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En-Gendering jüdische Migration: Narrative jüdischer Frauen mit sowjetischer Erfahrung in Deutschland nach 1990

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Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? 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En-Gendering jüdische Migration: Narrative jüdischer Frauen mit sowjetischer Erfahrung in Deutschland nach 1990

Alina Gromova

/ 21 Minuten zu lesen

Der Artikel behandelt die Situation der Frauen in der russischsprachigen jüdischen Community nach 1990 in Deutschland. Die Autorin geht den Fragen nach den Entwürfen des Berufslebens, dem Engagement in den jüdischen Communities und der spezifisch weiblichen Erinnerungskultur nach. Hier werden Erzählungen, Erinnerungen und Positionen russischsprachiger Jüdinnen sichtbar und bieten einen neuen Blick auf die jüdische Geschichte und Gegenwart aus der Frauenperspektive.

Der Vorstand und das Aktiv der WiGB erörtern das Programm des Berichtsseminars WiGB-2002.V. l. n. r.: Dr. Fenja Kropman, Dr. Bella Lurik, Vorsitzende der WiGB, Dipl. Ing., Alla Kochergina, Dipl.Ing. Genrietta Liakhovitskaia, Prof. Dr. Victor Mairanowski, Leiter des Seminars, Dipl. Ing. Ari Kropman. (© Wissenschaftliche Gesellschaft bei der Jüdischen Gemeinde zu Berlin)

Anfang der 1990er Jahre begann eine verstärkte Einwanderung von Jüdinnen und Juden aus der Sowjetunion nach Deutschland. Zu verschiedenen Aspekten dieser Migration ist in den vergangenen fünfzehn Jahren bereits publiziert worden, etwa zur kulturellen, religiösen und urbanen Identität der jungen Generation, zur transnationalen Küche innerhalb der jüdisch-russischsprachigen Community, zu ihrem Humor und ihrer Konsumkultur oder zu ihrem Umgang mit Antisemitismus und Rassismus in Deutschland.

Medial wird über die jüdischen Einwander*innen häufig das Bild transportiert, dass sie ihre jüdischen Traditionen und ihren Glauben in der Sowjetunion und deren Nachfolgestaaten nicht gelebt hätten. Deshalb wird dieser Beitrag zunächst kurz umreißen, wie die Situation von Jüdinnen und Juden in der Sowjetunion war, wie sie in dieser Situation lebten und wie sich charakteristische Biografien und Lebenswege zu dieser Berichterstattung verhalten.

Über die Situation der Frauen in der russischsprachigen jüdischen Community in Deutschland nach 1990 ist bisher nur wenig bekannt. Dieser Beitrag widmet sich zum einen der Frage, wie sich das Berufsleben von Frauen in der ehemaligen Sowjetunion und später in Deutschland gestaltete: Konnten sie auf ihren vor der Immigration erworbenen beruflichen Qualifikationen und Erfahrungen in Deutschland aufbauen? Welche Wege gingen sie, um ein erfülltes Leben nach der Einwanderung zu verwirklichen? Des Weiteren wird das Engagement von Frauen für die Belange jüdischer Communities in Deutschland betrachtet sowie ein kurzer Blick auf ihre Rolle in der deutschen Kulturlandschaft geworfen.

Und schließlich wird die Frage nach der spezifisch weiblichen Erinnerungskultur russischsprachiger Jüdinnen gestellt: Welche Erinnerungen an die Verfolgung, das Überleben und den Widerstand im Zweiten Weltkrieg bringen sie nach Deutschland mit, und wie lassen sich diese mit dem deutsch-jüdischen Erinnerungsdiskurs hierzulande verflechten? Ziel ist es, die häufig unsichtbaren Erzählungen, Erinnerungen und Perspektiven russischsprachiger jüdischer Frauen sichtbar zu machen.

Jüdisches Leben in der Sowjetunion – ein kurzer Überblick

Das häufig medial vermittelte Bild, dass die in den 1990er Jahren nach Deutschland gekommenen Jüdinnen und Juden in der Sowjetunion weder ihrer Religion noch ihren jüdischen Traditionen nachgehen durften oder wollten, trifft keineswegs auf alle Personen zu, die nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nach Deutschland kamen. Während der siebzig Jahre dauernden Sowjetzeit von 1922 bis Dezember 1991 hatten sich in den meisten Familien jüdische Riten und Bräuche mit sowjetischen Feiertagen und Traditionen verwoben. Auf diese Weise pflegten viele Familien das Jüdische in ihren Familien- und Freundeskreisen und bewahrten so ihre Identität. Ein vitales und öffentliches jüdisches Leben, und vor allem ein Gemeindeleben, war jedoch aus politischen Gründen unter der kommunistischen Führung, die generell die Ausübung von Religion ablehnte und zu verhindern suchte, über viele Jahrzehnte in der Sowjetunion kaum möglich. So hatte Wladimir Iljitsch Lenin in Anlehnung an Karl Marx schon 1905 formuliert: „Die Religion ist das Opium des Volks.“ Verboten war die jüdische Religion offiziell nicht, aber die Anzahl der Synagogen in der Sowjetunion nahm über die Zeit deutlich ab.

Jüdische Kommunisten, die bis 1929 eine eigene Sektion innerhalb der Kommunistischen Partei der Sowjetunion bildeten, wollten nach 1918 eine säkulare jüdische Kultur und Identität im Sozialismus etablieren, die sich von der Religion lösen sollte. Dazu wurde die jiddische Sprache durch die Etablierung von Theatern sowie durch Literatur und Zeitungen gefördert. In dieser Zeit verließen zahlreiche jüdische Gelehrte das Land oder arbeiteten im Untergrund weiter. Insgesamt änderte sich in der Sowjetunion die Politik gegenüber der jüdischen Minderheit mehrfach, sodass von einem eher ambivalenten Verhältnis gesprochen werden kann. Während des Zweiten Weltkrieges etwa wurden Verbote für religiöse Einrichtungen und Riten kurzzeitig wieder aufgehoben, um Loyalität gegenüber dem Staat zu generieren. So kämpften beispielsweise viele Juden und Jüdinnen in der Roten Armee gegen Hitler-Deutschland mit.

