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Partei der Humanisten | Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026 | bpb.de

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Partei der Humanisten PdH

Lea Stallbaum, M.A.

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Die „Partei der Humanisten – Fakten. Freiheit. Fortschritt“ (PdH) wurde 2014 gegründet und ist in allen Bundesländern mit Landesverbänden vertreten. Die PdH tritt seit 2017 zu den Bundestagswahlen, seit 2018 zu verschiedenen Landtagswahlen und seit 2019 zu den Europawahlen an, konnte jedoch bisher in keiner dieser Wahlen ein Mandat erlangen. In Rheinland-Pfalz tritt die Partei 2026 zum ersten Mal zur Landtagswahl an.
Die PdH versteht sich als eine rationale, liberale und fortschrittliche Partei. Im Mittelpunkt ihrer Politik steht der Mensch als aufgeklärtes, vernünftiges und selbstbestimmtes Individuum. Die Partei strebt eine „faktenbasierte Politik“ an, indem sie ihre Positionen immer wieder an neue wissenschaftliche Erkenntnisse anpasse, ohne Religionen oder Ideologien mit einzubeziehen. Daher sieht die Partei ihre Kernkompetenzen in Wissenschaft und Bildung sowie im Säkularismus, d. h. in der Trennung von Staat und Religion.

Fakten zur Partei

  • Landesvorsitz: Felix Jäger*

  • Gründungsjahr Landesverband: 2018*

  • Mitgliederzahl in Rheinland-Pfalz: 101*

  • Wahlergebnis 2021: nicht teilgenommen

* nach Angaben der Partei

Ein Programm zur Landtagswahl hat die PdH bislang nicht vorgelegt. In ihrem Grundsatzprogramm fordert sie u.a., die Kirchensteuer abzuschaffen, Religionsunterricht durch Ethikunterricht zu ersetzen und den Gottbezug aus dem Grundgesetz zu entfernen. Programmatisch betont die PdH Werte wie Menschenrechte, insbesondere die Meinungsfreiheit und das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung. Eine wesentliche Aufgabe des Staates sieht sie darin, individuelle Freiheitsrechte zu schützen. Die PdH sieht Gentechnik und Kernenergie als Schlüsseltechnologien, die undogmatisch diskutiert werden sollten. Zudem lehnt die Partei die Privatisierung von Infrastruktur wie Straßen, Schiene, Strom oder Gasnetze ab. Die PdH betrachtet Deutschland als Einwanderungsland und will die Integration von Zugewanderten durch den kostenlosen Zugang zu Bildungsangeboten fördern.

Fussnoten

Lea Stallbaum, M.A., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ihre Forschungsthemen umfassen die demokratischen Einstellungen und institutionellen Präferenzen von Bürgerinnen und Bürgern mit Fokus auf Demokratieverständnisse und die Rolle von politischer Sozialisierung.