beleuchteter Landschaftspark Duisburg Nord am Abend


WS 22: Was können Hochschulen für mehr Bildungsgerechtigkeit leisten?

Beschreibung


Der Bildungsbericht 2014 hat gezeigt, dass der Bildungssektor trotz Verbesserungen nach wie vor eine große Baustelle darstellt, wenn es darum geht, sozial schwächer gestellten Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund die gleichen Chancen zu bieten. Obwohl PISA bereits 2001 die Schwachstellen des deutschen Bildungssystems aufgezeigt hat und sich seitdem die international vergleichbaren Zahlen verbessert haben, bestehen nach wie vor große Diskrepanzen im Bildungserfolg von unterschiedlichen Gruppen innerhalb der deutschen Schülerschaft. Der Bildungstrichter führt vor Augen, dass Bildungserfolg und höhere Bildung vor allem besser situierten Kindern vorbehalten sind. Von 100 Akademikerkindern schaffen es nämlich 77 an die Hochschulen, während es bei den Arbeiterkindern nur 23 von 100 sind. Besonders betroffen sind Schüler-/innen mit Migrationshintergrund. Das meritokratische System scheint hier nicht zu greifen.

Selbst wenn ihnen der Übergang an die Hochschulen gelingt, brechen sie öfter das Studium ab oder scheitern letztendlich beim Übergang in das Berufsleben. Letzteres betrifft insbesondere Akademiker/innen mit Migrationshintergrund, deren Arbeitslosenanteil trotz hohen Bildungsabschlüssen über denen ohne Migrationshintergrund liegt.

Trägt die Hochschule eine gesellschaftliche Verantwortung? Welchen Beitrag kann und sollte die Hochschule für mehr Chancengerechtigkeit leisten? Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen eines World Cafés in Gruppen erarbeitet und diskutiert werden.

Im Anschluss werden Beispiele von Hochschulprojekten, insbesondere Projekten der Universität Duisburg-Essen vorgestellt, die am Übergang Schule-Hochschule angesiedelt sind. Hauptsächlich wird das Projekt "Chance hoch 2 – Das Programm für Bildungsaufsteiger" vorgestellt, aber auch Projekte anderer Hochschulen.

Institution


Universität Duisburg-Essen, Projekt "Chance hoch 2"

Referentinnen


Özlem Ipiv, Gabriele Spengler

Zeit/Ort


20.03.
11.30-13.00 Uhr

Format


Diskussion und World Café


Ihr Kommentar:

(*) Diese Felder sind Pflichtfelder

Ihr Kommentar wird von der Redaktion geprüft und dann freigeschaltet



Partner

Der Bundeskongress 2015 wird veranstaltet vom Bundesausschuss Politische Bildung (bap), der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung und der bpb.

Mehr lesen

Für den 13. Bundeskongress hat der Campus Duisburg den rund 1.000 Kongressteilnehmern seine Tore geöffnet. Die bpb und Ihre Kooperationspartner bedanken sich herzlich!

Mehr lesen

Coverbild Handbuch Bürgerbeteiligung
Schriftenreihe (Bd. 1200)

Handbuch Bürgerbeteiligung

Menschen engagieren sich mehr denn je und suchen nach neuen Wegen der Mitwirkung sowie der politischen Partizipation. Das Handbuch ist nformationsquelle und bietet einen Einstieg ins Thema.

Mehr lesen