Der Berliner Reichstag

11.2. DDR: SED und Innenpolitik

6. Februar 1958

Die »Schirdewan-Gruppe« wird des »Opportunismus«, der »Zersetzung« und der »Fraktionsbildung« beschuldigt und als zweite innerparteiliche Oppositionsgruppe gegen Ulbricht entmachtet. Kaderchef Karl Schirdewan, bisher zweiter Mann in der SED, der Minister für Staatssicherheit Ernst Wollweber und der Chefideologe Fred Oelßner verlieren ihre Ämter, da sie für einen Kurswechsel eingetreten waren, bleiben jedoch wegen ihrer Selbstkritik SED-Mitglieder. Trotz der von Chruschtschow eingeleiteten vorsichtigen Entstalinisierung hat damit Ulbricht seine uneingeschränkte Machtstellung behaupten können. Bei Nachwahlen wird Erich Honecker als Vertrauter Ulbrichts Mitglied des ZK-Sekretariats der SED.

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