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bpb:magazin 2/2015: Flucht in Zahlen

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Flucht in Zahlen

Wie viele Menschen sind weltweit auf der Flucht? Wie viele von ihnen suchen Asyl? Und wie viele überleben den oftmals gefährlichen Weg nicht? Fakten und Zahlen zu Menschen auf der Flucht im neuen bpb:magazin 2/2015.

15 Konflikte

Insgesamt sind innerhalb der vergangenen fünf Jahre mindestens 15 neue Konflikte auf der Welt entflammt oder erneut ausgebrochen, von denen bisher nur wenige wieder beigelegt wurden.

www.bpb.de/hintergrund-aktuell

51.200.000 Menschen

Schätzungen des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) zufolge waren 2013 weltweit 51,2 Millionen Menschen auf der Flucht. 16,7 Millionen von ihnen haben aufgrund von Verfolgung, Menschenrechtsverletzungen, Gewalt oder prekären Lebensbedingungen ihr Land verlassen.

www.bpb.de/apuz/208003/aktuelle-zahlen-und-entwicklungen

1.800.000 Asylsuchende

Derzeit gibt es weltweit etwa 1,8 Millionen Asylsuchende (2013: 1,2 Millionen), die noch auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten. Hinzu kommen Binnenvertriebene; das sind Menschen, die zwar aus ähnlichen Gründen wie "Flüchtlinge" auf der Flucht sind, die aber ihr Heimatland nicht verlassen haben. Damit sind Binnenvertriebene besonders gefährdet, weil sie weiterhin offiziell unter dem Schutz ihrer eigenen Regierung stehen, auch wenn diese die Ursache für ihre Flucht ist. Gleichzeitig stellen sie die größte Gruppe von Menschen auf der Flucht dar: 38,2 Millionen (2013: 33,3 Millionen).

www.bpb.de/hintergrund-aktuell

4.000.000 syrische Flüchtlinge

Im Mai 2015 hatten fast 4 Millionen syrische Flüchtlinge ihr Land verlassen und waren beim Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen registriert.

http://www.bpb.de/apuz/208003/aktuelle-zahlen-und-entwicklungen

1.800 Tote

Die Zahl der Todesfälle auf dem Mittelmeer in den ersten vier Monaten des Jahres 2015 beziffert die Internationale Organisation für Migration bereits auf rund 1.800. Allein am 18. April starben bis zu 800 Menschen, als ein völlig überfülltes Schiff vor der libyschen Küste kenterte.

www.bpb.de/migration/kurzdossiers

80.000.000 Dollar

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration machen Schleuser weltweit einen Jahresumsatz von drei bis zehn Milliarden Dollar. Sehr vorsichtig geschätzt, verdienen Schleuser allein im Mittelmehr jährlich ca. 80 Millionen Dollar.

www.fluter.de/de/147/heft/13602/

70% der Asylsuchenden

Fünf EU-Staaten haben 2014 zusammen über 70 Prozent aller Asylsuchenden in der EU aufgenommen: Deutschland (202.700 Personen bzw. 32 Prozent), Schweden (81.200 Personen bzw. 13 Prozent), Italien (64.600 Personen bzw. zehn Prozent) und Ungarn (42.800 Personen bzw. sieben Prozent). Jeder dritte Asylantrag wurde also in Deutschland gestellt. Zieht man die Bevölkerungszahl der EU-Staaten hinzu, ergibt sich jedoch ein etwas anderes Bild: Im Vergleich zur Bevölkerung des jeweiligen Mitgliedsstaates wurde die höchste Asylbewerberquote in Schweden verzeichnet (8,4 Asylsuchende pro 1.000 Einwohner), gefolgt von Ungarn (4,3) und Österreich (3,3). Deutschland liegt mit 2,5 Asylsuchenden pro 1.000 Einwohner an sechster Stelle unter den EU-Staaten.

http://www.bpb.de/apuz/208003/aktuelle-zahlen-und-entwicklungen

150 Attacken

Im Jahr 2014 wurden bundesweit rund 150 Attacken auf Flüchtlingsheime gezählt, wesentlich mehr als ein Jahr zuvor. 2013 zählte das Bundeskriminalamt insgesamt 58 gegen Flüchtlinge gerichtete Straftaten, darunter Propagandadelikte, Sachbeschädigung, Brandstiftung, Volksverhetzung, Körperverletzungen und Beleidigungen.

www.bpb.de/rechtsextremismus

200.000 Einwanderer

Deutschland ist wegen der niedrigen Geburtenraten, der Alterung seiner Bevölkerung und dem damit zusammenhängenden Schrumpfen seines Arbeitskräftepotenzials aus ökonomischen Gründen auf weitere zusätzliche Einwanderer angewiesen. Die meisten Schätzungen und Berechnungen gehen davon aus, dass in den kommenden Jahrzehnten etwa 200.000 weitere Einwanderer pro Jahr erforderlich sind.

www.bpb.de/izpb/198020/migration-und-integration

63,4% der Asylsuchenden

Laut Jahresbericht 2013 des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge waren 63,4 Prozent aller nach Deutschland kommenden Asylsuchenden männlich; in der Altersgruppe 18 bis 25 Jahre waren es sogar 74,8 Prozent. Das könnte daher kommen, dass jungen Männern oft die strapaziöse Flucht eher zugetraut wird. Zudem kommt in patriarchalischen Gesellschaften Männern eher die Rolle des Verdieners zu, der die Familie mit Geld aus dem Ausland versorgt.

www.fluter.de/de/147/heft/13602/


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