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31.8.2004 | Von:
Sebastian Oberthür
Stefanie Pfahl
Dennis Tänzler

Die internationale Zusammenarbeit zur Förderung Erneuerbarer Energien

Die internationale Förderung Erneuerbarer Energien verspricht neben energiewirtschaftlichen auch klimapolitische sowie außen- und sicherheitspolitische Vorteile. Sie beruht auf einer Vielzahl von Aktivitäten zum Kapazitätsaufbau und zum Finanz- und Technologietransfer in Entwicklungsländer.

Einleitung

Vom 1. bis zum 4. Juni 2004 fand in Bonn die Internationale Konferenz für Erneuerbare Energien ("Renewables") statt. Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte die Weltgemeinschaft auf dem Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg im August/September 2002 eingeladen. Sonnen- und Windenergie, Wasserkraft, geothermische Energie und die Nutzung vonBiomasse wurden zum ersten Mal zum alleinigen Gegenstand einer globalen Konfe- renz.





Die Bonner Konferenz zeitigte drei politische Ergebnisse. Erstens verabschiedeten die Regierungsvertreter aus 154 Ländern eine politische Erklärung, in der sie sich zum Ausbau der Nutzung Erneuerbarer Energiequellen (EE) sowie zu einer Fortführung und Intensivierung der hierauf gerichteten internationalen Zusammenarbeit bekennen. Dieses Bekenntnis wurde zweitens durch einen Internationalen Aktionsplan untermauert, in den freiwillige Maßnahmen und Zielsetzungen von Regierungen, internationalen Organisationen und zivilgesellschaftlichen Akteuren einflossen. Drittens gab die Konferenz politischen Entscheidungsträgern ein Menü von Empfehlungen für die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen zur EE-Förderung an die Hand.[1]









Die Bonner Konferenz stellte den vorläufigen Höhepunkt der internationalen Zusammenarbeit zur Förderung Erneuerbarer Energien dar, die sich in den vergangenen Jahren erheblich intensiviert hat. Sie bietet den Anlass, im Folgenden zunächst eine Bestandsaufnahme dieser internationalen Zusammenarbeit vorzunehmen. Daran anschließend skizzieren wir einige positive Folgewirkungen einer weltweit verstärkten Nutzung Erneuerbarer Energien auf die internationale Klimapolitik sowie die Außen- und Sicherheitspolitik. Schließlich werden die Perspektiven der internationalen Zusammenarbeit zur EE-Förderung beleuchtet.


Fußnoten

1.
Zu den Ergebnissen der Konferenz vgl. www.renewables2004.de.