Von 1948 bis 1953 ließ Josef Stalin Jüdinnen und Juden durch die sogenannten Kosmopolitismus-Prozesse und wegen einer angeblichen Ärzteverschwörung verfolgen und auch ermorden. In diesen Jahren wurden viele jüdische Einrichtungen zerstört. Unter Nikita Chruschtschow wurden in den 1960er Jahren weitere Synagogen geschlossen. Gottesdienste und religiöse Feierlichkeiten wurden selten öffentlich, sondern eher im Verborgenen begangen. Offiziell gab es zwar keinen Antisemitismus in der Sowjetunion, doch begegneten Jüdinnen und Juden Ablehnung, Ressentiments und Ausgrenzung im Alltag.

Jüdisch zu sein, wurde in der Sowjetunion als nationale Zugehörigkeit angesehen. Wie bei Angehörigen anderer Volksgruppen und Nationalitäten, die in der Sowjetunion lebten, wurde dies seit 1932 in ihrem Inlandspass entsprechend mit dem Wort „jevrejka“ oder „jevrej“ vermerkt. Die Zugehörigkeit zur jüdischen Nationalität wurde, wie auch bei den anderen Nationalitäten, Interner Link: über den Vater weitergegeben.

Jüdinnen und Juden trafen sich im privaten Kreis, tauschten sich über Diskriminierungserfahrungen aus, sprachen über soziale und wirtschaftliche Überlebensstrategien, diskutierten die Möglichkeiten der Ausreise oder erzählten sich Witze, um sich in ihrem überwachten Alltag ein Ventil zu schaffen. Viele aus der älteren Generation mischten ihr Russisch mit Jiddisch und servierten Mazze oder gefilte Fisch an jüdischen Feiertagen wie Interner Link: Pessach oder Rosh haShana. Manche lebten das Judentum im Untergrund weiter, etwa mit Literatur aus Selbstverlagen, deren Schriften untereinander weitergereicht wurden. Darüber hinaus gab es in Wohnräumen Seminare zur Vermittlung der jüdischen Religion, vor allem in den Küchen. Jüdinnen und Juden brachten sich gegenseitig die jüdische Kultur und Traditionen näher. Und auch religiöse Anlässe wie Bar Mitzwa oder Bat Mitzwa wurden im Privaten in Wohnräumen gefeiert.

Die wirtschaftliche Situation russischsprachiger Jüdinnen in der Sowjetunion der 1980er und 90er Jahre

Die 1980er und -90er Jahre sind in der Geschichte der Sowjetunion in mehrfacher Hinsicht bedeutsam. Diese Dekaden, in denen der Zerfall der Sowjetunion eingeleitet und schließlich vollzogen wurde, sind durch politische und wirtschaftliche Umbrüche, Instabilität und Kriminalität geprägt. Der grassierende latente Antisemitismus brachte für Jüdinnen und Juden berufliche Einschränkungen mit sich. So war es unter anderem unmöglich, sich in der Sowjetunion als Jüdin an Universitäten für bestimmte Studiengänge einzuschreiben. Quoten für die Belegung von Studienplätzen, die für Zugehörige unterschiedlicher Volksgruppen, also auch für Jüdinnen und Juden galten, waren ungeschriebenes Gesetz. Bekam eine Jüdin oder ein Jude einen Studienplatz nicht, wurde das häufig mit der Quote begründet.

Zudem war es Jüdinnen und Juden nicht möglich, in den diplomatischen Dienst einzutreten. Menschen mit jüdischen Namen erlebten Diskriminierung in Schulen, am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Raum, weil ihr Äußeres als nichtslawisch angesehen wurde. Von den lebensfeindlichen Bedingungen der sowjetischen Existenz waren besonders Frauen betroffen, jüdische wie nicht-jüdische gleichermaßen. So verdienten sie fast ein Drittel weniger als Männer in denselben Berufen und Positionen und waren nur zu einem geringen Anteil in Führungsebenen vertreten, obwohl mehr Frauen als Männer eine Hochschulqualifikation besaßen.

Mit Glasnost und Perestroika unter Michail Gorbatschow, dem Generalsekretär der KPdSU (Kommunistische Partei der Sowjetunion), begann in der Sowjetunion zwischen 1985 und 1991 der allgemeine gesellschaftliche Umbruch. Die Reformen des politischen Systems setzten neue gesellschaftliche Strömungen und Meinungsprozesse in Gang, die zur Formierung neuer Gruppierungen führten. Dazu gehörte auch die Frauenbewegung, deren Mitglieder als Leningrader Dissidenten-Feministinnen bekannt waren und sich um die Herausgeberinnen der Samizdat-Magazine wie „Maria“ oder „Frau und Russland“ gruppierten. Zum ersten Mal konnten sowjetische Frauen nun öffentlich dagegen protestieren, als „Bürger zweiter Klasse“ behandelt zu werden.

In dieser Zeit konnte auch die US-amerikanische jüdische Frauenorganisation Kesher erste Kontakte zu Jüdinnen in der Sowjetunion knüpfen. Das Projekt Kesher, in dem heute etwa 3.000 Jüdinnen in 150 Orten in Russland, der Ukraine, in Weißrussland, Moldavien, Georgien und Israel aktiv sind, eröffnete 1994 erstmalig Kesher-Büros in mehreren (ex-)sowjetischen Republiken. Die Kesher-Aktivistinnen wollten jüdische Frauen wieder mit den jüdischen Traditionen vertraut machen, da viele dieser Traditionen durch die restriktive sowjetische Politik in Vergessenheit geraten waren. Heute leistet Kesher zudem Informationsarbeit über die Prävention von Brustkrebs, setzt sich gegen Gewalt gegen Frauen ein und bietet Leadership-Trainings für jüdische Frauen an.

