Der Berliner Reichstag

16.3. DDR: Vom Mauerbau bis zum Sturz Ulbrichts

15. - 21. Jan. 1963

Der VI.Parteitag der SED erklärt den »umfassenden Aufbau des Sozialismus« zur Hauptaufgabe. Die Übergangsperiode vom Kapitalismus zum Sozialismus sei abgeschlossen, nun gehe es darum, den »entwickelten Sozialismus« zu schaffen. Ulbricht, der auf dem Höhepunkt seiner Macht steht, fordert eine Wirtschaftsreform und initiiert damit das »Neue Ökonomische System der Planung und Leitung« (NÖS). (25. 6. 1963) Die SED verabschiedet einstimmig ein Parteiprogramm, das erste seit den auf dem Vereinigungsparteitag von KPD und SPD (21./22. 4. 1946) einstimmig angenommenen programmatischen »Grundsätzen und Zielen der SED«. Es orientiert sich am neuen Programm der KPdSU seit ihrem XXII. Parteitag (17. - 31. 10. 1961). Der Sozialismus wird als Durchgangsstadium verstanden, das allmählich zum Kommunismus als »Zukunft der Menschheit« überleitet. Nach ihrem neuen (4.) Statut ist die SED als Staatspartei die »Partei des Sozialismus, die Partei der Arbeiterklasse und des ganzen werktätigen Volkes, die Partei des Friedens, der nationalen Würde und nationalen Einheit«.

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