2Über die Ästhetik der Städte - Essay

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Europaviertel, Frankfurt am Main, 2016
Europaviertel, Frankfurt am Main, 2016. Eine stadträumlich völlig ungelöste Anbindung eines neuen Viertels an ein altes. Statt eines Gebäudes trennt ein Zaun Alt von Neu. Der städtische Raum bleibt damit unbeholfen zerstückelt. Das Alte bildet mit dem Neuen keine harmonische Einheit. Rechts und links von dem Weg, der eine Straße sein soll, befinden sich Tiefgarageneinfahrten. Die Erdgeschosse sind zu niedrig, und die vergitterten Fenster wirken abweisend. Der Ort bildet keine Adresse und kann kaum Identität unter den Bewohnern stiften. Die Trennung des Vorgartenbereichs mit Findlingen ergänzt das trostlose Bild. Es gibt im Grunde genommen keinen städtischen Raum, es gibt keine Wohnstraße, wie man sie von einem Neubaugebiet erwarten könnte. Der Raum, obwohl eine öffentlich zugängliche Straße, wirkt abweisend und privat. (© Christoph Mäcker, Deutsches Institut für Stadtbaukunst.)