Der Berliner Reichstag

31. Deutsch-deutsche Sonderbeziehungen und Berlin 1982 - 1989

7. - 11. Sept. 1987

Auf Einladung des Bundeskanzlers Kohl besucht der Staatsratsvorsitzende der DDR und Generalsekretär der SED Erich Honecker die BRD. Der höchste DDR-Repräsentant wird bei seiner ersten Staatsvisite mit allen protokollarischen Ehren, u. a. mit DDR-Hymne und DDR-Flagge, empfangen. Zwar ändern die zahlreichen Gespräche mit Honecker nichts an den prinzipiellen Meinungsverschiedenheiten der beiden deutschen Staaten, vor allem zur nationalen Frage, doch wirken sich die unmittelbaren Kontakte positiv auf Reiseverkehr, Tourismus, Jugendaustausch, Einfuhrbestimmungen, Städtepartnerschaften, Sport u. a. aus. Drei Abkommen zwischen den beiden deutschen Staaten werden am 8. 9. 1987 unterzeichnet: 1. über den Informationsaustausch in den Bereichen Gewässerschutz, Luftreinhaltung, Natur-und Waldschutz, Abfallwirtschaft sowie über grenzüberschreitende Umweltbelastungen, z. B. an Werra und Elbe; 2. über den Strahlenschutz zur gegenseitigen Information über kerntechnische Anlagen sowie über erhöhte Werte der Radioaktivität; 3. über die Zusammenarbeit auf den Gebieten der Wissenschaft und Technik. Als konkrete Kooperationsprojekte sind die AIDS-Forschung, die Rauchgasentschwefelung, die Biotechnologie und die Bausubstanzerhaltung vorgesehen.

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