Der Berliner Reichstag

11.1. BRD: Parteienwandel und Regierung

23. Februar 1956

FDP-Krise: Die Bundesminister Franz Blücher, Fritz Neumayer, Hermann Schäfer und Viktor-Emanuel Preusker treten mit ihrem Anhang (»Euler-Gruppe«) aus der FDP aus. Zum Bruch kommt es wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem »Dehler-Flügel«, der die Regierung kritisiert, vor allem wegen ihrer Außenpolitik und der von ihr geplanten Wahlrechtsreform, die das Mehrheitswahlprinzip stärken sollte (»Grabensystem«). Die FDP scheidet am 25. 2. aus der Regierungskoalition aus und geht in die Opposition. Zunächst bildet die »Euler-Gruppe« eine eigene Fraktion. Am 23. 4. gründet sie die »Freie Volkspartei« (FVP). Sie vereinigt sich am 20. 1. 1957 mit der Deutschen Partei zur DP/FVP.

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