30 Jahre Mauerfall Mehr erfahren
Netzdebatte Logo

Redaktion Netzdebatte am 24.06.2015

Netzdebatte-Lesezeichen: Interessantes zum Lesen, Sehen und Hören im Netz

Schulden und die Schuldenbremse sind komplexe Themen. Auch die Netzdebatte kann bei weitem nicht alle Facetten und Positionen zum Thema abdecken. Darum haben wir das Netz nach weiteren lesenswerten Inhalten durchforstet und eine kleine Auswahl zusammengestellt.

Buch, LesezeichenNetzdebatte sortiert das Web: Spannende Hintergrundbeiträge, interessante Links uvm. Lizenz: cc by/2.0/de (CC, Pfarrei St. Bonifatius Berlin)

Artikel


Pro

Michael Hüther, Leiter des Institut der deutschen Wirtschaft in Köln, begrüßt das Bekenntnis der Bundesregierung zur Schwarzen Null. Verantwortung und Glaubwürdigkeit seien wichtige Werte, nach einer Finanzkrise in der die Bürger_innen das Vertrauen in die Politik zunehmend verloren haben. Die Schuldenbremse soll vor allem dazu beitragen, kommende Generationen zu entlasten. Wenn linke Politiker sich dieser Tage auf John Maynard Keynes berufen, um für eine Lockerung der Schuldenbremse zu argumentieren, interpretieren sie den Ökonomen falsch, meint CDU-Politiker Jens Spahn in seinem Gastbeitrag. Contra

Kaum jemand widersetzt sich außerhalb Griechenlands so vehement der europäischen Austeritätspolitik wie Paul Krugman. Der Nobelpreisträger und Princeton Professor warnt in seinem Blog für die New York Times vor den Konsequenzen übertriebener Sparmaßnahmen. Zu viel Schulden? Geht nicht! Das behauptet zumindest eine Forschungsgruppe in einer kürzlich erschienenen Studie. Die Ökonomen Lars Feld, Gerhard Illing und der Soziologe Wolfgang Streeck widersprechen damit der Annahme, dass eine Staatsverschuldung über 90% dem Wachstum schade und eine strenge Sparpolitik erfordere. Eine Annahme, die maßgeblich den Umgang mit der Finanzkrise, sowie der Schuldenkrise Griechenlands geprägt hat und vor allem von angelsächsischen Meinungsführern kritisiert wird.

Hintergrund

Woher kommen unserer Schulden? In drei Expertengesprächen geht Arte dem Ursprung unserer Staatsschulden auf den Grund. Die Erklärungen der Ökonomen unterscheiden sich dabei deutlich. Patrick Stegemann hat für uns sein Buch gelesen. DRadio Kultur hat mit David Graeber über sein Buch gesprochen. Das Interview zum Nachlesen gibt es hier.

Sonstiges

Game, Schulden, SpielWeniger Geld für das Militär, oder Steuererhöhungen? In dieser Simluation muss der Spieler die richtig harten Entscheidungen treffen, um die Staatsverschuldung zu minimieren.

Sie wollten schon immer mal den Amerikanischen Haushalt konsolidieren? Na klar, wer nicht? In dieser Simulation werden Sie dazu angehalten die richtig schwierigen Entscheidungen zu treffen und so die Staatsverschuldung auf unter 60 % des BIP zu bringen. Weniger Truppen in Afghanistan? Auslandshilfen um 25 % kürzen? Entscheiden Sie!

Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 3.0 DE - Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland" veröffentlicht.
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.


Ihr Kommentar:

(*) Diese Felder sind Pflichtfelder

Ihr Kommentar wird von der Redaktion geprüft und dann freigeschaltet



Debatte

Europäische Schuldenkrise

Das Dossier veranschaulicht die wichtigsten Diskussionsstränge der Europäischen Schuldenkrise. Der ungelöste Disput zwischen Ausgaben- und Sparpolitik steht im Zentrum und wird anhand grundlegender Fragen und Infografiken sowie freier Bildungsmaterialien zum Thema erläutert.

Mehr lesen

Quiz
Quiz: Was wissen Sie über die Schuldenbremse?

Frage 1 / 5
 
1. In manchen früheren Gesellschaften wurden Schulden gelegentlich …







Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 13/2012)

Schuldenkrise und Demokratie

Seit Beginn der Finanz- und Verschuldungskrise in der Europäischen Union werden demokratisch gewählte Parlamente und Regierungen von den privaten Akteuren der Kapitalmärkte in die Enge getrieben. Der "Fiskalpakt“ verpflichtet langfristig zu strikter Haushaltsdisziplin durch "Schuldenbremsen“. Unterdessen wächst das Unbehagen über demokratische Defizite beim parlamentarischen Umgang mit scheinbar alternativlosen, immer größeren "Rettungspaketen“.

Mehr lesen