bpb:talk – Wer muss, wer will? Der neue Wehrdienst und die junge Generation
Seit Januar 2026 gilt der Neue Wehrdienst. Alle 18-Jährigen erhalten einen Fragebogen zu Motivation und Eignung, Männer müssen ihn beantworten. Ab Juli 2027 kommt für den Jahrgang 2008 die Musterungspflicht zurück. Reichen die Freiwilligen nicht aus, kann der Bundestag eine Bedarfswehrpflicht beschließen, notfalls verbunden mit einem Losverfahren, dessen Ausgestaltung noch offen ist.
Für eine ganze Generation ist damit eine Frage zurück, die lange erledigt schien: Wer muss dienen, und warum eigentlich der und nicht die? Wir diskutieren, was die Bundeswehr wirklich braucht, was der Dienst für Ausbildung und Lebensplanung junger Menschen bedeutet und wie gerecht die neue Regelung ist. Vier Gäste aus Bundeswehr, Friedensarbeit, Schülervertretung und Wissenschaft starten mit gegensätzlichen Thesen und diskutieren danach miteinander und mit dem Publikum.
Mit dieser Ausgabe ist bpb:talk erstmals in Gera zu Gast. Der Name ist Programm: Im Mittelpunkt steht das Gespräch zwischen unterschiedlichen Positionen, nicht der Vortrag von vorne. Genau deshalb verzichten wir bewusst auf die klassische Keynote.
Eine einzelne Eröffnungsrede würde schon einen Ton setzen und eine Position bevorzugen, bevor das Gespräch überhaupt begonnen hat. Stattdessen eröffnen alle vier Gäste gleichberechtigt mit einem kurzen, zugespitzten Statement. So steht der Streit von Anfang an im Raum, und das Publikum bekommt nicht eine fertige Deutung, sondern mehrere Sichtweisen, die miteinander diskutiert werden.
Das passt auch zum Bildungsauftrag der bpb: Was in Wissenschaft und Gesellschaft umstritten ist, soll auch als umstritten sichtbar werden. Die Ausgewogenheit entsteht dabei über die Runde als Ganzes, nicht über jeden einzelnen Beitrag.
Es diskutieren:
Oberstleutnant d.R. Holger Ronneberger (Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Weimar)
Jens Lattke (Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland)
Erik Sczygiol (Vorsitzender der Landesschülervertretung Thüringen, stellvertretender Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz) und
Prof. Dr. Kathrin Groh (Rechtswissenschaftlerin, Universität der Bundeswehr München)
Hinweise zur Veranstaltung
Veranstaltungsadresse:
Bundeszentrale für politische Bildung
bpb:medienzentrum Gera
Gera Arcaden, Heinrichstraße 30
07545 Gera
Veranstalter:
Bundeszentrale für politische Bildung
Zielgruppe:
Interessierte Öffentlichkeit
Anmeldung:
Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung, eine Teilnahme ist aber auch ohne Anmeldung möglich.
Interner Link: Jetzt anmelden