Die Installation "House of Cards" der deutsch-israelischen Künstlergruppe "OGE Creative Group"

Internationale Sicherheit

Mit dem Ende des Kalten Krieges schien es, als würde sich der liberale Gesellschaftsentwurf weltweit durchsetzen. In weiten Teilen des früheren "Ostblocks" leiteten bis dato kommunistische Parteidiktaturen den Übergang zu Demokratie und Marktwirtschaft ein, und auf internationaler Ebene intensivierte sich der Austausch von Waren, Kapital und Dienstleistungen ebenso wie die multilaterale Zusammenarbeit.

Heute scheint sich die Entwicklung umzukehren. Im Lichte deutlich hervortretender Spannungen zwischen den Großmächten bei zunehmenden Zweifeln an der Belastbarkeit von Bündnisstrukturen werden die Risse im Fundament des Weltordnungsgefüges immer tiefer. Droht ein Zerfall der internationalen Sicherheitsarchitektur, wie sie mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges entworfen wurde?

Anne-Sophie Friedel

Editorial

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Tobias Bunde, Ali Wyne

Weltordnung vor dem Zerfall? Zwei Perspektiven

Seit Jahren reiht sich eine internationale Krise an die nächste, und spätestens seit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten häufen sich die Alarmzeichen: Stehen wir vor dem Zerfall der globalen Ordnung, wie wir sie seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kennen?

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Philipp Rotmann

UN ohne Ordnung. Vereinte Nationen und globale Sicherheit

Die Erosion der liberalen Weltordnung entzieht der UNO die Grundlage, um Gewalt zu lindern. In geopolitischen wie technologischen Zukunftsfragen spielt sie keine Rolle. Über Rückzugsgefechte hinaus muss Europa moderne Ordnungsprinzipien finden, die nicht nur im Westen überzeugen.

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Schwieriges Selbstständigwerden. Zum Wandel der transatlantischen Sicherheitsbeziehungen und den Konsequenzen für Europa

Aktuell scheinen sich die transatlantischen Partner zu entfremden. Eine Gefahr für die Zukunft des Bündnisses geht dabei nicht nur von den USA, sondern auch von den europäischen Staaten aus. Es gilt, über eine konzeptionelle Neuausrichtung der europäischen Verteidigung nachzudenken.

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Gunther Hellmann

"Von Freunden umzingelt" war gestern. Deutschlands schwindende Sicherheit

Deutschlands Sicherheit wurde seit 2014 als Folge der Erschütterung dreier Stützpfeiler deutscher Außenpolitik entscheidend geschwächt. Offensichtliche Auswege über eine Stärkung der EU als Sicherheitsakteur unter deutscher Mit-Führung sind jedoch heikel.

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Oliver Thränert

ABC-Waffenfreie Welt? Stand und Perspektiven von Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung

Chemische und biologische Waffen sind vertraglich verboten. Kernwaffen bleiben fünf Staaten erlaubt, alle anderen Vertragsstaaten verzichten. Die Abkommen sind unterschiedlich überprüfbar. Ihre Durchsetzung stößt auf Widerstände und erfordert nachhaltige Anstrengungen.

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Sascha Lohmann

Sanktionen in den internationalen Beziehungen

Der Einsatz von Sanktionen prägt die internationalen Beziehungen seit der Antike. Nach dem Trauma der Weltkriege haben sie militärische Gewalt als Mittel der zwischenstaatlichen Auseinandersetzung zunehmend ersetzt. Aber wie wirksam sind Sanktionen?

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Siegfried Schieder

Wo sind sie geblieben? Zur heutigen Relevanz der Theorien der internationalen Beziehungen

Während die politikwissenschaftliche Teildisziplin der Internationalen Beziehungen (IB) in den 1980er und 1990er Jahren noch von "Paradigmenkriegen" erschüttert wurde, hat der Markt der Ideen auf diesem Feld heute wenig Neues zu bieten. Lassen sich die "IB-Theorien" revitalisieren?

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