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Masha Krichevskaja: Redakteurin bei „Radio Golos“ | Deutschland Archiv | bpb.de

Masha Krichevskaja: Redakteurin bei „Radio Golos“ Eine russischsprachige Stimme aus Berlin

von: Zeitzeugen TV

Masha Krichevskaja kam als jüdischer Kontingentsflüchtling nach Deutschland. Sie arbeitet für das russischsprachige "Radio Golos" in Berlin. Im Interview spricht sie über ihr Leben und ihre Arbeit.

Inhalt

Masha Krichevskaja wurde 1972 in Leningrad geboren – seit 1991 heißt die Stadt wieder St. Petersburg. Sie wuchs in einer jüdisch und stark kulturell geprägten Familie auf. Mit 18 Jahren übersiedelte sie mit ihrer Familie im Rahmen der Kontigentaufnahme jüdischer Flüchtlinge aus der Sowjetunion nach Deutschland. Sie studierte Germanistik und Anglistik an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf.

Seit 1997 lebt Masha Krichevskaja mit ihrer Familie in Berlin und arbeitete als Redakteurin bei „Radio Russkij“. Im Interview mit Thomas Grimm erzählt sie über die Zeit nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine und welche Veränderungen dieser in Bezug auf den Radiosender mit sich brachte. Die Berliner Medienanstalt genehmigte schließlich die Umbenennung von „Radio Russkij“ in „Radio Golos“. Es war eine schwere Entscheidung, sich von einem Namen zu trennen, mit dem man 18 Jahre lang auf Sendung war. Aber Krichevskaja wollte mit ihrer Redaktion ein sicht- und hörbares Zeichen setzen gegen den Angriffskrieg Russlands. Nach wie vor wird in russischer Sprache gesendet, um all jenen russischsprachigen Menschen egal ob Russ/-innen, Russlanddeutsche, Georgier/-innen, Usbek/-innen, Kasach/-innen oder Ukrainer/-innen einen Haltepunkt in der Sprache zu geben. Zudem ist der Sender aus dem Russischen Haus in Berlin in neue Räumlichkeiten umgezogen.

Neben einem multikulturellen Musikprogramm bietet „Radio Golos“ auch Sendungen mit konkreter Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine an. Es sind vielfach Ratgebersendungen, die die Menschen, die die Ukraine verlassen haben, bei der Bewältigung von Anträgen und Aufenthaltspapieren, über die Beantragung von Bürgergeld bis hin zur Wohnraumsuche unterstützen. Im Gespräch mit dem Filmemacher Thomas Grimm von Zeitzeugen-TV spricht Masha Krichevskaja über ihre russische Heimatstadt, die für sie immer noch die schönste Stadt der Welt ist. Aber sie empfiehlt St. Petersburg seit dem Russland, die Ukraine überfallen hat, nicht mehr als Reiseziel. Ebenso berichtet sie darüber, warum sie mit ihrer Familie in die Bundesrepublik gegangen ist und wie es ihr dabei ergangen ist. Sie führt die Zuschauerinnen und Zuschauer durch die neuen Räumlichkeiten von „Radio Golos“ und spricht über das Programm eines Senders für ein russischsprachiges Publikum in der Diaspora, das zunächst als reines Unterhaltungsmedium gestartet war.

Mehr Informationen

  • Regie / Interview: Thomas Grimm

  • Kamera und Schnitt: James-A. Wehse

  • Produktion: 2022

  • Spieldauer: 21 Min.

  • hrsg. von: Zeitzeugen TV und Bundeszentrale für politische Bidlung

  • Verfügbar bis: 19.12.2032

Lizenzhinweise

© Zeitzeugen-TV

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