Derzeit widmen sich in Deutschland immer mehr junge russischsprachige Wissenschaftlerinnen jüdischer Herkunft der jüdisch-(post-)sowjetischen Kultur und Tradition. Dazu gehören etwa Darja Klingenberg, Julia Bernstein oder Sevil Huseynova.

Die große Ausreisewelle von Jüdinnen und Juden aus der Sowjetunion in den 1990er Jahren nach Deutschland

Als die sowjetische Regierung in den 1970er Jahren dank des kurzen Tauwetters in den Ost-West-Beziehungen den Eisernen Vorhang für kurze Zeit lüftete, kamen zunächst etwa 3.500 Jüdinnen und Juden in die Bundesrepublik. Der Großteil von ihnen ging nach West-Berlin. Dieser relativ kleinen Gruppe folgten seit 1991 etwa 220.000 jüdische Einwander*innen, die mit dem Fall des Eisernen Vorhangs auf der Grundlage des Interner Link: Kontingentflüchtlingsgesetzes in die Bundesrepublik Deutschland gekommen waren.

Sie erhielten einen Aufenthaltstitel aus humanitären Gründen und mussten kein Asylverfahren durchlaufen. Auf diese Weise hoffte man hierzulande auch, die mitgliederarmen Jüdischen Gemeinden zu stärken und das jüdische Leben in Deutschland, das durch die Shoah nahezu ausgelöscht worden war, wieder zu beleben. Die Einwander*innen schauten ihrerseits zuversichtlich in die Zukunft und hofften auf die Fortsetzung ihrer Berufswege, ein diskriminierungsfreies Leben und attraktivere Perspektiven für ihre Kinder.

In den hiesigen Jüdischen Gemeinden engagierten sich vor allem die Frauen ehrenamtlich und halfen konkret mit Kleiderspenden, bezogen Betten in Unterkünften und unterstützen ihre russischsprachigen jüdischen Schwestern und Brüder dabei, sich in Deutschland zurechtzufinden. Zudem stellten die Gemeinden ihnen Räume zur Verfügung, damit sie sich untereinander treffen und in den Interner Link: Jüdischen Gemeinden einbringen konnten .

Jüdische Frauen als selbstbestimmte Akteurinnen in Wissenschaft und Forschung

Unter den jüdischen Frauen, die nach Deutschland kamen, war der Großteil in der Sowjetunion als Akademikerinnen tätig gewesen und hatte etwa als Ingenieurinnen, Hochschuldozentinnen oder Ärztinnen gearbeitet. Ihre akademischen und beruflichen Qualifikationen haben sie an den Universitäten und Instituten in der Ukraine und Russland, Lettland und Litauen, Aserbaidschan und Georgien erworben. Die Immigrantinnen, die in der ehemaligen Sowjetunion als Frauen und als Jüdinnen mehrfach diskriminiert wurden, waren davon ausgegangen, mit ihren Berufs- und Hochschulabschlüssen in Deutschland adäquate Anstellungen zu bekommen und in der Gesellschaft gebraucht zu werden. Wie viele andere Immigrantinnen wurden jedoch auch die Jüdinnen aus der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland damit konfrontiert, dass ihre ausländischen Abschlüsse bis heute nicht anerkannt werden.

Wer keinen Anerkennungsbescheid über den ausländischen Abschluss vorweisen konnte, wurde von Arbeitsvermittler*innen als „Ungelernte“ eingeordnet und dementsprechend vermittelt. Die betroffenen Frauen mussten ihren Lebensunterhalt häufig mit schlechtbezahlten Jobs bestreiten, die weit unter ihren Qualifikationen lagen und keine sinngebende Funktion für sie hatten. So war eine Akademikerin, die sich und ihre Familie als Putzkraft finanziell über Wasser halten musste, keine Seltenheit. Eine weitere finanzielle Benachteiligung erfuhren und erfahren die Jüdinnen dadurch, dass sie bis heute, anders als Spätaussiedler*innen, keine Rentenansprüche aus ihrer beruflichen Tätigkeit in der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland geltend machen können, was in der Community als große soziale Ungerechtigkeit empfunden wird.

Viele russischsprachige jüdische Wissenschaftlerinnen sind jedoch nicht bereit, ihre erzwungene Passivität im akademischen Leben hinzunehmen. Deshalb widmen sie sich in ihrer Freizeit weiterhin Forschung und Lehre, individuell und auch im Kollektiv: Beispielhaft für einen Zusammenschluss eingewanderter jüdischer Wissenschaftler*innen ist die Wissenschaftliche Gesellschaft (WiGB) bei der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Mit ihrer Gründung im Jahr 1996 wurde sie zur ersten Vereinigung dieser Art im Nachkriegsdeutschland. Im Gegensatz zum Russisch-jüdischen Wissenschaftlichen Verein, der am Ende des 19. Jahrhunderts von Emigrant*innen in Berlin gegründet wurde und dessen Mitglieder nahezu ausschließlich Männer waren, gehören der WiGB zahlreiche Frauen an.

