Boykottaktion gegen jüdische Geschäfte am 1. April 1933. Die Herrschaft der Nationalsozialisten bedeutet für die deutschen Juden von Anfang an eine antisemitische  Politik der Diskriminierung und Verdrängung.

Eröffnung und Einführung

Die Konferenz wird von Thomas Krüger (Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung) und Hans-Peter Friedrich (Bundesminister des Inneren) eröffnet. Die einführenden Vorträge halten Norbert Frei (Friedrich Schiller Universität Jena), Harald Welzer (Universität Flensburg) und Michael Wildt (Humboldt-Universität Berlin).

Tanja Wille am 30.01.2013

Unbemerkter Wahrnehmungswandel

Welche Interaktionsprozesse eine Gesellschaft zur Ausgrenzungsgemeinschaft verändern, erforscht Prof. Dr. Harald Welzer, Universität Flensburg. Im Interview berichtet er, wie sich aus den gesellschaftlichen Entwicklungen des Nationalsozialismus ablesen lasse, dass sich als stabil wahrgenommene Verhältnisse und fundamentale Orientierungen sehr schnell wandeln können.

Harald Welzer, Professor an der Universität Flensburg, im Interview mit Miriam Menzel auf der 4. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung. (© 2013 Bundeszentrale für politische Bildung)

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Harald Welzer bei der inhaltlichen Eröffnung

Eik Welker am 27.01.2013

Volksgemeinschaft als Ergebnis sozialer Praxis

Die Nationalsozialisten konnten schon vor 1933 auf eine große Bandbreite von Vorstellungen der Volksgemeinschaft zurückgreifen und diese für sich nutzen. Prof. Dr. Harald Welzer und Prof. Dr. Michael Wildt führen in den Begriff der Volksgemeinschaft ein und betonen dabei die Bedeutung sozialer Praktiken.

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Tanja Wille am 30.01.2013

"Sehnsucht nach Gemeinschaft"

Welche Motive Menschen im Nationalsozialismus dazu bewegten, sich der Volksgemeinschaft anzuschließen, erläutert Prof. Dr. Michael Wildt, Humboldt-Universität zu Berlin, im Interview. Das Gefühl von Geborgenheit als akzeptiertes Mitglied eines Kollektivs, aber auch die gemeinsam erlebte Macht über die Gruppe der Ausgegrenzten, seien als elementar für die "Selbstmobilisierung" vieler Menschen in der NS-Zeit zu bewerten.

Michael Wildt, Professor an der HU Berlin, im Gespräch mit Miriam Menzel auf der 4. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung. (© 2013 Bundeszentrale für politische Bildung)

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Jaana Müller am 27.01.2013

"Volksgemeinschaft als Terror und Traum"

"Zur Gesellschaftsgeschichte gehört die Ausgrenzung genauso wie die Integration", so Prof. Dr. Norbert Frei, Friedrich-Schiller-Universität Jena, im Interview mit Miriam Menzel. Weiterhin thematisiert er die soziale Attraktivität des Nationalsozialismus und schlägt den Bogen zum Rechtsextremismus in der Gegenwart.

Interview mit Norbert Frei, Professor an der Universität Jena, auf der 4. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung in Berlin. (© 2013 Bundeszentrale für politische Bildung)

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Norbert Frei, Universität Jena, bei seinem Eröffnungsvortrag

Josephine Evens am 27.01.2013

Terror und Traum: Die "gewesene Wirklichkeit" der Volksgemeinschaft

Von 1945 bis in die 1980er Jahre wurde das Konzept der Volksgemeinschaft kaum von der Forschung beachtet. Heute steht sie dagegen im Fokus der NS-Historiographie, so Professor Dr. Norbert Frei von der Universität Jena in seinem Vortrag. Was aber genau bedeutete das Konzept im Dritten Reich? Und was machte es für die deutsche Bevölkerung so attraktiv?

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Hans-Peter Friedrich eröffnet die 4. Holocaustkonferenz.

Angelika Calmez am 27.01.2013

Den Wert der demokratischen Freiheit schätzen

Zur Eröffnung der 4. Konferenz zur Holocaustforschung unterstrich Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich die Bedeutung historischer Forschung und ihrer Vermittlung als Prävention gegen gesellschaftliche Ausgrenzung und Terror.

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Jaana Müller am 28.01.2013

Was wird von uns erwartet?

Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, erklärt im Interview mit Miriam Menzel, warum die Holocaustforschung immer neue Erkenntnisse auf den Weg bringt, wie daraus mögliche Impulse für die Praxis der politischen Bildung gewonnen werden können und welche Programmpunkte er mit Spannung erwartet. Daneben macht er darauf aufmerksam, dass es auch heute Gefährdungen für die Demokratie gibt, die frühzeitig erkannt werden müssen. Dazu könne eine solche Konferenz beitragen.

Thomas Krüger, Leiter der Bundeszentrale für politische Bildung, bei der 4. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung. (© 2013 Bundeszentrale für politische Bildung)

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Thomas Krüger bei der Begrüßung zur Holocaustkonferenz

Angelika Calmez am 27.01.2013

"Das Problem war doch, was unsere Freunde taten"

Die Ausgrenzungs- und Radikalisierungsprozesse der deutschen "Volksgemeinschaft" zu verstehen, sei notwendig, um auch gegenwärtig eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen, so Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, in seiner Eröffnungsrede zur 4. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung.

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Jaana Müller am 27.01.2013

Begrüßung zur 4. Internationalen Konfernz zur Holocaustforschung

Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), eröffnet die 4. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung mit einer Begrüßungsrede. Der Vortrag kann im Livestream verfolgt werden. Sein Redemanuskript steht hier zum Download zur Verfügung: PDF-Icon Redemanuskript von Thomas Krüger.

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Programm

Die 4. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung beleuchtet über drei Tage hinweg den aktuellen Stand wissenschaftlicher Diskurse um Eingrenzungs- und Ausgrenzungs- prozesse. Zum Konferenzthema finden zudem parallele Praxisforen statt. Das Programm finden Sie PDF-Icon hier als PDF

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So kommen Sie zur Konferenz:

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