beleuchteter Landschaftspark Duisburg Nord am Abend


"Schichten" und Ungleichheit

Oben – Mitte – Unten: drei Teile einer Gesellschaft. Den ersten beiden hat sich die bpb-Zeitschrift APuZ schon im letzten Jahr gewidmet, heute erscheint mit "Unten" die letzte Ausgabe der Reihe. Mitgewirkt bei dieser "Vermessung der Gesellschaft" hat auch ein Gast des diesjährigen Bundeskongress Politische Bildung.

Vor dem Gesetz sind alle Bürgerinnen und Bürger gleich. Damit beginnt nicht nur das Grundgesetz, sondern auch das Programm des Bundeskongress Politische Bildung 2015. Unterschiede gibt es trotzdem. Und dort, wo sie eklatant in Erscheinung treten, lassen sie sich als Ungerechtigkeiten klassifizieren. Überall
Wer gehört zu den Reichen im Land, wer bildet die gesellschaftliche Mitte und wer ist von Armut und Ausgrenzung betroffen? Im April erscheint die APuZ-Edition zur "Vermessung der Gesellschaft".Wer gehört zu den Reichen im Land, wer bildet die gesellschaftliche Mitte und wer ist von Armut und Ausgrenzung betroffen? Im April erscheint die APuZ-Edition zur "Vermessung der Gesellschaft". (© bpb)
wo jemand schlechter gestellt ist, ist auch jemand anders besser gestellt. Wo es ein Oben gibt, gibt es auch ein Unten und dazwischen eine Mitte. Genau damit hat sich die APuZ ausführlich beschäftigt. Am 2. März ist die Ausgabe "Unten" erschienen und schließt damit die Reihe ab: Bereits im April und Dezember 2014 erschienen die Ausgaben "Oben" und "Mitte". Auf insgesamt 168 Seiten beschäftigen sich 23 Autoren mit dieser "Vermessung der Gesellschaft", die im April als Edition in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung erscheinen wird.

Einer der Autoren ist Professor Klaus Dörre von der Friedrich Schiller Universität in Jena. Während des Bundeskongresses wird er für die Sektion "Wandel der Arbeitswelt" zusammen mit Tim Cole, Sabria David und Frank Rieger auf dem Podium sitzen, darüber diskutieren, welchen Wert Arbeit hat, ob ein Recht auf sie besteht – oder sogar eine Pflicht zur Arbeit – und er wird der Frage nachgehen, welche Auswirkungen die Veränderungen in der Arbeitswelt auf Industriegesellschaften und die Demokratie haben.

In der aktuellen APuZ beschreibt Dörre, dass die Klassifizierung einer "unteren" Gesellschaftsschicht nicht mit der Gruppe von Sozialleistungsbeziehern gleichzusetzen ist und erinnert daran, dass auch kleine Gruppen zur Organisation und gesellschaftlichen Veränderung fähig sind. Gerade seit der Krise 2008/2009 - die sich weltweit auf die soziale Situation von Menschen ausgewirkt hat, gäbe es dafür zahlreiche Beispiele.

Im nächsten Beitrag richten wir den Blick wieder nach Duisburg: In der Video-Reihe "Das sagt DU!" stellen wir einen Verein für alternatives Wohnen vor.


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