Darunter ist etwa die Chemikerin Bella Lurik. Sie kam 1993 nach Deutschland und gründete 1996 die WiGB mit. Seit 1998 leitet die in Machatschkala (Dagestan – ASSR) geborene Wissenschaftlerin mit dem Spezialgebiet „Chemie und Technologie biologisch aktiver Verbindungen“ die Wissenschaftliche Gesellschaft. Zusammen mit Bella Lurik gehörten im Jahr 2018 insgesamt 17 Frauen der WiGB an. Sie bildeten damit mehr als ein Drittel der 52 Mitglieder, die die WiGB im Jahr 2018 zählte. In der ehemaligen Sowjetunion waren sie als Mathematikerinnen, Chemikerinnen, Psychologinnen, Geographinnen, Biologinnen und Polytechnikerinnen tätig. Mit der WiGB haben die eingewanderten jüdischen Wissenschaftlerinnen für sich einen Raum geschaffen, in dem sie weiterhin forschen und publizieren können.

Daneben engagieren sich die Mitglieder der WiGB für die Bildung der jungen Generation, sie organisieren Seminare und geben Nachhilfeunterricht für Kinder und Jugendliche. Frauen aus der jungen Generation der Immigrantinnen berichten, dass sie ihre Leidenschaft für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) bei den Mathematik- und Physikolympiaden der WiGB entdeckten. Julia Klebanow, heute Medizinstudentin an der Berliner Charité, schreibt:

Ich erinnere mich sehr genau daran, wie ich als fünfzehnjähriges Schulmädchen auf die Mathematikolympiade der WiGB aufmerksam wurde und mich zur Teilnahme anmeldete. Die Olympiade war nicht nur ein voller Erfolg für mich mit einem wunderbaren Bücherpreis, nicht nur ein sehr angenehmes Erlebnis mit vielen interessanten Menschen in einer schönen, entspannten Atmosphäre, sondern eröffnete mir vor allem eine wunderbare Zusammenarbeit mit Professoren und Dozenten aus der ehemaligen Sowjetunion […]. Seminare wurden schon bald zum Beispiel auf das Deck eines Schiffes verlegt, das durch Berlin fuhr, was zusätzlich das Knüpfen von Kontakten mit anderen Schülern und Mitgliedern der Wissenschaftlichen Gesellschaft erleichterte und der Anschaulichkeit der erklärten Sachverhalte diente.

Ein wichtiger Teil der Arbeit der Wissenschaftlichen Gesellschaft ist die Erforschung jüdischer Geschichte. Mit der Publikation „Zur Geschichte der Potsdamer Synagoge“ oder mit der Ausstellung „Deutsch-Jüdische Wissenschaftler“, um nur einige Beispiele zu nennen, möchten die Mitglieder der WiGB eine stärkere Bindung der jungen Generation an ihre jüdischen Wurzeln fördern. Mit einem bewundernswerten Spagat zwischen Erwerbsarbeit und ehrenamtlicher Forschung und Lehre tragen jüdische Immigrantinnen so zum Fortbestehen ihrer wissenschaftlichen Arbeit und zur Förderung jüdischer Geschichte und Kultur in Deutschland bei.

Engagement russischsprachiger Jüdinnen in soziokulturellen jüdischen Organisationen und kulturellem Leben in Deutschland

Das schon bald nach ihrer Ankunft in Deutschland beginnende Engagement jüdischer Frauen aus der Sowjetunion für die Förderung jüdischen Lebens und jüdischer Kultur bleibt für die Öffentlichkeit oft unsichtbar. Dabei finden sich unter den Einwander*innen heute zunehmend mehr Frauen, die als Gründerinnen und Mäzeninnen auftreten und die sich der Pflege der jüdischen Traditionen verpflichten. Unter ihnen sind vor allem Frauen, die sich in den postsowjetischen Republiken aktiv am jüdischen Leben beteiligten. Nachdem die Sowjetunion zusammengebrochen war, richteten jüdische internationale Organisationen auf dem postsowjetischen Territorium Jüdische Gemeinden und Jüdische Kulturzentren ein.

Anna Bekkerman-Chernobelskaya, die aus der Ukraine nach Deutschland eingewandert ist, gründete im Jahr 2013 das jüdische sozio-kulturelle Zentrum Yahad Chaverim in Bochum und spezialisierte sich auf die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien. Mit Themen wie der „Geschichte des jüdischen Volkes“, aber auch „Umwelt und Nachhaltigkeit in der jüdischen Tradition“ wird gemäß der Vereinssatzung die Entwicklung des jüdischen Selbstbewusstseins bei der jüdischen Jugend unterstützt. In einem Interview sagt Bekkerman-Chernobelskaya:

Die Tradition der Hochzeit, der Beerdigung, die Informationen über die Traditionen, der Faden wurde zerrissen. […] Interessant für uns sind Alltagstraditionen, so ein Volk sind wir. Ich habe erst später verstanden, warum es bei uns zu Hause einen Topf gab, in dem man nur Milch kochen durfte, und ein spezielles Schneidebrett nur für Fleisch. Heute ist das bei mir zu Hause auch so. Wir sind praktische Menschen, deshalb macht es Sinn, diese Seite der Tradition zu erklären. Wie kommt das seit Generationen und seit dem Altertum, inwieweit ist das in unser Leben übergegangen?

Die Gründung von Yahad Chaverim betrachtet Bekkerman-Chernobelskaya im Nachhinein als essentiell dafür, ihr jüdisches Selbstbewusstsein in Deutschland nicht zu verlieren: „Die Lebensweise, das Tempo, die Überlastung hier in Deutschland führte dazu, dass man heute die Tradition nicht einhalten kann. Und deshalb habe ich den Verein gegründet, weil ich verstanden habe, dass eine Katastrophe passiert. Die Routine tötet einfach alles. Vor der Vereinsgründung hat sich mein jüdisches Selbstbewusstsein sehr geschwächt.

