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VOLT Deutschland | Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026 | bpb.de

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VOLT Deutschland VOLT

Lea Stallbaum, M.A.

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Die Partei „VOLT Deutschland“ (VOLT) wurde 2018 gegründet und stellt den nationalen Ableger der 2017 gegründeten Bewegung „Volt Europa“ dar. Bei der Europawahl 2019 zog VOLT Deutschland mit einem, 2024 mit drei Abgeordneten ins Europäische Parlament ein. Die Partei beteiligte sich auch an den Bundestagswahl 2021 und 2025 sowie mehreren Landtagswahlen, verpasste aber jeweils den Einzug ins Parlament. Auf kommunaler Ebene konnte VOLT einige Mandate gewinnen. Die Partei wird dem progressiv-sozialliberalen Spektrum zugeordnet. Alle VOLT-Parteien verfolgen mit den sogenannten „5+1 Herausforderungen“ grundlegend einheitliche Ziele. Diese umfassen die Förderung von Bildung und Digitalisierung, wirtschaftliche Innovation, soziale Gleichberechtigung, politische Teilhabe und globale Verantwortung. Darüber hinaus setzen sich alle VOLT-Parteien für eine Reform der Europäischen Union ein. Die konkrete Ausgestaltung der Ziele ist den nationalen Parteien überlassen.

Fakten zur Partei

  • Landesvorsitz: Ron-David Röder; Alexandra Barsuhn*

  • Gründungsjahr Landesverband: 2020*

  • Mitgliederzahl in Rheinland-Pfalz: 517*

  • Wahlergebnis 2021: 1,0%

* nach Angaben der Partei

Der Landesverband in Rheinland-Pfalz gründete sich im Jahr 2020. Die Partei trat 2021 zum ersten Mal zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz an, scheiterte aber an der Fünf-Prozent-Hürde.

Im Programm zur Landtagswahl 2026 setzt VOLT den Fokus auf die Bereiche Wirtschaft, Nachhaltigkeit, Bildung, Gesundheit, Sicherheit und die Stärkung der Demokratie. So will VOLT etwa Unternehmensgründungen stärker fördern, flexible Arbeitsbedingungen schaffen und Verwaltungsprozesse digitalisieren. Die Partei fordert eine verstärkte Förderung von ökologischer Landwirtschaft und nachhaltigen Unternehmen sowie den Ausbau von Windparks, Photovoltaikanlagen und die Wasserstoff-Infrastruktur. Der kommunale Wohnungsbau soll gestärkt und die Klimaneutralität von Kommunen vorangetrieben werden. Bildungspolitisch möchte VOLT gemeinschaftliche Schulen bis zur 10. Klassen einführen und Schulen durch ein eigenes Budget mehr Handlungsspielraum ermöglichen. Zur Stärkung der Demokratie fordert VOLT u. a. das Wahlrecht ab 16 Jahren für Landtagswahlen und Bürgerforen, in denen Bürgerinnen und Bürger sich direkt an politischen Entscheidungen beteiligen können.

Fussnoten

Lea Stallbaum, M.A., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ihre Forschungsthemen umfassen die demokratischen Einstellungen und institutionellen Präferenzen von Bürgerinnen und Bürgern mit Fokus auf Demokratieverständnisse und die Rolle von politischer Sozialisierung.