2Über die Ästhetik der Städte - Essay

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Borstei, München 1924–1929
So schön kann eine Wohnstraße stattdessen sein. Aus der Dreiteilung, der Straße, die von zwei Gehwegen flankiert wird, kann
sogar eine architektonische Form resultieren. Hier erhält die Serliana (Rundbogen zwischen zwei Rechtecköffnungen) einen
stadträumlichen Sinn. Durch die große Öffnung in der Mitte fahren die Autos, während rechts und links die Fußgänger hindurchgehen
können. Diese Straße vermittelt trotz abgestellter Kraftwagen nicht den Eindruck eines Parkplatzes, eines Abstellbereichs
oder eines privaten Hinterhofes, in dem man nicht sein dürfte und sich deshalb unwohl fühlt. Diese Straße stellt einen öffentlichen
Raum mit einer hohen Aufenthaltsqualität dar.
Borstei, München 1924–1929
So schön kann eine Wohnstraße stattdessen sein. Aus der Dreiteilung, der Straße, die von zwei Gehwegen flankiert wird, kann sogar eine architektonische Form resultieren. Hier erhält die Serliana (Rundbogen zwischen zwei Rechtecköffnungen) einen stadträumlichen Sinn. Durch die große Öffnung in der Mitte fahren die Autos, während rechts und links die Fußgänger hindurchgehen können. Diese Straße vermittelt trotz abgestellter Kraftwagen nicht den Eindruck eines Parkplatzes, eines Abstellbereichs oder eines privaten Hinterhofes, in dem man nicht sein dürfte und sich deshalb unwohl fühlt. Diese Straße stellt einen öffentlichen Raum mit einer hohen Aufenthaltsqualität dar. (© Anton Schedlbauer, München.)