Auch Valentina Ivanidze, die im Jahr 2010 das Jugendzentrum „Lifroach“ der Jüdischen Gemeinde Potsdam gründete, führte in ihrem Geburtsort Karaganda in Kasachstan ein aktives jüdisches Leben und war als Freiwillige am Wiederaufbau der dortigen Jüdischen Gemeinde Anfang der 1990er Jahre beteiligt. In Deutschland unterstützt sie Jugendliche darin, ihre Ideen in Bezug auf lokale, nationale und internationale Veranstaltungen und Programme, die mit der jüdischen Geschichte, Gegenwart und Kultur in Verbindung stehen, zu verwirklichen.

Eine herausragende Rolle in der Auseinandersetzung und Interpretation jüdischer Gegenwart und Zukunft spielt Ilana Katz, die 1999 aus dem lettischen Riga nach Deutschland einwanderte und heute die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Kassel ist.

Ilana Katz (© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Stephan Pramme)

Im Jahr 2015 gründete die studierte Biophysikerin und Unternehmerin in Kassel das „Sara Nussbaum Zentrum für jüdisches Leben“ und stellte dafür Räumlichkeiten zur Verfügung. Im gleichen Gebäude, das Katz erworben hat, betreibt sie, wie viele andere Unternehmerinnen aus der ehemaligen Sowjetunion, eine multikulturelle Tagespflegeeinrichtung für ca. 50 Menschen. Das „Sara Nussbaum Zentrum für jüdisches Leben“ wurde aus dem Privatvermögen der Familie Katz finanziert. Dort wird ein umfangreiches Kulturprogramm veranstaltet, und es werden Ausstellungen über das Leben von Kasseler Jüdinnen und Juden heute und in der Vergangenheit gezeigt.

Die Leiterin des „Sara Nussbaum Zentrums für jüdisches Leben“, Elena Padva, wurde in der ukrainischen Hauptstadt Kiew geboren und kam im Alter von 16 Jahren zusammen mit ihrer Familie nach Deutschland. Sie studierte Marketing und arbeitete in der Marktforschung, ehe sie anfing, Ausstellungen zu kuratieren. Ein wunderbares Beispiel ihrer kuratorischen Arbeit ist die Wechselausstellung „Kontingentflüchtling war gestern. 25 Jahre jüdisch-russischer Einwanderung nach Kassel“,

Erster Raum der Ausstellung „Kontingentflüchtling war gestern – 25 Jahre jüdisch-russischer Einwanderung nach Kassel“ im Sara Nussbaum Zentrum für jüdisches Leben. (© Sara Nussbaum Zentrum)

die zwischen 2015 und 2019 in den Ausstellungsräumen des „Sara Nussbaum Zentrums“ gezeigt wurde. Der Titel der Ausstellung macht deutlich, dass die Einwander*innen sich heute als Kasseler Jüdinnen und Juden begreifen und nicht in erster Linie als Kontingentflüchtlinge – ein Begriff, der in der bundesdeutschen Öffentlichkeit heute immer noch häufig verwendet wird und den Blick stark auf die Rahmenbedingungen dieser Einwanderung lenkt.

„Kontingentflüchtling war gestern“ ist die selbstbewusste Stimme einer Generation, die ihre Themen und Belange aus der eigenen Perspektive artikuliert. Dazu gehören private Momente, die sich in Anekdoten über Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt, über die Heimtücken der deutschen Sprache oder über die skurrilen Situationen in Wohnheimen ausdrücken. Dazu gehört ein Bild von Deutschland, dem die Einwander*innen anfangs vor allem im Gewand von Regeln und Verboten wie „Rauchen verboten! Betreten verboten! Zutritt verboten! Parken verboten!“ begegneten. Das umfasst auch den Zeitgeist, der in der Auseinandersetzung mit Abschied und Heimat zur Sprache kommt, wie zum Beispiel in diesem Zitat: „Du entwurzelst dich, du verlierst dein Zuhause. Du verlierst den Boden unter den Füßen, schwebst in der Luft, in völliger Ungewissheit…“ (R. Ostrovskaya).

Die Lebenswege der Kasseler jüdischen Familien wurden in dieser Ausstellung liebevoll und wirkmächtig mit Orten wie Küche, Wohnheim oder Zuhause verflochten und machen sie zu wichtigen Koordinaten jüdisch-deutscher Migrationstopographien. Ohne diese Dokumentation wären Gegenstände oder Gespräche aus den Wohnheimen, in denen die meisten jüdischen Einwander*innen aus der ehemaligen Sowjetunion häufig über viele Jahre nach ihrer Einreise untergebracht wurden, in Vergessenheit geraten.

Migrationsgeschichte als Motor für Tätigkeiten in Kultur und Wissenschaft

Eine Reihe jüdischer Frauen, deren Familiengeschichte mit der Sowjetunion verbunden ist und die häufig als Kinder oder Jugendliche nach Deutschland gekommen sind, wirken heute als Schriftstellerinnen und Essayistinnen, Theaterautorinnen und Dramaturginnen. Ihre Romane, Essays und Theaterstücke haben in Deutschland ein beachtliches Publikum gefunden, zum Teil mehrfach ausgezeichnet. Es sind, um nur einige zu nennen, Lena Gorelik, Olga Grjasnova, Alina Bronsky, Lana Lux, Katja Petrowskaja, Alexandra Friedmann, Sasha Marianna Salzmann oder Marina B. Neubert. Sie alle beschäftigen sich in ihren Werken mit Identität, Herkunft, Heimat und Geschlecht. Sie sind in der Regel mehrsprachig, haben eine internationale Ausbildung absolviert und auch ihre Romane oder Essays spielen zwischen Berlin und Baku, Istanbul und Moskau, Lwiw und München.

