Der Berliner Reichstag

11.2. DDR: SED und Innenpolitik

24. - 30. März 1956

Die 3.Parteikonferenz der SED will den »sozialistischen Produktionsverhältnissen« zum Sieg verhelfen, die Mittelschichten verstärkt am »sozialistischen Aufbau« beteiligen und die DDR fest im »sozialistischen Lager« verankern. Zu den verabschiedeten Direktiven für den 2. Fünfjahrplan: 9. 1. 1958. Obwohl sich Chruschtschow auf dem XX. Parteitag der KPdSU vom 14. - 25. 2. 1956 in einer Geheimrede von Stalin distanziert und damit eine Politik der Entstalinisierung eingeleitet hatte, werden »Angriffe« gegen Ulbricht zurückgewiesen. Er hatte bereits im »Neuen Deutschland« vom 4. 3. 1956 erklärt, dass Stalin nicht zu den »Klassikern des Marxismus« gehöre, sich vom »Persönlichkeitskult« distanziert und damit als Stalinist Anpassungsvermögen bewiesen. Nur vereinzelt regt sich daher in der SED »Selbstkritik« (z. B. bei Karl Schirdewan, Willi Bredel).

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