta, Der Storch ist zurück, 12.8.2024, Externer Link: https://www.sz.de/lux.TeS9aNYpUVeCS3HyWVi6iF.

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Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 3.0 DE - Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland" veröffentlicht. Autor/-in: Sebastian T. Meyer für Aus Politik und Zeitgeschichte/bpb.de

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ist Professor für Ökosystemfunktionen und Biodiversität an der Technischen Universität München. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Artenvielfalt und Ökosystemstabilität sowie die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Biodiversität.