Diese Themen werden auch von jungen Künstlerinnen und Literaturwissenschaftlerinnen aufgegriffen. Anna Schapiro, die in Moskau geboren wurde, ist Mitbegründerin und Mitherausgeberin der Zeitschrift Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart, die seit 2016 erscheint. Kristina Omelchenko, die ebenfalls in Russland geboren wurde, forscht zu transnationalen Erinnerungsnarrativen in der deutsch- und russischsprachigen Gegenwartsliteratur. Der wesentliche Beitrag der zweiten Generation von Autorinnen, Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen für die deutschsprachige Gegenwartsliteratur, Kunst und Forschung liegt in der transnationalen und intersektionalen Perspektive und Themen wie Diversität und postmigrantische Erinnerungskultur, die ihre Arbeiten prägen.

Erinnerungskultur jüdischer Frauen aus der ehemaligen Sowjetunion im Kontext des Zweiten Weltkrieges

Der bundesrepublikanische Erinnerungsdiskurs zu Jüdinnen und Juden in der Zeit des Zweiten Weltkrieges ist geprägt von Gedenkveranstaltungen. So wird etwa am 9. November, dem Tag der Pogromnacht von 1938, oder am 27. Januar, dem Tag der Befreiung von Auschwitz, traditionell an Jüdinnen und Juden als Opfer des Holocaust gedacht. Die Jüdinnen und Juden aus der ehemaligen Sowjetunion werden in der Öffentlichkeit als Veteran*innen der Roten Armee dagegen häufig mit dem Narrativ der Sieger*innen in Verbindung gebracht. Auf zahlreichen Fotografien in der Berichterstattung über die Veranstaltungen zum Sieg über Hitler-Deutschland werden auch Frauen als ehemalige Rotarmistinnen sichtbar. Auf diese Weise manifestiert sich in der deutsch-jüdischen Erinnerungskultur ein dichotomes Opfer-Sieger-Narrativ, welches das Leiden im Nationalsozialismus und das Kämpfen im Stalinismus als zwei gegensätzliche Erinnerungen darstellt.

Gruppenporträt jüdischer Kriegsveteran*innen vor dem sowjetischen Ehrenmal im Berliner Tiergarten, 2005. (© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Florian Willnauer)

Allerdings handelt es sich bei dem Sieger*innen-Narrativ um eine tradierte heroisierende Männererzählung, die sich an militärischen Kriterien bemisst. Es griffen zwar auch Frauen zu den Waffen, der Großteil von ihnen nahm in der Regel jedoch „als freiwillige Rotarmistinnen am Zweiten Weltkrieg teil, meist als Sanitäterinnen, Krankenschwestern oder Bürokräfte […].“ Die Geschichte jüdischer Frauen in der Roten Armee ist jedoch bis heute noch nicht ausführlich erzählt worden.

Die Geschichten der überwiegenden Mehrheit jüdischer Frauen waren während des Zweiten Weltkrieges und unmittelbar danach allerdings nicht von der Roten Armee geprägt. In seinem Projekt „Objekttage. Erinnerungsstücke und Migrationsgeschichten – Portraits in Deutschland lebender Jüdinnen*Juden“ trägt das Jüdische Museum Berlin viele dieser bisher wenig sichtbaren Geschichten zusammen.

In der Online-Dokumentation des Projekts berichtet etwa Sofiya Haradzetskaya darüber, wie sie als Kind das Ghetto im weißrussischen Dubrowno überlebte und später durch die Wehrmacht von Dubrowno nach Orscha getrieben wurde. Ihre Mutter schloss sich den Partisanen an und fand ihre Tochter erst im April 1945 wieder. Viktoria Shtivelman erinnert sich an ein anderes prägendes Kapitel aus der Geschichte sowjetischer Frauen zur Zeit des Krieges: Ihre Familie hat die Blockade von Leningrad überlebt, die vom September 1941 bis Januar 1944 andauerte, und wurde anschließend nach Sibirien evakuiert.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden mehr als eine Million Jüdinnen und Juden aus der früheren Sowjetunion von den sowjetischen Autoritäten evakuiert oder konnten allein ins Innere der Sowjetunion entkommen. Unter denjenigen, die Zuflucht im nord- oder zentralasiatischen Teil der Sowjetunion fanden, waren überwiegend Frauen und Kinder. Männer, die auf den Familienfotos aus dieser Zeit zu sehen sind, kamen meist auf eine kurze Stippvisite von ihrem Armeedienst. Zu diesem Anlass wurden die Fotos auch meist angefertigt.

Betrachtet man die Geschichte jener Frauen, bleibt mit der Osteuropahistorikerin und Genderforscherin Anika Walke festzuhalten, dass „das Überleben und Weiterleben von Juden und Jüdinnen in der (ehemaligen) Sowjetunion noch kaum dokumentiert oder gar untersucht worden sind. […] Vernachlässigte, ‚vergessene‘ Erinnerungen sind lange Zeit diejenigen von Frauen gewesen. Als Subjekte historischer Prozesse waren sie nicht sichtbar. Dadurch wurden nicht zuletzt die Erfahrungen, die sich von denen von Männern unterschieden, ignoriert bzw. existieren im kollektiven Bewusstsein nicht. Dies muss auch mit Bezug auf den nationalsozialistischen Genozid an der jüdischen Bevölkerung Europas festgestellt werden.“

Die vielfältigen Flucht- und Überlebensgeschichten jüdischer Frauen aus der ehemaligen Sowjetunion erweitern damit die Opfer-Sieger*innen-Wahrnehmung, die die deutsch-jüdische Erinnerungskultur in Deutschland prägt. Vor dem Hintergrund der Frauenerinnerungen muss die deutsch-jüdische Erinnerungskultur stärker als verflochtene Geschichte des Stalinismus und des Nationalsozialismus gedacht werden.

