Der Berliner Reichstag

23.2. BRD: Europa-und Sicherheitspolitik

30. November 1981

Auf Drängen der BRD beginnen in Genf die Intermediate Nuclear Forces (INF)-Verhandlungen zwischen den USA und der Sowjetunion. Breschnew hatte zunächst abgelehnt, über die Begrenzung von Mittelstreckenraketen in Europa (landgestützte SS-4, SS-5 und vor allem mobile SS-20 mit drei unabhängig voneinander einsetzbaren Sprengköpfen und verbesserter Zielgenauigkeit) zu verhandeln und allenfalls ein Moratorium, d. h. ein Einfrieren dieser Waffen auf dem gegenwärtigen Stand, angeboten. Die USA favorisieren die Null-Lösung: Die Sowjetunion solle ihre Mittelstreckenraketen abbauen und die NATO dann auf die Nachrüstung gemäß Doppelbeschluss vom 12. 12. 1979 verzichten. Vom konkreten Verhandlungsergebnis hängt es ab, ob und wie viele Pershing-II-Raketen und Marschflugkörper (Cruise-Missiles) die NATO in Westeuropa, vor allem in der BRD, stationiert. Marschflugkörper verfügen über ein elektronisches Navigationssystem, mit dem die Flugbahn auch noch während des Fluges geändert werden kann.

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