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Die Linke | Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026 | bpb.de

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Die Linke Die Linke

Anna Lopatina, M.A.

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Die Partei „Die Linke“ (Die Linke) entstand 2007 durch den Zusammenschluss der „Partei des Demokratischen Sozialismus“ (PDS; von 2005 bis 2007: „Linkspartei.PDS“) und der „Arbeit und soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative“ (WASG), einer Gründung von ehemaligen Mitgliedern der SPD und Gewerkschaftsmitgliedern. 2023 führte ein Richtungsstreit innerhalb der Partei dazu, dass die ehemalige Bundesvorsitzende Sahra Wagenknecht sowie weitere Bundestagsabgeordnete Die Linke verließen und Anfang 2024 mit dem „Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit“ (BSW) eine neue Partei gründeten. In ihrem Grundsatzprogramm bekennt sich Die Linke zum „demokratischen Sozialismus“ und tritt für die Überwindung des Kapitalismus ein. Dabei zielt sie vor allem auf einen sozial-ökologischen Umbau des Wirtschaftssystems durch eine stärkere Besteuerung von großen Vermögen, hohen Einkommen, Kapitalerträgen und Konzerngewinnen.

Fakten zur Partei

  • Landesvorsitz: Rebecca Ruppert*

  • Gründungsjahr Landesverband: 2007*

  • Mitgliederzahl in Rheinland-Pfalz: 3.800*

  • Wahlergebnis 2021: 2,5%

* nach Angaben der Partei

In Rheinland-Pfalz trat Die Linke 2011 zum ersten Mal zu Wahl an und scheiterte bisher an der Fünf-Prozent-Hürde.

Zentrale Ziele der Partei in ihrem Landtagswahlprogramm sind im Bereich der Wohnungspolitik u. a. eine höhere Sozialbauquote, die Enteignung großer Wohnungsunternehmen und ein Ausbau städtischer bzw. genossenschaftlicher Baugesellschaften. Die Linke spricht sich u. a. dafür aus, öffentliche Aufträge nur an Unternehmen zu vergeben, die nach Tarifvertrag bezahlen, Krankenhäuser zu entprivatisieren, und fordert den Öffentlichen Personennahverkehr kostenlos zugänglich zu machen. Die bildungspolitischen Forderungen beziehen sich u. a. auf die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems sowie die Ausweitung der Kinderbetreuungszeiten. Ferner liegt ein Fokus auf Frieden und Abrüstung. Ein Ziel der Partei in Rheinland-Pfalz ist daher die Schließung US-amerikanischer Militärstützpunkte bei gleichzeitiger Unterstützung der betroffenen Kommunen. Maßnahmen zum ökologischen Umbau etwa von Verkehr und Landwirtschaft sollen umfassend gefördert werden.

Fussnoten

Anna Lopatina, M.A. ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ihre Forschungsthemen umfassen politische Parteien und Wahlforschung mit besonderem Fokus auf die Extreme Rechte in Deutschland und Europa.