Sofiya Haradzetskaya mit ihrem Ehemann Ilya Haradzetski. (© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Stephan Pramme)

Fazit

Wird die Situation der Frauen in der russischsprachigen jüdischen Community nach 1990 in Deutschland betrachtet, zeigt sie sich als ein Narrativ der – häufig widersprüchlichen – Verflechtungen von Erfahrungen und Erinnerungen. So sorgte die Nichtanerkennung beruflicher Qualifikationen in Deutschland unter anderem dafür, dass jüdische Frauen aus der ehemaligen Sowjetunion nach kreativen Wegen suchten, um ihre ursprünglichen Berufe weiterhin ehrenamtlich auszuüben. Die Unterdrückung des religiösen Lebens, mit dem die Frauen in der Sowjetunion konfrontiert waren, führte nicht zwangsläufig dazu, dass sie sich von der jüdischen Tradition abwandten.

Wie Beispiele von Gründerinnen jüdischer Vereine, Ausstellungsmacherinnen, Schriftstellerinnen und Dramaturginnen zeigen, spielt die Auseinandersetzung mit jüdischer Identität und Tradition bei vielen Frauen eine bedeutende Rolle. Auch der Blick auf die deutsch-jüdische Erinnerungskultur aus der Frauenperspektive offenbart, dass die jüdischen Verfolgungs- und Überlebensgeschichten im Nationalsozialismus und im Stalinismus sich nicht als unvereinbare Gegensätze, sondern als eine verflochtene, multidirektionale Erzählung denken lassen. Solche Verflechtungsgeschichten lassen unsichtbare Lebenswege von Jüdinnen mit sowjetischen Erfahrungen in Deutschland erzählen und schaffen einen neuen Blick auf jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland nach 1990.

Zitierweise: Alina Gromova, „En-Gendering jüdische Migration: Narrative jüdischer Frauen mit sowjetischer Erfahrung in Deutschland nach 1990“, in: Deutschland Archiv, 5.02.2021, Link: www.bpb.de/326606

Fussnoten

Fußnoten

  1. Siehe z. B. Julia Bernstein, Food for Thought: Transnational Contested Identities and Food Practices of Russian-Speaking Jewish Migrants in Israel and Germany, Frankfurt am Main 2010; Darja Klingenberg, Komische Leute. Selbstverständnisse und Erfahrungen von Rassismus und Antisemitismus russisch-jüdischer Migrant_innen im scherzhaften Gespräch, in: Karen Körber (Hg.), Russisch-jüdische Gegenwart in Deutschland. Interdisziplinäre Perspektiven auf eine Diaspora im Wandel, Göttingen 2015, S. 107-133; Alina Gromova, Generation „koscher light“. Urbane Räume und Praxen junger russischsprachiger Juden in Berlin, Bielefeld 2013.

  2. Siehe Karin Leipold, Die Entwicklung der jüdischen Gemeinschaft in Russland nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Eine Gemeindestudie, Dissertation, Universität Bayreuth 2014, https://d-nb.info/1095663615/34, zuletzt aufgerufen am 28.01.2021.

  3. „Jevrejka“ oder „jevrej“ [Rus. eврейка; еврей] leitet sich, wie auch das Wort „Hebräer“ vom Hebräischen „ivri“ ab, das in der Tora frühe Angehörige der Israeliten, später auch ihre Nachfahren, die Jüdinnen und Juden, bezeichnet.

  4. Zum Humor der jüdischen Einwander*innen siehe: Darja Klingenberg, Das kommt mir komisch vor… Zum Humor der neu eingewanderten russischen Jüdinnen und Juden, in: Jüdisches Museum Frankfurt (Hg.), Ausgerechnet Deutschland! Jüdisch-russische Einwanderung in die Bundesrepublik, Berlin 2010, S. 121-123.

  5. Klavdia Smola (Ed.), Jewish Underground Culture in the late Soviet Union. Special Issue of the Journal East European Jewish Affairs, Vol. 48, 1, 2018.

  6. „‘Samisdat‘ (auch Samizdat geschrieben, vom Russischen sam isdatelj – Selbstverleger) ist Ausdruck politischer und kultureller Opposition und gleichzeitig des Willens, unzensierte, freie, eigene Gedanken oder künstlerische Werke einem möglichst breiten Leser- und Zuschauerkreis bekannt zu machen“, zitiert nach Viktor Krieger, Russlanddeutscher Samisdat und das Umfeld seiner Entstehung, in: Bundeszentrale für politische Bildung, Dossier: Russlanddeutsche, www.bpb.de/283339, aufgerufen am 14.12.2020.

  7. Vgl. Татьяна Горичева: Мне надоели подвальность и элитарность «Второй культуры» [Tatyana Goricheva: Ich habe genug vom Kellergeruch und Elitismus der „Zweiten Kultur“], http://gefter.ru/archive/17640, aufgerufen am 14.12.2020. Das Interview von Raissa Orlowa mit Tatyana Goricheva ist Teil des Buch-Projekts „Erinnerungen an den Samisdat“, das aus dem Forschungsprojekt „Die Geschichte der Dissidenz in der UdSSR“ der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, Memorial Moskau und Memorial St. Petersburg hervorgegangen ist. Weitere Audioaufzeichnungen und Transkripte liegen im Historischen Archiv der Forschungsstelle Osteuropa, https://www.forschungsstelle.uni-bremen.de, aufgerufen am 14.12.2020.

  8. Carmen Scheide/Natali Stegmann, Themen und Methoden der Frauen- und Geschlechtergeschichte, in: Frauen- und Geschlechtergeschichte. Digitales Handbuch zur Geschichte und Kultur Russlands und Osteuropas, 2003, S. 12, http://www.osmikon.de oder als PDF-Datei unter https://epub.ub.uni-muenchen.de/578/1/scheidestegmann-frauengeschichte.pdf, aufgerufen am 14.12.2020.

  9. Zu Kesher siehe: www.projectkesher.org; Christian Jahn, „Stimme der ‚Feministka‘“, in: Jüdische Allgemeine, 25.10.2011, https://www.juedische-allgemeine.de/juedische-welt/stimme-der-feministka/, aufgerufen am 14.12.2020.

