Der Berliner Reichstag

35.2. Die deutsch-deutsche Vertragsgemeinschaft

19. April 1990

In seiner Regierungserklärung vor der Volkskammer fordert Ministerpräsident de Maiziére (CDU) einen »zutiefst demokratischen Neuanfang«. Aus dem Ruf »Wir sind das Volk« sei der Ruf »Wir sind ein Volk« erwachsen. Dies bedeute Demokratie und Einigung Deutschlands: »So schnell wie möglich, aber so gut wie nötig.« Doch könne die Teilung »tatsächlich nur durch Teilen aufgehoben werden« - Gemeinsamkeit und Solidarität seien daher geboten. Mit einem Währungsumtausch von 1:1 sollen die Grundlagen für die Wirtschafts-, Währungs-und Sozialunion mit der BRD in einer ökologischen und sozialen Marktwirtschaft gelegt werden. Anzustreben sei ein gesamteuropäisches Sicherheitssystem mit immer weniger militärischen Funktionen. In der Volkskammer schließen sich die Abgeordneten der CDU und des Demokratischen Aufbruchs (DA) zur Fraktionsgemeinschaft CDU/DA zusammen.

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