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Kinderprogramme

Kinderprogramme

Fernsehen für Kinder hatte sowohl in der Bundesrepublik als auch in der DDR über viele Jahre den Hauptanspruch, erzieherisch zu wirken – natürlich mit unterschiedlichen politischen Vorzeichen, Weltbildern und Werten. Mit der Zulassung kommerzieller Fernsehsender in den 1980er Jahren dann spielte vermehrt die Unterhaltung eine Rolle im Kinderprogramm. Doch auch Wissensvermittlung und Information waren und sind wichtige und erfolgreiche Bausteine des Kinderfernsehens: "Löwenzahn" und "Die Sendung mit der Maus" fesseln nach wie vor das junge Publikum, neuere Formen wie "Wissen macht Ah!" und "pur+" sind ebenfalls erfolgreich, und Nachrichtensendungen wie "logo!" (täglich) und "neuneinhalb" (wöchentlich) zeigen, wie das aktuelle Weltgeschehen kindgerecht vermittelt werden kann. Neben den großen Linien in der Entwicklung des Kinderfernsehens in der BRD, der DDR und dem wiedervereinigten Deutschland werden in diesem Themenbereich auch Fragen zu Werbung, Qualität und Senderprofilen erörtert.

Begriffe

"Kinderfernsehen ist, wenn Kinder fernsehen" – mit diesem knappen und überzeugenden Statement hat der "Papst" des bundesdeutschen Kinderfernsehens, Gert K. Müntefering, 1970 sehr deutlich gemacht, dass die Interessen der Kinder weit über das für sie speziell geschaffene "Kinderprogramm" hinausgehen. Müntefering hat zuvor erstmals "Zehn Thesen zum Kinderfernsehen" verfasst, die u. a. deutlich machen, Kinder nicht zu unterschätzen: "Die Fähigkeit der Kinder, Fernsehmaterial automatisch gewissen Qualitätskontrollen zu unterwerfen, ist hoch entwickelt. Sendungen für Erwachsene dienen als Maßstab. Die Inszenierung des Kinderfernsehens nach professionellen Kriterien ist daher durch nichts ersetzbar, am wenigsten durch Begleitpapiere."

Das DDR-Kinderfernsehen der sollte primär einen politischen Auftrag erfüllen. Denn das Fernsehen der DDR verstand sich insgesamt als ein großes Erziehungsprojekt, das gleichzeitig sowohl moralische Wertvorstellungen, politische Überzeugungen und konstruktive Lebenshilfe vermitteln als auch kreativ-ästhetische Maßstäbe setzen wollte. Das Kinderfernsehen in der DDR sollte sozialistische Ideen mittels attraktiver Sendungen massenhaft verbreiten und dem Kinderfernsehen wurde schon von Beginn an zugetraut, Kinder zu aktiver geistiger Auseinandersetzung mit dem Dargestellten anzustiften.

Weiter Informationen: Siehe Interner Link: Hintergrund-Informationen

ARD-Kinderprogramm: die Anfänge

Wenn schon Kinderfernsehen, dann sollte es auch einen pädagogischen Sinn haben. In der "Kinderstunde mit Dr. Ilse Obrig", konzipiert nach dem damals gebräuchlichen Konzept einer 'musischen…

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1970er Jahre: Umbruch und Reformen (BRD)

Als Musterbeispiel für gutes Kinderfernsehen gilt heute vielen Eltern "Die Sendung mit der Maus". Die "Lach- und Sachgeschichten", vom WDR produziert und 1971 auf Sendung gegangen, sind so alt wie…

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Aufbau: Kinderprogramm im ZDF (BRD)

Das Zweite Deutsche Fernsehen hatte bei Programmbeginn keine Kindersendungen vorgesehen. Erst 1967 kam es zur Bildung einer Redaktion "Kinder und Jugend".

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Kinderfernsehen bis 1969 (DDR)

Die DDR entwickelte das Fernsehen zu einem Massenmedium, und auch die Kinder sollten schon früh Anteil daran haben. Kindersendungen im DDR-Fernsehen erreichten parallel zur Verbreitung des Fernsehens…

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Themen und Formen ab 1970 (DDR)

Programm-Macher reagierten auf Einflussnahmen der SED unterschiedlich. Der Ehrgeiz, gute Sendungen zu machen, war ebenso vertreten wie die Auffassung, in einer besseren Gesellschaft zu leben, und dies…

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Unterhaltung ab 1980 (DDR)

Das Kinderprogramm im DDR-Fernsehen wurde unterhaltsamer. Eine der erfolgreichsten Live-Unterhaltungssendungen wurde "He-Du!". Hier traten Schüler zweier Schulklassen gegeneinander an und mussten…

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Kommerzialisierung (BRD)

Mit dem Beginn der kommerziellen Programme in der Bundesrepublik 1984 sendeten diese auch Kindersendungen. Sie wollten schon frühzeitig Kinder als gegenwärtige und zukünftige Konsumenten gewinnen.

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Qualität im Kinderprogramm

Eltern und Kinder haben höchst unterschiedliche Vorstellungen von Qualität. Von Eltern sind meist nur negative Bestimmungen zu hören. Doch auch Fachleute tun sich schwer damit, Qualität im…

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Kinderfernsehen und Werbung

Seit Jahren plädieren Politiker immer wieder mal dafür, Werbung im Umfeld von Kindersendungen völlig zu verbieten. Die möglichen Konsequenzen für die Sender werden dabei weitgehend ignoriert.

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Besondere Formate: Zeichentrick

Die KiKA-Serie "SimsalaGrimm" entpuppte sich als eine der wenigen deutschen Animationsserien, die sich eines weltweiten Zuspruchs erfreute. Aufgrund der hohen Kosten können Zeichentrickserien kaum…

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Wissensformate für Kinder

Neben den Klassikern "Löwenzahn" und der "Maus" gibt es heute eine Reihe von Wissensformaten für Kinder, abgestimmt auf die verschiedene Altersgruppen. Thematisch wird viel geboten: Von…

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