  10. Eine fundierte Einführung zu diesem Thema gibt Larissa Remennick, Russian Jews on Three Continents: Identity, Integration, and Conflict, New Brunswick 2007.

  11. Siehe Bettina Englmann/Martina Müller, Brain Waste. Die Anerkennung von ausländischen Qualifikationen in Deutschland, Augsburg 2007.

  12. Trotz der jahrzehntelangen Arbeitsbiographien in der ehemaligen Sowjetunion werden die Rentenansprüche von jüdischen Migrant*innen in Deutschland nicht anerkannt. Während rund 2,4 Prozent der deutschen Rentner*innen auf Leistungen der sozialen Grundsicherung im Alter angewiesen sind, liegt die Quote bei den jüdischen Einwander*innen bei 50 Prozent. Vgl. dazu: Dinah Riese, „Arm, jüdisch, eingewandert“ in: taz, 23.01.2020, https://taz.de/Fluechtlinge-aus-der-frueheren-UdSSR/!5655973/, aufgerufen am 14.12.2020; „Wie weiter bei den Renten?“ in: Jüdische Allgemeine, 27.08.2020, https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/wie-weiter-bei-den-renten, aufgerufen am 14.12.2020.

  13. Victor G. Mairanowski, 20 Jahre einzigartiger Aktivität. Eingewanderte jüdische Wissenschaftler in Berlin, Berlin 2018, S. 209-227.

  14. Ebd., S. 164.

  15. Interview mit Anna Bekkerman-Chernobelskaya am 18.01.2015, in: Alina Gromova, „Mapping Study Germany for Genesis Philanthropy Group“, Berlin 2015. Unveröffentlichte Studie über Organisationen, die sich an die Gruppe junger russischsprachiger Jüdinnen und Juden in Deutschland richten.

  16. Ebd.

  17. https://sara-nussbaum-zentrum.de/aufeinander-zugehen/ueber-sara-nussbaum: Sara Nussbaum wurde 1868 in Merzhausen als Sara Rothschild geboren. 1891 heiratete sie den Möbelhändler Rudolf Nussbaum aus Kassel. Mit ihren drei Kindern lebten sie seitdem in ihrem Wohn- und Geschäftshaus in der Schäfergasse. Das Ehepaar engagierte sich sehr für die Bürger der Stadt Kassel und die Jüdische Gemeinde. Sara unterstützte ihren Mann zudem beim Aufbau der DRK-Sanitätseinheit „Kolonne Nussbaum“ und ließ sich zur Rotkreuzschwester ausbilden. Am 7. September 1942 wurde die 74-jährige Sara Nussbaum von den Nationalsozialisten in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Sie meldete sich dort freiwillig für die Arbeit in der Typhusabteilung der Krankenstation. Sara Nussbaum überlebte und kehrte nach Kassel zurück. Sie lebte bis zu ihrem Tod in Armut – eine Entschädigungszahlung erhielt sie nie. Allerdings verlieh ihr die Stadt Kassel 1956 als erster Frau die Ehrenbürgerschaft. Wenig später verstarb sie.

  18. Die Zeitschrift Jalta wird seit 2017 von Micha Brumlik, Marina Chernivsky, Max Czollek, Hannah Peaceman, Anna Schapiro und Lea Wohl von Haselberg herausgegeben. Jalta versteht sich als Forum, in dem jüdische wie nicht-jüdische Stimmen zu Wort kommen. Die Autor*innen machen übersehene Perspektiven sichtbar und beziehen diese aufeinander. Sie artikulieren und entwickeln kritische Positionen und reflektieren aktuelle Diskussionen. Ihre Auseinandersetzungen stellen mehrheitsgesellschaftliche Deutungsmuster in Frage, spiegeln die Diversität der Post-Migrationsgesellschaft wider und zeigen Möglichkeiten der Allianzbildung auf. Siehe: https://neofelis-verlag.de/verlagsprogramm/zeitschriften/jalta, aufgerufen am 14.12.2020.

  19. S. Neuberg/S. Reuber, „Rotarmisten. Die Stimme der Veteranen.“, in: Jüdische Allgemeine, 07.12.2006.

  20. Vgl. dazu: Judith Kessler, Frauen in der Roten Armee, in: AVIVA-Berlin, 05.05.2015, https://www.aviva-berlin.de/aviva/content_Women%20+%20Work.php?id=14191408, aufgerufen am 14.12.2020.

  21. Alina Gromova/Tamar Lewinsky/Theresia Ziehe, Objekttage. Erinnerungsstücke und Migrationsgeschichten – Porträts in Deutschland lebender Jüdinnen*Juden, im Jüdisches Museum Berlin 2018, www.jmberlin.de/node/5528, aufgerufen am 14.12.2020.

  22. Saidjon Kurbanov et al., comp. Taschkent, Usbekistan, aus der Sowjetunion evakuierte jüdische Flüchtlinge, 1941-1942 [Datenbank online]. Provo, UT, USA: Ancestry.com Operations Inc, 2008, https://www.ancestry.de/search/collections/1373/, aufgerufen am 14.12.2020.

  23. Anika Walke, Jüdische Partisaninnen. Der verschwiegene Widerstand in der Sowjetunion, Berlin 2007, S. 15-17.

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Dr.; ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Akademieprogramme des Jüdischen Museums Berlin. Sie studierte Jüdische Studien und Anglistik in Berlin, Potsdam und Melbourne und promovierte in Europäischer Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin zum Thema Identität und urbaner Raum bei jungen russischsprachigen jüdischen Einwander*innen in Berlin. Von 2010-2012 war sie im Vorstand der Stiftung Zurückgeben zur Förderung jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft tätig.