Die „Freie Demokratische Partei“ (FDP) konstituierte sich 1948 als Zusammenschluss bereits in den Ländern bestehender liberaler und demokratischer Parteien - darunter die 1947 gegründete „Demokratische Partei Rheinland-Pfalz“. Auf Bundesebene war die Partei mehr-fach Teil der Regierung: 44 Jahre lang war sie in Zweierbündnissen Juniorpartnerin der „Christlich Demokratischen Union Deutschlands“ (CDU) oder der „Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“ (SPD). Zuletzt regierte sie von 2021 bis 2024 im Dreierbündnis zusammen mit SPD und „BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN“ (GRÜNE). Bei den Bundestagswahlen 2013 und 2025 scheiterte sie jeweils an der Fünf-Prozent-Hürde und ist aktuell nicht im Bundestag vertreten.
Die Landespartei kann in Rheinland-Pfalz insgesamt 49 Jahre Regierungsbeteiligung aufweisen, scheiterte aber zwei Mal - 1983 und 2011 - an der Fünf-Prozent-Hürde bei Landtagswahlen. Seit 2016 bildet sie zusammen mit SPD und GRÜNEN die Landesregierung.
Die FDP wird dem liberalen Parteienspektrum zugerechnet. Ihre Kernthemen sind Wirtschaft und Finanzen, Marktwirtschaft, Bürgerrechte und Bildung. Der Staat soll in den verschiedenen Politikfeldern nur aktiv werden, wo dies unbedingt notwendig ist, und für Rahmenbedingungen sorgen, die einen funktionierenden Markt garantieren.
Fakten zur Partei
Landesvorsitz: Daniela Schmitt*
Gründungsjahr Landesverband: 1947*
Mitgliederzahl in Rheinland-Pfalz: 4.020*
Wahlergebnis 2021: 5,5%
* nach Angaben der Partei
Bei der Landtagswahl 2026 tritt die aktuelle Wirtschaftsministerin von Rheinland-Pfalz Daniela Schmitt als Spitzenkandidatin an.
Die FDP setzt in ihrem Wahlprogramm auf die Themenschwerpunkte Bildung, wirtschaftliches Wachstum, Sozialpolitik, Rechtsstaat, Verwaltung und Digitalisierung sowie Nachhaltigkeit. Im Bereich Wirtschaft fordert die Partei, dass der Mittelstand gestärkt und Innovationen gefördert werden. Die bildungspolitischen Vorhaben der FDP umfassen u.a. die Digitalisierung des Unterrichts und die Integration von KI sowie mehr Gestaltungs- und Mitspracherecht für Schulen. In Bezug auf die Infrastruktur fordert die FDP eine stärkere Einbindung von Rheinland-Pfalz in die europäische Großregion zwischen Frankreich, Luxemburg und Belgien in den Bereichen Binnenmarkt und Mobilität. Verkehrspolitisch beinhalten die Vorhaben der FDP etwa die Sanierung und Erweiterung des Straßennetzes, aber auch die Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs und den Erhalt des Deutschland-Tickets. Darüber hinaus spricht sich die FDP für das Wahlrecht ab 16 Jahren bei Kommunal- und Landtagswahlen aus.