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WS 46: Schule der Zukunft?!

Beschreibung


Schule der Zukunft.
So heißt das Konzept und zugleich das Grundsatzprogramm der legitimierten Interessenvetretung der Hessischen Schülerschaft. Über mehrere Monate haben gewählte Schülerinnen und Schüler über die Schule der Zukunft nachgedacht, debattiert und beschlossen und dabei ist Folgendes entstanden:
Bildung ist DAS WICHTIGSTE was wir haben. Darum sollten wir uns um eine gerechte Bildung bemühen.
Angefangen mit der Erziehung im Kindergarten, gefolgt von der Grundschule und weiterführenden Schule bis hin zum Abitur oder der Ausbildung. Jeder hat ein Recht auf Bildung. Die Zukunft liegt in den Händen der jetzigen Schülerinnen und Schüler, deshalb sollten wir Schule so gestalten, dass wir zu demokratischen, selbstreflektierenden und mündigen Bürgerinnen und Bürgern heranwachsen können.
In diesem Workshop wollen wir nicht nur unsere Vorstellung einer gerechten, inklusiven und individuellen Schule vorstellen, sondern auch mit den Teilnehmern über neue Ideen diskutieren und Konzeptpapiere entwerfen.
Durch den Impulsvortrag am Anfang werden die TeilnehmerInnen in die Thematik eingeführt und bekommen einen kurzen, aber gehaltvollen Überblick, danach werden wir in eine Diskussion übergehen und mögliche Kritikpunkte ausarbeiten, die wir im Anschluss mit den Ideen der TeilnehmerInnen verknüpfen und neue mögliche Konzeptpapiere entwickeln. Die Ergebnisse werden von der Landesschülervertretung Hessen nachgearbeitet und gegebenenfalls in die politische Arbeit miteinbezogen.

Institution


Landesschülervertretung Hessen

Referentin


Fevzije Zeneli

Zeit/Ort


20.03.
14.30-16.30 Uhr

Format


Impulsvortrag mit anschließender Diskussionsrunde


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Kommentare anderer Nutzer

Frederik | 19.03.2015 um 02:51 [Antworten]

Schule der Zukunft

Ein Vorschlag zur Schule der Zukunft:

Das Ziel:
Dem Menschen bei seiner persönlichen, sozialen und kognitiven Entwicklung so zu helfen,
dass er glücklich in diesem System leben und es weiterentwickeln kann.

Momentan: Zu sehr fokussiert auf kognitive Fähigkeiten und grundlegendes Wissen.
Die persönliche und soziale Entwicklung bleibt großtenteils außen vor, obwohl diese Entwicklung
für die Erfüllung unser sozialen und persönlichen Bedürfnisse unabdingbar ist.

Soziale Fächer beinhalten Aktivitäten und Reflektionen über:
Wie sehe ich die Gruppe und wie sieht die Gruppe mich?,
Meine Position in der Gruppe,
Kommunikation und Entscheidungen in der Gruppe?
Sozialer Druck...

Persönliche Fächer beinhalten:
- Ausdruck von Gefühlen/Problemen/Bedürfnissen
durch Gespräche, Kunst...

- Diskussionen und Aktivitäten zu:
Was denke ich über: Tot, Beziehungen, Sinn...
wie gehe ich damit um?
Was will ich?
Wer bin ich?

Kommunikation:
Respektvolle Kommunikation
Wie verändert ein sozialer Konflikt eine Diskussion und wie kann ich diesen vermeiden?
+ gewaltfreie Kommunikation

Lernen über die Gesellschaft, das System, in dem wir Leben:
Bereits viele wichtige Themen werden behandelt. Zusätzlich:

Was betrifft mich persönlich? :
Steuererklärung, Arbeitnehmer, Arbeitgeber und damit verbundene Rechte und Pflichten, Versicherungen...

Das System, die Gesellschaft hinterfragen und weiter entwickeln:
Das politische System, Kapitalismus, Liberalisierung vs Reglementierung,
Nachhaltigkeit & Umwelt, Verteilungsfrage

Utopie: Wie könnte ein realistisches besseres System aussehen?
Distopie

Gesellschaftlich:
Rassismus und Vorurteile, Verschiedene Kulturen und das Zusammenleben...

Wie könnte die Schule der Zukunft organisiert sein?

1. Gemeinschaftsschulen
+ weniger Schulen mit mehr Schülern -> Individuellere Förderung, keine Trennung

2. Die eher kognitiven Fächer von den eher persönlichen und sozialen Fächern trennen,
da es bei den kognitiven Fächern Sinn macht die Schüler nach ihrer Lerngeschwindigkeit aufzuteilen
und so individuell zu fördern, während dass bei den persönlichen Fächern wenig und
bei den sozialen gar keinen Sinn macht und dort eher zu einer Spaltung der Gesellschaft
wie bei Hauptschule, Realschule und Gymnasium führen würde.

Für die Durchlässigkeit:

1. Teil
Die Lehrer teilen die Schüler in den kognitiven Fächern nach ihrer Lerngeschwindigkeit auf.
Alle lernen jedoch den gleichen Stoff und haben dazu ihrer Gechwindigkeit entsprechend unterschiedlich viel Zeit.
Bei Änderungen der Geschwindigkeit kann jederzeit gewechselt werden.
So wird eine lückenlose, stressfreie und fundierte Basis für alle garantiert.

Nach drei bis fünf Jahren kommt Teil 2
Nun wird langsam die Studenanzahl der verschiedenen Lerngeschwindigkeiten angeglichen und der Stoff auseinandergezogen.
Es findet eine zunehmende Spezialisierung und Individualisierung statt, die jedoch mit einem Verlust an Durchlässigkeit einhergeht.
Der Stoff bei langsameren Schülern wird mehr auf die Praxsis bezogen, während die schnelleren Schüler auf Universätiätsniveau vorstoßen.

Aufteilung ermöglicht individuelle Förderung,
auch bei mittelgroßen Klassen da auf einem Niveau.

Der Gefahr einer Spaltung der Gesellschaft wird in dem gemeinsamen Unterricht
in den sozialen Fächer und persönlichen Fächern entgegengewirkt:

In den sozialen und persönlichen Fächern werden Klassen unabhängig von den kognitiven Fächern gebildet,
die alle diese Fächer zusammen haben und lange zusammen bleiben. Sie sollen etwa die Zusammensetzung der Gesellschaft widerspiegeln z.B. nach Elternhäusern. Durch die vorgestellten, neuen Fächer wird ihre persönliche und soziale Entwicklung gefördert und so das Verständnis füreinander, welches weitreichende Folgen für die heranwachsende Gesellschaft hat, gefördert.


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