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WS 64: 1, 2, 3 oder 4 - Industrie mit null Grenzkosten? | 13. Bundeskongress Politische Bildung – Ungleichheiten in der Demokratie | bpb.de

WS 64: 1, 2, 3 oder 4 - Industrie mit null Grenzkosten?

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Beschreibung

Seit Jahren ist ein gesellschaftlicher Transformationsprozess im Gange, der inzwischen nicht mehr zu verschweigen ist: Immer mehr Güter werden miteinander geteilt, erneuerbare Energie wird zunehmend regional gewonnen und Musik lässt sich inzwischen nahezu kostenlos streamen. All diese Veränderungen geschahen jedoch nicht einfach so von heute auf morgen, sondern fügen sich in eine lange Kette von historischen Transformationsprozessen ein, deren nächste Etappe das Erreichen einer Null-Grenzkosten-Gesellschaft sein dürfte. Nach der ersten industriellen Revolution, die die Sklavenarbeit abschaffte, und der zweiten, die die Bedeutung von Landwirtschaft und Handwerk sinken ließ, befinden wir uns nach Rifkin bereits mitten in der dritten industriellen Revolution, in der Lohn- und Erwerbsarbeit zunehmend an Stellenwert verlieren.

Doch was bedeutet es für unsere Gesellschaft, wenn Produkte via 3D-Drucker zu jeder Zeit auf jedem Part der Welt erzeugt werden können, wenn nicht nur Autos oder Bohrmaschinen in einer "Sharing Economy" geteilt werden oder wenn jeder Mensch durch sogenannte "MOOCs" kostenlosen Zugang zu universitärer Bildung genießen kann? Welche Auswirkungen haben solch kollaborative Gemeingüter auf unsere Wirtschaft, auf unsere Art zu arbeiten und nicht zuletzt auf unser Konsumverhalten?

Diesen und weiteren Fragen rund um das Thema "1, 2, 3 oder 4 – Industrie mit null Grenzkosten?" möchten wir uns in der Workshop-Sektion 7 "Technologischer Fortschritt, Datenmonopole und das Internet der Dinge" widmen. Nach einer kurzen Inputphase sollte jeder Teilnehmende über den gleichen Wissensstand verfügen, um im Anschluss mittels einer Szenario-Methode in Kleingruppen mögliche Zukunftsentwürfe zu entwickeln. Abschließend wird ausgewertet, wie sich beispielsweise unser Verständnis von Konsum oder Wirtschaft infolge der dritten industriellen Revolution verändern könnte und wohin uns die Industrie 4.0 noch führen wird.

Institution

teamGLOBAL

Referenten

Interner Link: Dominik Martus, Max Schmidt

Zeit/Ort

21.03.
11.00-12.30 Uhr

Format

Input und Szenario-Workshop

Fussnoten