Inhaltsbeschreibung
Was passiert, wenn sich eine Demokratie nicht ausreichend gegen autoritäre Kräfte wehrt? Nach ihrer Machtübernahme 1933 bauten die Nationalsozialisten die Weimarer Republik – die erste Demokratie auf deutschem Boden – in nur wenigen Monaten in eine Diktatur um, die auf Terror, Gewalt und Propaganda fußte. Politische Gegnerinnen und Gegner, Menschen, die Widerstand leisteten und Menschen, die nicht in die rassistische und antisemitische Vorstellung der nationalsozialistischen „Volksgemeinschaft“ passten, wurden gnadenlos ausgegrenzt, verfolgt und ermordet.
Diese Ausgabe thematisiert den Aufstieg der Nationalsozialisten in der Weimarer Republik in den 1920er-Jahren, ihre Machtübernahme 1933 und die ersten Jahre des nationalsozialistischen Terrorregimes bis zum Frühjahr 1939. Deutlich wird, wie die Nationalsozialisten ihre Verfolgungsinstrumente immer weiter verschärften und durch gezielte Propaganda mit ihren menschenverachtenden Botschaften teils bis in den privaten Raum vordrangen und so den Weg für den Holocaust ebneten.
Historische Quellen geben Einblicke in die Lebensrealität der Zeitgenossinnen und Zeitgenossen und ihr Gedankengut. Während das Leben der einen durch die menschenverachtende Politik der Nationalsozialisten zerstört wurde, machten andere begeistert mit, passten sich an oder zogen sich ins Private zurück. Nur wenige leisteten Widerstand.
Eine Fortsetzung dieser Ausgabe erscheint im Frühjahr 2027 unter dem Titel „Nationalsozialismus: Krieg und Holocaust“.